Japan mit der Bahn 2016

Dieses Thema im Forum "Asien Reiseforum" wurde erstellt von Bruderjonas, 28. November 2023.

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  1. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Dann will ich mal mit Japan 2016 anfangen. Meine erste Überseereise überhaupt, von Anfang Oktober 2016 bis Mitte November 2016

    Einleitung

    Etwa ein Jahr vorher hatte es das berühmte „klick“ gemacht, zwischen mir und jemandem den ich fünf Jahre vorher kennengelernt hatte. Mein Freund, der er inzwischen war, hatte bereits den Flug nach Tokyo und zurück für sich alleine gebucht, die komplette Reiseplanung stand auch bereits, die ersten Hotels waren (stornierbar) gebucht.

    Mein treuer Hund machte sich auf über die Regenbogenbrücke, und nach angemessener Trauerzeit entwickelte sich der Wunsch, doch diese eine Japan-Reise auch mit zu machen. Da rannte ich offene Türen ein.

    Ursprünglich wollte er über Wien nach Tokyo. Bei meiner eigenen Recherche stellte sich heraus, den Direktflug gibt’s gar nicht mehr. Die deutsche Lufthansa hielt es aber auch nicht für nötig, ihm Bescheid zu sagen dass der Flug umgebucht wurde auf Wien > Zürich > Tokyo. Er stornierte, und buchte für uns beide neu.

    München > Zürich > Tokyo war deutlich billiger, als ein Direktflug ab München, oder Frankfurt.

    Inclusive an- und Rückreise sollten wir 30 Tage unterwegs sein.

    Für den Railpass mußten wir vorab in München einen Gutschein kaufen, und natürlich auch gleich bezahlen. Der Japan Railpass für 3 Wochen kostete 2016 noch 59.360 Yen, ca 380 Euro. Inzwischen schlägt er mit 645 Euro für 21 Tage zu Buche, lohnt also nur wenn man wirklich viel Strecke macht.


    Bitte habt Verständnis, wenn ich nicht unbedingt jeden Tag eine neue Folge einstelle, die Fotos sind immer noch nicht alle gesichtet.
     
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  2. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Tag 1

    Los ging es zu einer absolut unchristlichen Zeit, mit der ersten S-Bahn überhaupt, die von Holzkirchen zum Flughafen fuhr. Unsere Streifenkarte stempelten wir um 4:30. Man kann ja nie wissen, auch wenn der Abflug erst um 9:35 war.

    Alles lief reibungslos. Die Sicherheitskontrolle vor der ich ein bisschen Bammel hatte, war trotz „Ersatzteilen“ im Körper kein Problem. Wir waren sehr schnell durch, jetzt hieß es warten.

    Hier unserer Flieger, der uns bis Zürich bringen sollte

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    Einmal kurz über den Wolken, und übern Bodensee – schon waren wir da


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    Mit der Skymetro ging es dann zum Dock E des Züricher Flughafens, von dort sollte unsere Reise nach Tokyo starten.

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    Der Flieger hob auch pünktlich ab, und wir machten es uns erst mal gemütlich, soweit man das bei einem Budget-Flug kann. Erst mal die Speisekarte inspizieren

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  3. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Tag 2

    Nach einer gefühlten Ewigkeit, Mittag und Abendessen und einigen Stunden wo das Flugzeug abgedunkelt war, konnten wir auf die japanische Hauptinsel Honshū runter schauen. Hier irgendwo sollten wir landen.

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    Nett gemacht, diese Uhr. Der Flughafen Narita war zum Greifen nah.

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    Nachdem wir die Einreisekontrolle durch hatten, mussten wir erst mal unseren Railpass abholen.

    Damit konnten wir 3 Wochen mit fast allen Zügen der Japan Railway Group fahren, auch die meisten Shinkansen waren inbegriffen.

