Pakistan - Eine Liebeserklärung

Dieses Thema im Forum "Naher Osten - Arabische Welt - Dubai Forum" wurde erstellt von worldtraveller, 15. Februar 2020.

  1. worldtraveller

    worldtraveller Welpe

    Registriert seit:
    14. Februar 2020
    Beiträge:
    3
    Islamische Republik Pakistan, das ist doch dieses Land das sich da irgendwo zwischen Indien, China, Afghanistan und Iran befindet, oder? Also ganz weit weg von Bratwurst und Sauerkraut und jenseits gelegen des Wohlfühlhorizonts eines deutschen Pauschaltouristen. Auch das Auswärtige Amt ermahnt die Bürger mit einer Teilreisewarnung besser nicht dorthin zu reisen.
    https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/pakistan-node/pakistansicherheit/204974
    Dort wo Hindukush, Himalaya und Karakorum zusammentreffen , wo der höchstgelege Geldautomat in 4693m Höhe am Khunjerab Pass auf Kunden wartet, liegt ein Paradies für Bergfreunde, Gilgit - Baltistan. Wenn Bergwandern eine Religion wäre und es einen Gott der Berge geben würde, ich bin mir sicher, wäre er genau hier zu Hause. Vielleicht würde er sich Rakoposhi nennen, vielleicht aber auch Gasherbrum. Wer weiß denn schon wie Götter denken und fühlen, geschweige denn wen oder was sie mögen oder wen oder was auch nicht?
    ;-)


    Angekommen in Islamabad

    Die Maschine der Saudiarabien Airlines schwebt im Morgengrauen langsam in Richtung Landebahn des Flughafens in Islamabad. Ich bin noch ziemlich müde und im Halbdunkel, der sich verabschiedenden Nacht, kann man draußen noch nicht viel erkennen. Ich versuche ein bisschen Leben in meinen Körper zu bekommen mit etwas Bewegung und ein paar Stretchübungen. Anders als ich es erwartet habe, dauern die Einreiseformalitäten nicht sehr lange. Die pakistanischen Beamten arbeiten zügig und alles geht sehr unkompliziert von statten. Zu meiner Überraschung ist sogar mein großer Rucksack mit der Ausrüstung für die Berge hier angekommen. Leider habe ich in meiner "Karriere" als Weltreisender schon des öfteren andere schlechte Erfahrungen machen müssen.
    Eine halbe Stunde nach der Landung verlasse ich das Flughafengebäude.


    Wo ist Saleem?

    Die Tür öffnet sich und ein roter Teppich weist mir den Weg durch ein etwa Tennisplatz großes Feld, hinter dessen Absperrung eine riesige Menschenmenge ruft, gestikuliert, jubelt, schreit, die Ankommenden begutachtet, bestaunt, versucht Freunde, Verwandte oder auch Kunden auszumachen. Irgendwie fühlt man sich wie ein VIP bei der Oskarverleihung in Hollywood. Die letzten beiden Sicherheitsposten passierend, wird man dann aber sogleich "aufgesogen" von einem fremden Kulturkreis, der sich doch ganz anders präsentiert als es das Bild meiner Klischeevorstellungen vorher gezeichnet hatte. Taxifahrer sind die ersten Einheimischen die mich freundlich "begrüßen". Dankend muss ich immer wieder ablehnen: "Nein, ich benötige kein Taxi, ich werde gleich abgeholt." "Aber wo bleibt denn Saleem nur?", ich versuche über das lokale Wifi des Flughafens Kontakt aufzunehmen, leider ist es nicht offen und ich habe keine Lust mich durch eine Urdu Anmeldeprozedur zu quälen. Die pakistanische Gastfreundlichkeit oder auch Neugier sind Helfer in der "Not". Über ein Smartphone eines Taxifahrers erreiche ich ihn endlich: "Mensch, Saleem, ich warte seit fast einer halben Stunde. Das ist aber nicht im Sinne des Propheten..... , wo bleibst du?"
    Stau, Sperrung durch Sicherheitskräfte , was auch immer, es bleibt ja alles noch in der "orientalischen Toleranz", die sowieso flexibel ist, denn darüber steht noch: "Inshallah" So jetzt erst mal ab ins Hotel ins Zentrum von Islamabad, ein bisschen Schlaf braucht mein Körper doch.

    Leben oder Sterben am Nanga Parbat - Die Taliban greifen an.

    Wird fortgesetzt....
     

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