Griechenland und Kreta Rundreise mit dem Motorroller

Dieses Thema im Forum "Autoreisen und Motorradreisen Forum" wurde erstellt von 250er Sepp, 2. Januar 2014.

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  1. 250er Sepp

    250er Sepp Jungfuchs

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    Reisebericht Griechenland u Kreta
    Von Jogi u Sepp 1.5.2011 --- 18.5.2011


    Im Januar 2011 dachte ich mir es wird mal wieder Zeit eine größere Reise zu planen , also telefonierte ich mit Jogi aus der Nähe von Kaiserslautern mit dem ich die Spanien u Portugal Reise im Mai 2010 gemacht habe . Als wir uns damals nach unserer Tour getrennt hatten kamen wir zu der Schlussfolgerung dass wir 2011 wieder eine gemeinsame Reise starten und zwar nach Griechenland. So, jetzt musste geplant werden, wir einigten uns auf den Sonntag 1.5.2011 abzufahren. Wir wollten Griechenland, die Halbinsel Peloponnes und Kreta erforschen und erfahren.

    Das Video zu der Reise : [video]http://youtu.be/VZUdyERG37U[/video]

    Die Reiseerzählung in Wort u Bild : [video]http://youtu.be/wldXbbfI6SU[/video]

    Die Homepage vom Sepp : [video]http://seppdaffner.jimdo.com/[/video]
    Samstag 30.4.2011
    Jetzt war es endlich soweit, die Tour konnte losgehen. Ich packte am Vormittag meine Reisetasche und das Topcase, der Roller wurde auch noch gestreichelt und reisefertig gemacht. Dann wartete ich auf Jogi der um 16 Uhr bei mir aufschlug. Wir studierten am Abend noch Karten und planten. Jogi übernachtete bei mir und wir gingen um 22 Uhr schlafen wir hatten ja einiges vor und mussten am nächsten Tag frisch sein.

    Sonntag 1.5.2011
    Wir sind um 6Uhr30 aufgestanden und machten uns um 8 Uhr auf den Weg. Das Wetter war schön aber frisch (11- 13 Grad). Wir fuhren von Hallbergmoos über die Autobahn nach Kiefersfelden und weiter auf der Landstraße über Kufstein, Kitzbühel zum Pass Thurn (1274 m ü M). Auf der Abfahrt vom Pass Thurn nach Mittersill genossen wir die Aussicht auf das Prinzgau und die Hohen Tauern. Von Mittersill aus nahmen wir die Felbertauernstraße und fuhren durch den Felbertauerntunnel (1650m ü M u 10 € Maut) nach Lienz. In Lienz stärkten wir uns erst einmal mit einer guten Brotzeit und anschließend machten wir uns auf den Weg über Kötschach-Mauthern und dem Plöckenpass (1357m ü M) ins italienische Friaul nach Tolmezzo. Hier gaben wir den kürzesten Weg nach Conegliano ins Navi ein und wir fuhren tolle schmale und kurvige Straßen abseits der Hauptwege, einfach super so durch die Alpenausläufer Richtung Süden zu kurven. Ich fahre gerne mit GPS weil man oft auf Straßen, Wege u in Gegenden fährt an den Hauptrouten vorbei. In Italien hatte es mittlerweile 24 Grad und wir kamen um ca. 18 Uhr nach 460 km Fahrt in Conegliano an. Hier suchten wir uns ein gemütliches Hotel (30€ p P) und gingen noch Pizzaessen, wir waren jetzt ca. 50 km vor Venedig.

    Montag 2.5.2011
    Um ca. 9 Uhr verließen wir unser Hotel in Richtung Venedig, es war sehr viel Verkehr und wir kamen langsam voran. Dann endlich kamen wir über Treviso um ca. 12Uhr in Venedig an. Den Fährhafen fanden wir sofort und kauften uns ein Ticket nach Igoumenitsa im Norden von Griechenland. Die Fährzeit sollte 26 Std. in Anspruch nehmen und der Ticketpreis war 42 € (Deckpassage), sehr günstig fanden wir. Das Wetter war sehr gut (25 Grad trocken), und wir vertrieben uns die Zeit bis zur Abfahrt um 17 Uhr in und um Venedig. Pünktlich legte das Schiff ab, wir richteten uns gemütlich in den Pullmannsitzen ein. Am Abend lernte ich noch zwei Österreicher kennen die auch mit Motorrädern unterwegs waren. Auch eine Gruppe Niederbayern (7 Mann) mit Enduros war hier auf der Fähre, sie wollten über Albanien u Ex Jugoslawien querbeet zurück nach Deutschland.

