wie verändert sich die ansicht THAILANDs wenn man es öfters bereist?

Dieses Thema im Forum "Thailand Reiseforum" wurde erstellt von farang, 24. März 2011.

  1. farang

    farang Reisefuchsforum Mod

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    hallo leute

    hier würde mich mal interssieren wie sich ansichten über thailand im laufe der jahre verändern? mit dem alter und mit mehr erkenntnisse über das land?!

    am anfang gibts nur KHAO SARN und PHAT THAI..............und bangkok is scheiße! rotlicht oh je oh je!!!!

    aber irgendwann beginnt man doch umzudenken...............rotlicht is net die ideale einkommensquelle für junge mädchen. aber man kann es akzeptieren oder die leute als minderwertig hinstellen.

    desweiteren hab ich mit dem jahren auch beim "handeln" umgedacht.............ich erinnere mich daran das ich anfangs mal wegen "20 baht" etwa 15 minuten gehandelt hab. passiert mir auch nicht mehr. auch hab ich begonnen nicht mehr aus spaß zuhandeln sondern nur wenn ich was wirklich will und brauch........und es somit 100% zum kauf kommt. und nicht von vornherein davon ausgehe das ich beschissen werde und mit alles gewallt um mindestens 50% runterhandeln muss.

    auch beim denken mit dem essen hat sich was verändert................ käfer,würmer, schlangen, hund usw. is des so abnormal????

    vom gedanken extrem geld zusparen bin ich auch weggekommen.......nix mehr bungi ohne fan und dusche.

    khao sarn is typisch thai usw.


    habts ihr andere erfahrungen? oder habt ihr auch gemerkt das sich eure ansichten geändert haben???


    mfg :33:
     
  2. Taunusianer

    Taunusianer Reisefuchsforum Legende

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    Hauptsächlich hat sich die Art und Weise verändert, wie ich durch das Land reise. Mal vom ersten Trip abgesehen, war Thailand einige Jahre nur das Ziel gewesen, wo ich mich von einer vorangegangenen Rundreise noch etwas am Strand erholt habe. Gerne dann auch mal 12 Tage am Stück fast nix anderes als Tagsüber Strand und Abends Bar. Gelangweilt hat mich das damals schon, nur habe ich habe ich keine Konsequenzen daraus gezogen.

    Mittlerweile geht es ansich, auch wenn ich vorher 2-3 Wochen durch ein anderes Land gezogen bin, gleich weiter auf Tour. Erholung gibt es vielleicht noch mal an den letzten 3-4 Tagen. Sonst immer auf Achse, und ich liebe das.

    Auch die Ziele haben sich geändert. Waren es früher klassische Touristenziele (Phuket, Chiang Mai, Samui) kann es heute nicht mehr abgeschieden genug zugehen, wobei ich aber immer noch mehr ein Faible für Städte/Städtchen als für irgendein Kaff habe. Dazu beigetragen hat auch, dass man sein Thai hier einfach besser ausprobieren kann, als auf Phuket.

    Was hat sich noch geändert: Meist wird jetzt der Leihwagen zu reisen verwendet. Seltener der Bus.

    Aber wie haben sich meine Ansichten über Thailand selber geändert?
    hmm, war man früher noch begeistert vom "immer so freundlichen Thailänder", so lasse ich mich da heute nicht mehr so einlullen. Freundliche Thais treffe ich eigentlich hauptsächlich dort, wo kein anderer Farang hinkommt. Auch die Eigenart, dass Thailänder glauben, sie können einem Farang jeden Mist zu jedem Preis anbieten, und wenn er kein Interesse mehr zeigt, dann ist die aufgesetzte Fröhlichkeit gleich wie weggeblasen (anzutreffen in allen Massentouristendestinationen), führt dazu, dass ich auf Orte wie Samui und Phuket keine so große Lust mehr habe.

    Aber, alles in allem ein normaler Prozess. Man betrachtet die Dinge mit jedem Jahr ein wenig nüchterner, aber trotzdem macht Thailand noch sehr viel Spaß.

    VG
    Taunusianer
     
  3. Tobilein

    Tobilein Reisefuchsforum Legende

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    Man reagiert doch sehr ernüchtert auf die Farangmüdigkeit (oder Ausländermüdigkeit) die sich im Land breit gemacht hat.

    Vielen Sache muss man sagen ist es echt klasse wie offen die Menschen in einem angeblich so Wertkonservativen Land (darüber kann man ja nur noch lachen) sind. Da kann sich mancher Besucher was abschneiden.