    Mit dem Narita Express fuhren wir zunächst bis Tokyo Central Station, vorbei an riesigen Wohnhäusern

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    Im Vergleich zu den mir bisher bekannten deutschen Bahnhöfen ist die Tokyo Central Station ein riesiger Gebäudekomplex, in dem man sich verlaufen kann. Wir marschierten einmal um den ganzen Häuserblock.

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    Ich war beeindruckt von dem extremen Kontrast in der Architektur.

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  4. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Nach dieser ersten Orientierungsrunde zu Fuß studierte mein Freund die Fahrpläne. Wir hatten an diesem Tag noch eine weite Strecke vor uns. Kein Problem mit dem Shinkansen. Erste kleine Unstimmigkeiten gab es bei der Platzreservierung. Der freundliche Mitarbeiter am Schalter meinte, es sei kein Platz frei zwischen Tokyo und Shin-Hakodate-Hokuto, auf der Insel Hokkaidō. Im nicht reservierungspflichtigen Waggon könne er keinen Sitzplatz garantieren.

    Da mein Freund sich vorher schlau gemacht hatte, wusste er dass der Zug aus zwei Teilen bestand. Dem Komachi 21 bis Morioka, und dem Hayabusa 21. Also reservierte er im Komachi, und für die Strecke ab Morioka im Hayabusa. Zum Glück, denn viereinhalb Stunden in einem vollen Zug stehen, das hätte ich nicht geschafft.

    Mir lag die Nacht noch in den Knochen, ich hatte (auch vor Aufregung) fast nicht geschlafen und war deshalb hundemüde. Wie im Traum huschte deshalb auch die Landschaft an mir vorbei.

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    ein paar Fotos machte ich dennoch.

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    Zum Zeitpunkt unserer Reise war der Seikan-Tunnel der längste im Regelbetrieb genutzte Eisenbahntunnel weltweit. Der Gotthard-Basis-Tunnel war zwar schon fertig, aber noch nicht in Betrieb.

    Gegen 18:00 Ortszeit, es war schon zappenduster, stiegen wir nochmals um. Unser endgültiges Ziel war Hakodate. Dorthin ging es mit dem Regionalzug, auf der in Japan üblichen Schmalspur.

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    Vom Bahnhof aus waren es etwa 5 Minuten zu Fuß zum Hotel. Nach dem Einchecken gingen wir nur kurz in einen 7-eleven, um uns dort Verpflegung für den Abend zu holen.
     
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  5. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Tag 3 > Hakodate > Sapporo > Abashiri

    Nach einem ausgiebigen Frühstück sah der neue Tag doch gleich viel besser aus. Zugegeben, diese Form vom Spiegelei sah ich bisher noch nie. Der Geschmack von Algen ist auch sehr gewöhnungsbedürftig.

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    Wir nahmen uns Zeit für das Frühstück, denn der Tag sollte lang werden. Vom Südwesten der Insel, bis in den Nordosten - von Hakodate bis Abashiri.

    In Hakodate fuhren wir kurz vor 9:00 mit dem Super-Hokuto Richtung Sapporo. Die Sitzplätze hatte mein Freund am Vorabend reserviert. Wir waren in Wagen 2, Sitz 13 A und 13 B

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    Zeit, ein wenig über Allgemeines zu Reisen mit der Bahn in Japan zu plaudern. Reservierungen sind mit dem JRail-Pass grundsätzlich kostenlos, es empfiehlt sich tatsächlich für fast jedem Zug, wenn man nicht riskieren will zu stehen. Es gibt sehr viele reservierungspflichtige Wägen, und meist nur ein oder bestenfalls zwei für spontan Reisende, die nicht reserviert haben. Egal wie leer der reservierungspflichtige Wagen ist, ohne Platzkarte darf man nicht rein.

    Reservierungen können bis kurz vor Abfahrt des Zuges am Schalter gebucht werden, es gehört zum guten Ton dass man eine nicht benötigte Reservierung wieder storniert.

    Alle Züge haben irgendwelche Namen, und dazu oft eine lfd. Nummer.

    Kurzfristige Bahnsteigänderungen gibt es nicht, wenn auf dem Plan steht „Platform 8“ dann fährt er auch auf 8.