    Dienstag 3.5.2011
    Heute Morgen war es sehr windig (20 Grad) und wir verbrachten den Seetag mit ratschen essen und planen. Am Abend gegen 19Uhr30 lief das Schiff in Igoumenitsa ein und wir checkten aus und fuhren zum Hafenausgang. Jetzt hatte ich wieder ein Erlebnis der Besonderen Art. Der Hafen war von der Polizei und dem Militär abgeriegelt und wir konnten nicht raus. Wir sahen dass Griechen und Albaner vor dem Hafen eine Steineschlacht veranstalteten und im weiteren Verlauf auch Rauchbomben und Molotow-Cocktails zum Einsatz kamen. Wie ich erfuhr kam es zu der Eskalation weil die Albaner den Griechen die Arbeit wegnehmen und die Griechen selbst viele Probleme haben. Die Polizei sagte uns wir sollten die Städte meiden, da im ganzen Land Unruhen herrschen, ich dachte mir Prost u Mahlzeit das kann ja was werden. Um ca. 20uhr30 trieb die Polizei die Meute mit Tränengasgranaten auseinander und wir zogen uns auch mit tränenden Augen weiter in den Hafen zurück. Dann schickte uns das Schicksal den Günter, er war alleine mit einem Wohnmobil unterwegs und sagte: „Da kommen wir heute nicht mehr raus ihr könnt bei mir im Wohnmobil schlafen“. Das nahmen wir dankend an und erfuhren dass der Hafen erst um 2uhr früh geöffnet wurde. Der Günter bekochte und verwöhnte uns, er war eine Seele von Mensch. Günter war ein echter Kölner und seine Sprüche dementsprechend. Ich kann es mir nicht verkneifen ein paar Sprüche zu zitieren. Er sagte: „Wenn ihr Angst habt das ich schwul bin könnt ihr euch ja einen Stopfen in Hintern kleben“. Und er fragte mich ernsthaft ob denn Bayern zu Europa gehört. Irgendwann legten wir uns dann schlafen.

    Mittwoch 4.5.2011
    Heute Morgen wachte ich um ca. 7Uhr30 auf, der Günter wuselte und turnte schon im Wohnmobil umher. Er machte uns noch ein gutes Frühstück und sagte:“ Ich hab schon geschaut, da hinten könnt ihr euer Kilo abgeben“. (Er meinte das WC). Um ca. 10Uhr bedankten und verabschiedeten wir uns vom Günter, ich dachte mir was man doch für Menschen auf Reisen kennen lernt. Wir fuhren aus dem Hafen und an der Westküste entlang Richtung Patra. Bei Preveza befuhren wir den Tunnel der unter dem Meer durchläuft, dann hatten wir noch ein kurzes Gewitter (es sollte das einzige sein) und kamen Nachmittag in Patra an. Von weitem sahen wir dann die Hängebrücke von Patra und überquerten sie, ein toller Anblick dieses Bauwerk. Jetzt waren wir auf der Halbinsel Peloponnes, und umrundeten Patra von linker Seite. Wir wollten noch ein Stück weiterfahren und übernachteten später in Kastro-Kyllini, das ist der Westlichste Punkt von Peloponnes. An diesem Tag hatten wir gutes Wetter (20-22 Grad) und sind 350km gefahren. Das Zimmer kostete 25 € p.P.
     