    Für mich bleibt das Land wirklich das beste um einen lockeren Strandurlaub mit guten Essen, Partys, Enstpannung, Shopping, Großstadt,.... zu machen. Da gibt es IMHO kein besseres. Punkt.

    Ein Abenteuer zu erleben ist bei dem krassen Massentourismus, Backpackermassen, Expat-Crowd,....aber kaum mehr möglich, es sei den es man sucht Abenteuer der sexuellen Art.
     
  4. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

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    Nun, es gibt auch den "umgekehrten" Weg : Am Anfang kommt man in ne schicken Anlage, volldurchgeplanter (Pauschal-)Urlaub, hat noch nicht sooo viel von der Welt gesehen - dann verlässt man seinen Luxuxs-Bunker das erste Mal, sieht räudige Straßenköter, nasse und schmutzige Straßen mit Unrat, Gerüche aller Art, einen Hund auf dem Tisch und Garküchen - Kulturschock!!!!
    Hier soll man was essen??? Niemals!

    Man tastet sich ran, langsam - findet Gefallen, wird neugierig, "traut sich was", egal ob beim essen oder der Entdeckung auf eigene Faust.
    Irgendwann ist dann der Suchtfaktor da, all die "Bedenken" vergessen.

    Das am Anfang so verunsichernde Bangkok (bloß hier nicht alleine verloren gehen) wird quasi zur zweiten Heimat, man kennt sich aus, alles wird irgendwie selbstverständlich.

    Obwohl ein bisschen Luxus noch immer sein muss.:bump2:

    VG
    Gusti
     
  5. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo,
    speziell in Thailand habe ich mir angewohnt, recht unabhängig zu sein. Wenn's geht leih auch ich mir ein Auto, um mich an den Touristenorten frei bewegen zu können. Speziell in Thailand gibt es nicht mehr so viele von Touristen unentdeckte Orte - ausser evtl. im Isaan und sonstigen ländlichen Gebieten - ansonsten, ist der Geheimtipp da schon längst keiner mehr.

    Handeln tu ich eigentlich nur, wenn mich jemand über den Tisch ziehen möchte - 20 Baht sparen, machen mich nicht reicher- auch ein Kaugummi kostet in der Schweiz mittlerweile mehr:smile1:

    Bretterbuden - Unterkünfte sind nicht (mehr) mein Ding. Ich arbeite das ganze Jahr und dann möcht ich im Urlaub schon das Gefühl haben, verwöhnt zu werden. Es gibt ja nirgendwo anders mehr die Gelegenheit so schöne Resorts zu buchen, wie in SOA generell. Jedes europäische Standart-Business Hotel kostet 120 Euro..und ist nix besonderes..

    Generell - hat aber nicht nur mit Thailand zu tun - hab ich mir in SOA angewohnt, mich nicht von irgendwem einlullen zu lassen wenn jemand sagt; das geht nicht aus Grund x, y, z.. mit etwas Geduld, Bestimmtheit und manchmal auch mit ein wenig Trinkgeld geht (fast) alles, was man sich wünscht.

    Im Urlaub, bin ich prinzipiell immer auf Honeymoon, das bring mir fast in jedem 2. Hotel einen Upgrade, einen guten Tropfen Wein oder einen Spa-Voucher..bekam auch schon eine Torte für ca. 12 Personen:eek1:

    Unfreundlich sein, bringt einen generell nicht weiter..., das habe ich gelernt..man muss geduldig mit den Leuten sein und ihnen nie das Gefühl geben, dass sie blossgestellt werden (obwohl, ich denke immer wieder wie Silo-orientiert manche Leute da funktionieren).

    Ansonsten, Essen etc.; ich esse was mir schmeckt und aus der Thai-Küche schmeckt mir fast alles; ausser die super süssen Fruchtsäfte oder andere überzuckerte Gerichte/Kuchen. Würmer/Käfer etc. gehören generell nicht in meinen Speiseplan, das ess ich nirgendwo, wo's noch was anderes zu futtern gibt:biggrin2:

    Die grössten Unterschiede gibt's sicherlich im Umgang mit den Leuten/in Gruppen/Familien und bei der Arbeit..aber das wäre ein langes Thema..