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    Jetzt aber mal ein bisschen Landschaft, auf dem Weg nach Sapporo.

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    Zwischen Hakodate und Mori

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    Küstenabschnitt zwischen Mori und Muroran



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    weiter Richtung Sapporo
     
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  6. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Die Zeichen stehen schon auf olympische Wintersspiele, überall wird Werbung gemacht.

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    In Sapporo hatten wir etwas mehr als zwei Stunden. Zeit genug, um zu Fuß die Innenstadt zu erkunden. Natürlich gibt es viel mehr Fotos, als ich hier präsentiere – doch anhand der Auswahl könnt ihr euch vielleicht ein Bild von der Vielfalt machen.

    Die Japaner erklären viel mit Bildern, am besten Comics.

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    Bitte schieben – nehmt Rücksicht aufeinander

    Überhaupt ist – trotz Großstadt – alles ziemlich bunt. Es sind viele Parks angelegt,

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    nicht nur zum Flanieren, und um dort Kunstwerke aufzustellen. Wir konnten auch einer Gruppe Menschen allen Alters bei ihrer Joga-Übung zusehen.

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    Eine Kippe wegwerfen kostet.

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    links hinten im Bild der Fernsehtum
     
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  7. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Könnt Ihr das lesen, oder interpretierst Du nur das Bildchen?

    Interessant finde ich übrigens die abgebildeten kleinen (Falt-?) Räder. Nehmen Japaner die mit in die Bahn? An meinen 2 Tagen in Tokio habe ich keine Falträder in den S-Bahnen gesehen, die hätten aber auch im Traum nicht reingepasst. U-Bahn bin icht nicht gefahren.


    Gruß, Matthias
     
  8. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Selber kann ich nur die Bildchen interpretieren. Das Schild war irgendwo auf einem der Gehwege zu sehen, ebenso das Schild mit den Kippen.

    Mein Freund lernt seit ca 10 Jahren die japanische Sprache, kann also eventuell auch von den Hiragana oder Katakana ableiten was das bedeuten könnte.

    Fahrräder im Zug? Hab ich kein einziges gesehen, weder in den 21 Tagen mit dem Japan-Rail-Pass, noch in der einen Woche wo wir 2 x je 3-Tagespässe hatten.
     
  9. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Bitte habt ein wenig Nachsicht mit mir, hab mir grad irgendwas eingefangen. Mit Schnupfen, und so weiter - den Schnee draussen vor der Tür schippt mir trotzdem keiner weg.

    weiter gehts, wir sind immer noch am 3. Reisetag.


    Es wurde Zeit, zum Bahnhof zurückzugehen, spätestens um drei mussten wir weiter fahren um überhaupt noch in Abashiri anzukommen.

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    Das hier könnte Asahikawa sein, aber bitte nicht festnageln.

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    Die Landschaft ist nur noch schemenhaft zu erkennen.

    Als wir in Abashiri ankamen, war es bereits zappenduster. Wen wundert’s, es war inzwischen schon nach halb neun Uhr abends.

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    Glücklicherweise war unser Hotel fast gegenüber dem Bahnhof. Abgesehen davon dass wir uns nochmal die Füsse vertreten mussten, zum Essen und vor allem Trinken hatten wir auch nichts.

    Grundsätzlich hatten wir immer ÜN mit Frühstück gebucht, und ansonsten wurde die Verpflegung irgendwo gekauft, und entweder unterwegs verzehrt, oder abends auf dem Zimmer.

    Das hier jetzt war wohl nicht so unsere Geschmacksrichtung, besonders nicht die meines Freundes.


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  10. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Tag 4 – Abashiri > Kushiro > Abashiri


    Unser ursprünglicher Plan war, von Abashiri aus nach Kushiro zu reisen, dort zu übernachten und am nächsten Tag auf der Nemuro Hauptlinie bis zur Hafenstadt zu fahren, die der Linie ihren Namen gab. Durch einen Taifun wurde die Strecke im Frühjahr 2016 stark beschädigt, und war zum Zeitpunkt unserer Reise außer Betrieb. Inzwischen gibt es Überlegungen, die Strecke komplett einzustellen.