  2. 250er Sepp

    250er Sepp Jungfuchs

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    Donnerstag 5.5.2011
    Abfahrt von Kastro-Kyllini war um 8uhr 30. Jetzt fuhren wir nach Olympia und schauten uns das Stadion an, in dem die ersten Olympischen Spiele der Antike ausgetragen wurden. Es war ein Erlebnis auf dem Boden zu stehen an dem schon in der Mitte des 11.Jahrhunderts vor Chr. Menschen eine Kulturstätte gebaut hatten. Leider ist das meiste zerstört worden und es liegen nur viele Steine umher. Na ja der Mensch baut und zerstört es wieder, so war es immer schon eigentlich sehr schade. Dann führte unsere Reise entlang der Westküste über Pylos nach Methoni. Hier besichtigten wir die Festung von Methoni, eine der letzten vollständig erhaltenen venezianischen Burgen Griechenlands. Methoni liegt am westlichen „Finger“ der Peloponnes. Von Methoni aus ging es über einsame und faszinierende Wege nach Koroni. Es war ein Erlebnis durch diese einsame Bergwelt zu cruisen. Von Koroni aus führte der Weg weiter immer an der Küste entlang über Petalidi nach Kalamata. Von Kalamata aus wollten wir eigentlich nach Kreta übersetzen, aber man sagte uns das um diese Jahreszeit noch keine Fährverbindung nach Kreta besteht und wir sollten nach Monemvasia fahren ,dort fährt ein Schiff nach Kreta. Also beschlossen wir in der Gegend zu übernachten und zwar in Lefktro. Hier in Lefktro hatten wir eine der schönsten Stationen unserer Reise, es war ein Bergdorf wie aus dem Bilderbuch. Heute sind wir ca. 300km gefahren und das Wetter war super (20-22 Grad) das Zimmer kostete 15€ p.P

    Freitag 6.5.2011
    Heute Morgen starteten wir um 9uhr und befuhren das Cap vom „mittlerem Finger“ der Peloponnes, und hatten wieder gigantische Ausblicke auf das Mittelmeer. Unser Weg führte über Gythio durch einsame Berglandschaften nach Monemvasia. Hier angekommen besichtigten wir den berühmten Felsen und die Festung von Monemvasia, anschließend kauften wir noch das Ticket (42€) nach Kissamos (Kreta) und relaxten bis abends um 23 Uhr die Fähre kam. Jetzt kam wieder mal ein Erlebnis der Besonderen Art. Es war schon Dunkel und es blies ein heftiger Sturm, die Passagiere standen am Kai und warteten auf das Schiff. Auf einmal sah ich ein Licht mitten auf dem Meer und die Leute riefen „das Schiff, es kommt es kommt“ das war eine gespenstische Szene, ich dachte ich bin im Film Casablanca und Humphrey Bogart fährt mit Ingrid Bergmann auch mit. Das Schiff kam näher und legte am Kai an und lies die Laderampe runter. Durch den Wellengang schwankte das Schiff ca. 1 Meter auf und ab und über die eiserne Laderampe spritzte das Meerwasser. Ich dachte jetzt müssen wir die Backen zusammen kneifen und da drauf fahren. Ich nahm Anlauf und fuhr rutschend und schleudernd mit durchdrehendem Hinterrad in den Bauch der Fähre und hatte Puls 180 (grins). Dem Jogi erging es nicht so gut, er schleuderte mit vollem Gepäck auf der Rampe und konnte gerade noch den Roller abfangen. 3 Mann Schiffsbesatzung halfen ihm das Fahrzeug auf das Schiff zu bringen. Anschließend sanken wir auf die Bänke im Aufenthaltsraum und sahen uns fix und fertig an. Die Nacht verbrachten wir auf der Fähre. Das Wetter war an diesem Tag gut (22-24 Grad) außer dem Sturm und wir sind 230km gefahren.

    Samstag 7.5.2011

    Wir kamen um ca. 6uhr30 in Kreta an. Anschließend fuhren wir aus dem Hafen von Kissamos in Richtung Chania dort buchten wir die Rückfahrt erstmal und schauten uns die Stadt an. Gegen Mittag führte unser Weg quer durch Kreta nach Süden in das Dorf Matala wo schon 1968 die Hippies hausten. In Matala angekommen bezogen wir ein schönes Hotel und beschlossen 2 Nächte hier zubleiben. Nachmittags genossen wir die Bucht von Matala und relaxten in der Strandbar. Heute sind wir 195km gefahren das Wetter war sehr gut (24 Grad) und das Zimmer kostete 35€ p.P inc Frühstück.