    Vielleicht hat sich einfach verändert, dass ich mich auf SOA-Boden zu Hause fühle und jedesmal denke, wie schön es ist und ich mich wohl fühle. Das ist glaube ich, ist die grösste Veränderung seit ich das erste Mal da war..und ich könnte mir auch nochmals vorstellen, da in der Region zu leben. Die Leute sind einfach generell positiver eingestellt, wie hier in Europa..
    Gruss Mari
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2011
  6. sanuk02

    sanuk02 Reisefuchs

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    Mir geht es so ähnlich wie Farang und Taunus,

    bei der ersten Reise (1989) war ich noch mit dem Rucksack unterwegs.
    Die Unterkünfte waren günstig und ständiges Handeln gehörte zum normalen Tagesablauf.
    Ich hatte allerdings das große Glück, das ein guter Freund damals in Bangkok lebte. Durch ihn und seine Frau Pailin habe ich Thaialnd von Anfang an auch abseits der Touriströme erfahren dürfen. Es gab viele wertvolle Tipps. Genauso habe ich einen Einblick in das Alltagsleben einer Thai/Farangfamilie mit Kindern erlebt. War schon witzig wenn ich morgens den kleinen Sohn zum Kindergarten und den größeren zur Schule brachte. :RpS_biggrin:

    Durch Leo und seine Familie habe ich auch Orte im Isaan kennengelernt. Und das Anfang der 90´er Jahre. Da war man an Farang wirklich noch nicht gewöhnt.

    Auch Orte wie Koh Samet waren damals noch kleine Geheimtipps.
    Koh Samui war noch relativ ruhig, Had Rin auf Koh Phangan noch ein Traumstrand ohne die blöden Full-Half-Black-Moon Parties.

    Einge Jahre habe ich auch mehr das Strandleben genossen. Manchmal 4 Wochen an einem Ort verbracht. Zweimal haben wir ein Haus gemietet in einer ruhigen Ecke von Samui. Auch das war eine schöne Erfahrung. Ist ein Urlaub der etwas anderen Art. man wohnt einen Monat im Haus, hat ein Fahrzeug und bewegt sich irgend wie anders. Lernt dadurch andere Leute kennen.

    Mittlerweile haben wir das Reisen mit dem Mietwagen entdeckt. Wir versuchen immer eine Mischung aus bekannten und unbekannten Orten "abzugrasen". Dabei haben wir 2-3 Ziele gefunden an die wir immer wieder gern zurückkommen. Wenig Tourismus, freundliche "unversaute" Thais. So kann es bleiben.:nod:

    Meine Ansicht und Meinung hat sich in den Jahren nicht wirklich stark verändert. Ich glaube , das ich die rosarote Brille sehr schnell abgelegt oder erst gar nicht recht aufgesetzt habe.

    Ein User im "alten Forum" nannte Thailand einmal , das Land der unvermeidbaren Zwischenfälle. Das trifft es eigentlich ganz gut.
    Man muss sich hier auch im Urlaub arrangieren. Aber eben das macht auch Spaß.

    Schnell glaube ich erkannt zu haben, das hinter dem oft permanten Lächlen der Thais auch manchmal das Grinsen des Teufel gesehen zu haben. Nicht alles ist schön und toll in diesem Land. Aber einen solchen Platz werden wir wahrscheinlich nie finden, weil es ihn nicht gibt.

    Ich kann allerdings die Meinung von Taunus nur unterstützen. Da wo es wenig oder kaum Touristen gibt, bekommt man ganz anderen Kontakt zu den Einheimischen.


    Sanuk
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2011
  7. Hippo

    Hippo Reisefuchs

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    169
    So oft wie Farang war ich jetzt noch nicht in Thailand, der hat bestimmt schon "Silberne-Thailandreise" gefeiert. :RpS_biggrin:
    Die Tage an den Stränden werden von Jahr zu Jahr weniger und es zieht mich immer mehr aufs "Land".
    Wobei, wenn man in einem Urlaubszentrum nur zwei Meter neben dem Tourifad geht findet man auch das normale Thaileben.
    Mit zunehmeder Erfahrung verblasst das Bild vom lieben Thai doch einwenig, wenn ich denke was ich z.B. beim Thema Trinkgeld schon erlebt habe.
    Aber die vielen positive und schöne Erlebnisse wiegen das alles wieder auf.
    Wir lernen durch unsere Erfahrungen und sehen dann Dinge anderst, positiv oder negativ.
    Das ist in jedem anderen Land genauso.

    Gruß Hippo
     
  8. touri13

    touri13 Jungfuchs

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    wie verändert sich die ansicht THAILANDs wenn es öfters bereist?