    Nach Kushiro fuhren wir dann trotzdem, für eine Tagesroute war es zwar etwas lang, doch besser als jeden Tag das Hotel zu wechseln.

    Vor der Abfahrt machten wir ein bisschen Blödsinn. In Abashiri war früher ein berüchtigter Knast, für politisch Gefangene. Übrig geblieben aus dieser Zeit ist noch ein Museum, und ein paar Gitterstäbe, hinter denen man sich fotografieren lassen kann.

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    Natürlich kann man auch aus der vorgetäuschten Gefängniszelle nach draußen, in die Freiheit, ein Foto aufnehmen.

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    Bevor wir zum Bahnsteig gehen, muss noch schnell ein Stempel her. Diese Stempel gibt es in Japan praktisch an jedem Bahnhof, und wahrscheinlich auch überall sonst von wo man ein Souvenir haben will. Der erste ist noch ein bisschen schräg, später besorgte ich mir größeres Papier wo der ganze Stempel drauf passte.

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    Der Weg ist das Ziel, das gilt besonders wenn man mit der Bahn unterwegs ist. Die erste Zeit fuhren wir an der Küste entlang,

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    später bogen wir in Richtung Süden, ins Landesinnere ab.

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  11. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Die weitere Strecke führt im Wesentlichen durch zwei Nationalparks.

    aus Richtung Norden kommt zuerst der Akan-Mashū-Nationalpark

    Vom Zug aus konnten wir uns vor allem an der Landschaft erfreuen,

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    die zum Teil sehr von Wasser geprägt ist

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    Hier nähern wir uns bereits Kushiro

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    In Kushiro selbst hatten wir nicht viel mehr als eine Stunde, gerade Zeit genug um sich in unmittelbarer Umgebung des Bahnhofes herumzutreiben.

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    Die Stadt hätte bestimmt einige sehenswerte Eckchen, um dort einen ganzen Nachmittag und Abend zu verbringen, nun doch nicht.



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    Auf dem Rückweg, gen Norden, fahren wir (wie schon auf dem Hinweg) durch den

    Kushiro-Shitsugen-Nationalpark


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    Am späten Nachmittag wieder die Küstenstrecke

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    Nach Einbruch der Dunkelheit konnten wir dann unser Feierabendbier geniessen.
     
  12. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Tag 5 > Abashiri – Asahikawa


    Au, mir brummte der Kopf als hätte sich ein Hornissenschwarm eingenistet. Das zweite Bier war wohl schlecht. Bier... na ja das hat geschmeckt wie Limonade, süss und pappig – die Prozente hatten sich wohl irgendwo versteckt.

    Es stand doch klar drauf auf der Dose. Zero. Null.

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    Vielleicht hätte ich mal das Kleingedruckte lesen sollen. Zero Hopfen – aber kräftig Umdrehungen. Wir hatten noch das leichte, mit bescheidenen 9% Alkohol.

    Hilft ja nichts, also kein jammern sondern ein ordentliches Frühstück.

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    Wir packten unsere sieben Sachen, Hotelwechsel war angesagt. Unsere Fahrt sollte ab ca halb zehn bis Asahikawa führen, wie ich später merkte aber nicht auf unmittelbar direktem Weg.

    Mit dem Okhotsk 4 wollten wir erst mal nach Takikawa fahren. Hier mal die einzelnen Zwischenhalte:

    Abashiri – Memanbetsu – Bihoro – Kitami – Rubeshibe – Ikutahara – Engaru – Maruseppu – Shirataki – Kamikawa – Asahikawa – Fukagawa – Takikawa , Endhalt des Zuges ist Sapporo.

    Bei bestem Wetter sieht die Landschaft auch aus dem Zugfenster gut aus.