    Sonntag 8.5.2011
    Erstmal ist heute Ruhetag angesagt und wir schlafen mal richtig aus nach der harten Nacht auf der Fähre. Nach dem Frühstück haben wir die warme Sonne im Süden Kretas genossen. Ich bin noch in den berühmten Höhlen von Matala umhergeklettert und habe Fotos gemacht. Am Nachmittag haben wir noch eine kleine Runde in der Umgebung gedreht (ca. 95km) und besichtigten die Ausgrabungen von der antiken Stadt Festos. Die Ausgrabungsstätte hat eine traumhafte Lage auf einem Hügel, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf die Messara-Ebene, das Ida-Gebirge und das lybische Meer hat. Das Wetter war wieder mal super (25 Grad) und wir übernachteten noch mal in Matala.

    Montag 9.5.2011
    Nach einem guten Frühstück bepackten wir unsere Roller und machten uns gegen 9 Uhr bereit für die Abfahrt. Was ich noch erwähnen möchte ist das ganz Griechenland aber speziell Kreta mit dem Motorrad sehr schwierig zu befahren ist. Die Straßen dort sind sehr alt und der Asphalt ausgefahren und rutschig, man sollte eine Fahrweise wählen wie wenn es bei uns Regen hat. Wir hatten ein paar mal Rutscher und wurden immer vorsichtiger. Heute führte unser Weg von Matala über die Berge im Süden Kretas nach Ierapetra, hier schauten wir die Stadt an und machten erst mal eine Pause. Von Ierapetra aus fuhren wir ganz in den Osten Kretas zum Palmenstrand von Vai. Man glaubt in der Karibik zu sein, denn der Palmenstrand von Vai ist wie gemacht für eine Fernsehwerbung, es wurde auch schon gedreht hier (Bounty u Rum). Nach ausgiebiger Besichtigung ging es weiter nach Siteia an der Nordküste Kretas. Zwischen Siteia und Agios Nikolaos übernachteten wir erneut mitten in den Bergen. Hier hatten wir wieder eine super Station gefunden, wir wurden mit gutem Essen verwöhnt und ein gutes Zimmer kostete 15€ p.P. Wir sind heute 275km gefahren und das Wetter war einfach toll (24 Grad).

    Dienstag 10.5.2011
    Um ca. 8uhr30 machten wir uns auf den Weg nach Agios Nikolaos und machten dort eine größere Pause. Von Agios Nikolaos fuhren wir weiter in Richtung Norden an der Insel Spinalonga vorbei nach Plaka. Von Plaka aus ging es über schmale Bergstraßen und Pässe nach Sisi. Diese Strecke war wieder mal ein Highlight, es war Kreta pur, herrliche Ausblicke und Landschaften. Der Weg ging über einsame Bauerndörfer, auf den Wegen standen teilweise Schafe und Ziegen, da mussten wir uns „durchschleichen“. Wir kehrten auch ein auf eine Brotzeit und hatten einen herzlichen Kontakt mit den Einheimischen, aber ich hör jetzt auf denn beschreiben kann man dies eh nicht, einfach gigantisch. Von Sisi fuhren wir nach Chersonisos wo wir wieder ein bisschen verweilten, dann ging es in Richtung Heraklion die Hauptstadt Kretas, die wir aber umfuhren. In Agia Pelagia ca. 20km westlich von Heraklion suchten wir uns erneut eine Unterkunft direkt am Meer. Dieser Tag war sehr gelungen wir sind 155km gefahren und hatten gutes Wetter (24 Grad). In Agia Pelagia fanden wir ein tolles Zimmer für 21€ inc. Frühstück p.P. und gingen abends noch zum Essen.