    Ich schon wieder, wie gesagt auch ganz normale touris, ziehen von Ort zu Ort vor 15 Jahren haben wir angefangen mit Pattaya. Seafoodrestaurants, normal, Orte an denen ich mir ein Pajettenshirt wehhängen ließ und später auslösen konnte, Küchen an dem es den uns begleitenden GI die Schweißperlen auf die Stirn trieb. Vor Drei Jahren waren wir wieder dort ; Nostalgie; dachte ich. Mhm Die Restaurants waren weg, dafür GoGo Bars, die Lady mit dem Shirt war noch genauso da wie vor Jahren, nur hatte Sie
    noch mehr MakeUp im Gesicht und jetzt nur noch Klamotten aus Leder mit so "komischen Nägeln". Aber die Küche mit dem Schweißtreibenden Gericht war noch da, aber die Tom Yung.. war das nicht mehr. Vor dem Tsunamie waren wir auf Phuket, nicht Patong, damals schon lieber Karon, aber 4 Jahre später weiter hinten, Kata, da bekamen wir noch das zu essen was wir mochten. Ein Jahr später im gleichen Restaurant hat nichts mehr gebrannt. Aber trotzdem nach jedem Land den Rest Urlaub wieder in Thailand. Ich liebe Bagkok. Vom MBK bis zum Inderladen. Ko Samet war damals glaube ich noch ein Tagesausflugsziel mit Platikschüsseln voll guter Suppe und räudigen Hunden??!!
     
  9. Chang Yai

    Chang Yai Reisefuchs

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    114
    Je mehr Thai man spricht und je tiefer man in das allgemeine Thaileben eintaucht,umso geiler finde ich es.
    Dafür brauche ich heutzutage keinen Strand mehr,es gibt so viele tolle Dinge zu erleben,wenn man mit seinen Thaibekannten (die man auch nur im Laufe der Zeit kennenlernt) unterwegs ist,oder auch alleine mit dem Rad.

    Jedesmal denke ich,toller geht es nicht,aber beim nächsten Mal ist es genauso schön,nur anders.

    ฉันรักประเทศไทย
    C.Y.
     
  10. muggel

    muggel Welpe

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    3
    Vor 10 Jahren war Thailand das erste Ziel, das wir mit Rucksack und Flieger angesteuert haben. Wir waren so begeistert, daß wir zwar nicht ausschließlich dort, aber sehr oft in Thailand Urlaub gemacht haben. Auch diesen Sommer gehts wieder hin.

    Veränderungen?

    Ich gebe mal ein Beispiel:
    im 1.Urlaub sind wir auf das Starhut Bungalow am TNPN auf Phangan gestoßen. Natürlich Fan-Bungi für damals 35o Baht. Viele Traveller um uns rum,die offensichtlich mit ähnlichem Budget, wenig Familien, viel Multikulti.
    Dann, vor 3 Jahren ....
    Mittlerweile waren dort am Strand 2 neue superteure Luxusanlagen, deren Gäste mit Privatspeedbooten über Samui hergebracht wurden. Auch viele andere einfache Hütten waren verschwunden.Mittlerweile kostet der Beachfrontbungi 1500 Baht mit AC, versteht sich.Das Publikum hatte sich schon verändert.
    Dieses Jahr sind Starhut und Baan Panburi abgerissen, weil die Luxusanlage alles aufgekauft hat und erweitert.Eine Bekannte berichtete mir über die große Verunsicherung der Thais dort, die im Hinterland einen Büchertausch, eine Bar oder Internetcafe betreiben. Wer braucht das jetzt noch?

    Offensichtlich haben die "Großen mit dem vielen Geld" ein wichtiges Wort bei der Art der "Weiterentwicklung" des Tourismus zu sagen. Das finde ich schade,mit der Veränderung dahingehend, alles möglichst noch besser und komfortabler als zu Hause anzutreffen, auf 5 Sterneniveau anzuheben,dadurch könnte ein Teil der Urlauber abgedrängt werden. Dabei gönne ich natürlich den Thais jede Verbesserung, das meine ich nicht damit. Nur, es wird bald egal sein, ob ich den Bungalow auf den Malediven, den auf Phangan oder Ägypten miete, uniformer Strandurlaub mit perfektem Service??

    Aber es gibt auch noch das:
    , daß Buchungen via email/Telefon auf "Vertrauensbasis" und ohne Voranzahlung gemacht werden. Das haben wir gerade für unsere Unterkunft in Ayutthaya und Sukhothai so erlebt, schön, daß es das noch gibt. Leider ist da oft das mangelnde know-how oder die fehlenden Englischkenntnisse dahinter. Hier habe ich die letzten 10 Jahre keine eintscheidende Weiterführung erlebt.

    Ich liebe das Land, das organisierte Chaos, nicht alles vorplanen zu können, weils ja eh anders kommt. Hoffentlich verändert sich nicht alles so schnell, wie unsere ehemalige Lieblingsbucht auf Koh Phangan.
     