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    Mich juckt‘s in den Füssen, ich würde da gerne mal ein bisschen herumwandern. Doch leider.... „ma ko net ois hobn im Lebn“ . Für die ganze Reise hatten wir einen Monat, und wir wollten komplett von Nord nach Süd, also mussten wir Strecke machen.

    Außerdem interessierten uns nicht „nur“ die Landschaften, auch alles andere wie die regionale Landwirtschaft

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    hier war gerade geerntet worden

    Beide sind wir leidenschaftliche Eisenbahnfans. Rollmaterial, die Technik im Allgemeinen und regionale Besonderheiten ziehen uns in ihren Bann. In Japan fielen mir schon gleich am Anfang die bunten Bahnhofsschilder auf.

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    Das hier müsste zu Rubeshibe gehören. (ich weiss es auch nur weil es irgendwo in Rōmaji stand)


    Noch ein paar Hügel

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    bevor wir unsere Etappe Takikawa erreichen.

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    Hier steppt zwar nicht unbedingt der Bär, doch das ist mir gerade recht. Rummel mag ich überhaupt nicht.
     
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  13. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

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    Ich muss gestehen, ich bin von diesem Japan-Reiseberichtes bisher einigermaßen irritiert :scratchchin:
    Nicht, weil Ihr off the beaten tracks unterwegs seid, sondern weil man, meiner Meinung nach, ein Land nicht unbedingt kennenlernt, wenn man das Zugfahren nur zum schlafen in irgendwelchen Orten mal kurz unterbricht.
    Gut - kennenlernen ist vielleicht der falsche Ausdruck, dazu braucht's natürlich eine lange Zeit, aber so gar nix von all der fantastischen japanischen Kunst, Kultur und Geschichte mitzunehmen??


    Ah, ok.
    Das erklärt zumindest ein bisschen, weshalb Du bzw. ihr in so einem speed-tempo durch's Land hetzt von Zug zu Zug, ohne anscheinend auch
    mal irgendwo anzukommen - Euer Ziel war offenbar, einmal durch's ganze Land zu kommen.... ist natürlich auch ein Ansatz :wink5:

    Dann gute Weiterfahrt
    VG
    Gusti
     
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  14. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Ich glaub ja, dass du es warst der wissen wollte wie es sich mit dem Zug ausgeht.

    Mag sein, dass es so rüberkommt, als wären wir nur im Zug gesessen. Das stimmt so nicht. An den meisten Reisetagen hatten wir uns mindestens einen Ort genauer angesehen, manchmal auch zwei Orte.

    Warum wir keine drei Tage in Sapporo rumgelaufen sind, liegt auch daran dass wir beide schlecht zu Fuß sind.

    Der 5. Tag war ja noch nicht fertig – in Takikawa hatten wir zwei Stunden für die Stadt, mehr gab diese auch gar nicht her. Den Teil – weil schon geschrieben, stell ich hier noch rein.

    Doch wenn es euren Geschmack nicht trifft, warum soll ich mir dann die Arbeit machen, und über die restlichen 25 Tage noch den Bildbericht fortsetzen?
     
  15. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    wie oben versprochen, gibt's noch was von Takikawa zu sehen.

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    Momentan ist es hier tatsächlich sehr ruhig, fast keine Menschen auf der Straße. Es ist außerhalb der Saison, die Sommerreisenden sind schon weg, und die Wintertouristen noch nicht im Anmarsch.

    So haben wir die Stadt fast für uns allein.

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    Was das wohl sein mag?

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    Neugierig bin ich überhaupt nicht, war aber dann doch etwas enttäuscht über den Inhalt. Streusand, jemand hatte darin seine Kippe ausgedrückt.

    Wir gingen noch ein Weilchen, dann mussten wir zurück zum Bahnhof. Es war fast drei Uhr am Nachmittag, wir wollten noch nach Furano.

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    So richtig überzeugt hat mich die Ginza Flower Town eh nicht, das lag wohl auch daran dass es unangenehm nasskalt war, und ein frischer Wind wehte. Den können Leute die sich mit Rheuma plagen überhaupt nicht ab.
     