    Mittwoch 11.5.2011
    Heute sind wir um ca. 10uhr von Agia Pelagia abgefahren und an der Küstenstraße entlang nach Rethymno wo wir noch Pause machten. Dann ging es weiter an der Nordküste über Chania zurück nach Kissamos wo am nächsten Morgen unsere Fähre zurück zum Festland auslief. Wir kamen um 14uhr30 in Kissamos an und bezogen ein Zimmer (15€ p.P) und genossen noch die Wärme (24 Grad). Ca. 155km sind wir an diesem Tag gefahren.
     
  3. 250er Sepp

    250er Sepp Jungfuchs

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    Donnerstag 12.5.2011
    Wir hatten von unserem Quartier ca.10 Minuten Fahrzeit zum Hafen Kissamos und waren um 9uhr vor Ort. Um ca.10uhr30 kam die Fähre und wir checkten ein nach Githio das liegt auf dem „Mittelfinger“ der Peloponnes. Auf der Überfahrt legten wir an den Inseln Antikythira und Kythira noch kurz an und Leute stiegen ein und aus. Um ca. 17uhr30 kamen wir in Githio an und es hatte ein heftiges Gewitter. Wir fuhren aus dem Hafen und suchten uns sofort ein Zimmer (15€ p.P) und machten Feierabend für diesen Tag.

    Freitag 13.5.2011
    Da wir gestern früh schlafen gingen sind wir heute schon um 7uhr30 aufgebrochen in Richtung Norden. Unsere Reise führte von Githio über Sparta und Tripoli nach Korinth. Hier in Korinth schauten wir uns erstmal den Kanal von Korinth an. Das ist schon ein beeindruckendes Bauwerk. Das Bauwerk macht die Peloponnes eigentlich von der Halbinsel zur Insel. Der Kanal ist 6346 m lang und ca. 85 m tief, an seiner engsten Stelle (unten) ist er 24 m breit und an den breitesten Stellen (oben) ca. 75 m. Es fahren im Schnitt täglich ca. 30 Schiffe hindurch. Wir haben diesen Anblick noch ausgiebig genossen und fuhren dann auf dem griechischen Festland weiter nach Athen. Wir überlegten ob wir in die Stadt hinein fahren, da zu der Zeit große Unruhen in den großen Städten herrschten. Angesichts der hohen Polizeipräsenz bei der Anfahrt entschieden wir uns die Stadtmitte zu meiden und fuhren zum Hafen von Pyräus. Hier schlenderten wir durch das Hafenviertel und genossen das Ambiente. Gegen Abend verließen wir Pyräus und fuhren bis ca. 30km vor Thiva. Den ganzen Tag hatten wir gutes Wetter (25 Grad) ,aber jetzt waren wir müde und bezogen eine Unterkunft (20€ p.P) wir sind ja auch 350km heute gefahren und haben viele tolle Eindrücke gehabt.

    Samstag 14.5.2011
    Um 8 Uhr war heute Abfahrt nach Delphi, mal sehen ob uns das Orakel von Delphi was zu sagen hat. Für die Menschen der Antike galt Delphi als der Mittelpunkt der Welt. Wir besichtigten die Ausgrabungen und bestaunten dieses Weltkulturerbe. Weiter führte unser Weg durch eine grandiose einsame Berglandschaft nach Lamia und von dort weiter nach Larisa. Hier bezogen wir das schlechteste Zimmer (15€p.P) auf unserer Reise, aber man sollte schon etwas „schmerzfrei“ sein wenn man solche Reisen macht. Das Wetter war den ganzen Tag einfach super (27 Grad) und wir sind ca. 320 km durch Mittelgriechenland gefahren.