  11. Tobilein

    Tobilein Reisefuchsforum Legende

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    Ein Strandgrundstück ist nun mal sehr teuer geworden in Thailand und mit 350 Baht Bungis braucht man ein paar tausend Jahre um das abzuschreiben.

    Das ist das Schicksal eines jeden Selbständigen auf dieser Welt. Wenn seine Güter und Dienstleistungen nicht mehr gebraucht werden, dann muss er dicht machen oder den Ort wechseln. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Schlimm ist daran außer für die direkt betroffenen gar nix. Sonst wären wir heute noch im Mittelalter.

    Es ist schlichtweg eine simple Rechenaufgabe:
    Wenn jemand ein paar Millionen (Euro wohlgemerkt) für ein Strandgrundstück bezahlt werden, dann verkauft er. Wäre ja dumm das nicht zu tun.

    Mehr hochpreisigen Tourismus ala Botswana zu etablieren und dafür weniger Touristen täte Südthailand sehr gut.

    Das scheint der Markt so zu wollen, sonst würde das nicht so verwirklich werden.
     
  12. vabels

    vabels Jungfuchs

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    Sicherlich ist es für die Umwelt etc. besser, wenn nur wenige (zahlungskräftige) Touristen kämen. Wenn dann das Geld auch im Land bleibt und die Menschen etwas davon haben, ist das sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.

    Wenn aber das Geld nur bei den Internationalen Konzernen und bei ein paar korrupten Polikern des Landes hängen bleibt, ist das ganze natürlich auch keine Lösung.

    Natürlich gibt es ein großes Dilemma. Wir alle profitieren von der Freiheit und den Möglichkeiten, mit vergleichsweise bscheiden Mitteln, die Welt zu bereisen. Das ist der Fortschritt der Demokratie und der Entwicklung der, sagen wir mal round about, letzten hundert Jahre.

    Und da kommt das Problem, die Masse der Menschen, die jetzt die Möglichkeiten haben zu verreisen, ein Auto zu kaufen oder zu konsumieren zerstört letztlicht alles.

    Wenn 100 Autos auf der Welt fahren, gibt es keine Probleme -hundert Millionen Autos sind schon ein Problem.

    10 Touristen am Strand sind kein Problem 10000 dann doch.

    Gibt es eine Lösung? Ich bin da eher pessimistisch - der Markt kann und wird es nicht richten.

    Vielleicht würde eine Reduzierung helfen. Beispielsweise 3 Hotels und 5000 Menschen pro Saison an einem Strand - und nicht mehr..

    Tja, waren halt mal so ein paar Gedanken...:scratchchin:


    Gruß
    Volker
     
  13. Tobilein

    Tobilein Reisefuchsforum Legende

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    Das ist ja nicht der Fall. Große Hotelketten wie die Spanischen in der Dom. Rep. haben in Thailand einen völlig irrelevanten Marktanteil. Zudem bezahlen die "Konzerne" ihre Mitarbeiter weit überdurchschnittlich. Du kannst ja mal das Gehalt und die Sozialleistungen eines deutschen Konzerns mit einem deutschen Mittelständler vergleichen. Ein Bandarbeiter bei ZF oder VW verdient mehr als das Doppelte wie bei kleinen Firmen. Ähnlich ist das in Thailand.

    Naja, der gestiegene Reichtum seit dem Zusammenbruch des Sozialismus hat sich im Endeffekt eher positiv auf die Umwelt ausgewirkt. Man kann sich Kläranlagen, Rauchgasentschwefelung,..... nun leisten. Früher war man schon froh wenn es mal nicht die ganze Zeit Kohl gab, heute gibt man pro Jahr 26 Milliarden für 2% Strom aus Photovoltaik aus....

    Und das geht letzendlich nur über den Preis. Ich würde das durchaus ebenfalls begrüßen.
     
  14. vabels

    vabels Jungfuchs

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    3. März 2011
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    Ich meinte das eigentlich generell - etwas übertrieben und zynisch gesagt - gäbe es keine Menschen gäbe es auch kaum Umweltprobleme.

    Oder zu Zeiten in denen nur ein paar Adelige und ein paar Privilegierte reisen konnten, waren die Probleme auch eher gering.

    Was Thailand angeht, ist es doch so, dass die Masse der Besucher die Probleme bringen. Und letztendlich gehören wir alle dazu, der Eine weniger der Andere mehr.

    Wie sagte schon Hans Magnus Enzensberger, den ich gerne mal frei zitieren möchte: "Wir zerstören unser Paradies in dem wir es finden". ...

    In diesem Sinne,
    schöne Grüße

    Volker

    PS: Ich weiß das die Diskussion eher Akademisch ist - wir können sowieso nicht viel ändern.
     

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