  16. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Baustelle vor dem Bahnhof – sind die nicht nett, diese kleinen Figuren?

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    Baustelle war leider auch überraschend auf der Strecke, weshalb wir erst nach Einbruch der Dämmerung in Furano ankamen. Mit gut zwei Stunden Verspätung. Vom Ort konnten wir daher leider nicht mehr viel sehen.

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    Stattdessen gönnten wir uns einen Kaffee – bevor wir uns zur letzten Etappe nach Asahikawa aufmachten.

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    In Asahikawa angekommen, brachten wir schnell unsere Rucksäcke ins Hotel, bevor wir uns zu einem ausgedehnten Stadtbummel aufmachten.


    Der Abend war noch jung, es gab auch in der vermeintlichen Dunkelheit sehr viel zu sehen. Vielleicht... wenn es mir grad mal wieder fad ist... gibt es von Asahikawa noch ein paar schöne Fotos – sowohl vom Abend des 10. Oktober, als auch den folgenden Tagen und Abenden.
     
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  17. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

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    Alles gut, entschuldige - es sollte jetzt nicht so rüberkommen, daß Du nicht mehr weiter schreibst.

    Ich hatte mir nur eben etwas anderes vorgestellt - halt auch mal ein paar Impressionen von Tempeln, Gärten oder Innenstädten.
    Mit "...was sich so ausgeht...mit dem Zug..." (sinngemäß) meinte ich eher, ob auch abgelegenere Ziele wie zB. in den japan. Alpen
    oder Nationalparks gut an die Bahn angebunden wären.
    Das hatte ich natürlich nicht präzise ausgedrückt, es erschien mir einfach naheliegend.

    Ich hoffe, ich hab Dich nicht verärgert, ich weiß durchaus, wieviel Mühe in einem
    bebilderten Bericht steckt und weiß das zu würdigen.

    VG
     
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  18. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    die kommen schon noch, reichlich – nur nicht auf Hokkaidō. Da war auch das Wetter usselig, mehr als ein, zwei Stunden am Stück an der frischen Luft habe ich nicht gepackt.



    Keine Sorge, es geht auch weiter. Momentan zwar schleppend, weil ich Probleme habe lange an einem Stück am PC zu sitzen. Irgendein kleines Virus versucht gerade die Oberhand zu gewinnen.

    Und – leider – hab ich nur von Hokkaidō die best-of-Fotos bereits im Netz.

    Parallel zur Nachlese Japan 2016 sind wir in der Planung für die kommende Tour. Das Grobgerüst steht, also die Orte wo wie vermutlich übernachten. Einiges davon kenne ich vom kurz mal durchschlendern, in einigen Orten waren wir auch 2016 länger (z.B. Tōkyō, Kyōto) und manches auf der Strecke kenne ich zumindest als Umsteigebahnhof.

    Meine Arbeit besteht jetzt darin, meinem Partner zu sagen was genau ich denn gerne ansehen würde. Und das geht natürlich am besten, wenn ich mich mit der alten Reise beschäftige.
     
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  19. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Kleiner Trostpreis für das Warten:

    hier noch ein „etwas“ aus Takikawa. Zuerst dachten wir, es sei ein Tempel. Wahrscheinlich ist es ein Schulgebäude.

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  20. Bruderjonas

    Bruderjonas Forenfuchs

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    Wie versprochen, nun erst mal noch ein paar Fotos von Asahikawa. wir sind immer noch am 5. Tag, bedingt durch die Verspätungen war es natürlich zappenduster. Kein optimales Licht zum Fotografieren.

    Im Wesentlichen bewegten wir uns durch eine Einkaufsstrasse, in der einige nette Figuren standen.

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    Um so richtig schöne Bilder zu machen, dafür waren einfach zu viele Leute auf der Straße. Und wenn ich was nicht mag, dann sind es fremde Menschen auf meinen Fotos. Besonders dann nicht, wenn ich sie veröffentlichen will.
     
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