    Sonntag 15.5.2011
    Von Larisa aus wollen wir heute zum Olymp, dem Berg der Götter. Wir packten unsere Sachen und wollten möglichst schnell aus unserer „Absteige“ verschwinden. Jetzt führte unsere Reise über Elassona und Olympos nach Olympiada. Hier in Olympiada ist der Einstieg in das Olymp-Massiv. Von hier aus schlängelt sich ein Pass quer über das Olymp-Massiv nach Litochoro und Plaka. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis durch dieses Areal zu fahren, wir hielten immer wieder Ausschau nach den Göttern, sahen aber keine, vielleicht weil heute Sonntag war. Das Olymp-Gebiet steht unter Naturschutz und seine Gipfel sind fast 3000m hoch und Schneebedeckt. Als wir in Litochoro angekommen waren fuhren wir über Katerini und Methoni nach Thessaloniki. Als wir in Thessaloniki ankamen nahmen wir die Straße an der Meerpromenade entlang zum Weißen Turm, dem Wahrzeichen von Thessaloniki, wo wir unsere Fahrzeuge abstellten und uns die nähere Umgebung anschauten. Wir merkten bald das auch hier viel Polizeipräsenz war und ärgerten uns über die Unruhen im ganzen Land. Schließlich beschlossen wir zu der Halbinsel Chalkidiki (3-Finger Griechenlands) zu fahren da dies ein ruhiges Gebiet war. Wir fuhren auf den westlichen Finger nach Kassandra und umrundeten dieses Areal gegen den Uhrzeigersinn. Gegen Abend fanden wir in Polychrono nahe Kassandra ein Zimmer (20€p.P). Wir sind heute ca.270km gefahren und das Wetter war sehr gut (27 Grad).

    Montag 16.5.2011
    Noch gestern Abend beschlossen wir unsere Reisepläne zu ändern, eigentlich wollten wir über die Nordgriechischen Berge zurück nach Igoumenitsa aber für Jogi wurde es etwas zuviel, er hat sich für seine 69 Jahre eh sehr tapfer geschlagen, und wir einigten uns auf direktem Weg nach Igoumenitsa zurück zufahren. Wir nahmen die Straße nach Thessaloniki und von dort die Autobahn nach Igoumenitsa. Was uns wunderte, auf dieser Strecke von ca. 330km kam keine Tankstelle und wir mussten irgendwann mit dem letzten Tropfen Sprit runter von der Autobahn in das nächste Dorf zum Tanken. Wir Übernachteten in Igoumenitsa und erfuhren das am nächsten Tag eine Fähre nach Venedig ging. Wir sind an diesen Tag ca. 400km gefahren und das Wetter war gut.

    Dienstag 17.5.2011
    Heute früh warteten wir am Hafenkai auf die Fähre nach Venedig, die dann auch pünktlich um 9 Uhr auslief. Die Fährzeit sollte ca.24 Stunden betragen, wir machten es uns bequem auf dem Schiff und verbrachten die Zeit mit schlafen, relaxen und essen.

    Mittwoch 18.5.2011
    Nach dem Frühstück ging ich an Deck um die Einfahrt nach Venedig zu bewundern. Es ist ein tolles Erlebnis mit diesem großen Schiff ganz nahe am Markusplatz und der „Skyline“ von Venedig vorbei langsam in den Hafen zu schwimmen. Nach dem auschecken ging dann alles sehr schnell. Wir trennten uns im Hafen von Venedig, der Jogi fuhr Richtung Kaiserslautern und ich nach Norden in Richtung München. Meine Heimreise ging über Conegliano nach Toblach im Pustertal und von dort weiter über den Stallersattel (2052m ü M) zum Felbertauerntunnel und über Kitzbühel und Kufstein zurück nach Hallbergmoos. Das Wetter war gut und ich bin ca. 500km gefahren. Gegen 19uhr war ich zuhause und beendete das Abenteuer Griechenland und Kreta.

    Fazit:
    Wir sind ca. 4300km gefahren und haben ca. 2000km auf See verbracht. Wir hatten keine Pannen und blieben gesund. Es war eine super tolle Reise und auch Erfahrung. So viele Eindrücke und Emotionen kann man nur auf einer Rundreise dieser Art sammeln.

    [video]http://youtu.be/VZUdyERG37U[/video]

    [video]http://youtu.be/wldXbbfI6SU[/video]

    Homepage vom Sepp : [video]http://seppdaffner.jimdo.com/[/video]
     
  4. Bingeli

    Bingeli Welpe

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    13. Januar 2019
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    1
    Super Bericht, danke! Ich habe auch vor, im Sommer Greechenland zu besuchen. Sitonia zum Beispiel. Hast du auch Bilder?
     

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