Bahnreisen

Dieses Thema im Forum "Cafe Reisefuchsforum - Offtopic & More" wurde erstellt von railjeter, 23. Oktober 2021.

  1. railjeter

    railjeter Erfahrener Reisefuchs

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    Das Thema Bahnreisen ist zwar in diesem Forum Nebensache, aber vielleicht trotzdem interessant.

    European Year of Rail 2021, eine Initiative der Europäischen Union.
    Und eine Map Connecting EU Express mit Bahnreisen durch Europa.
    "My Map" ist auch ein brauchbares Tool für eigene Karten.
     
  2. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Begreifst Du, was die da darzustellen versuchen? Ich verstehe nur Bahnhof.

    Damit meinst Du google? Wird da denn halbwegs automatisch der Fahrtweg ergänzt, wenn ich bspw. Hamburg-Nürnberg eingebe? Oder gibt es nur einen geraden Strich und ich müsste Unterwegshalte selber eingeben? Für Flüge finde ich Striche auf dem Großkreis ja ok, auch wenn die natürlich nicht genau so fliegen. Bei Bahnstrecken fände ich es unsinnig und auch schnell unübersichtlich.


    Gruß, Matthias
     
  3. railjeter

    railjeter Erfahrener Reisefuchs

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    Es geht ja auch um Bahnfahrten, da kann man schon mal Bahnhof verstehen.
    Aber die Map zeigt diverse Zugverbindungen, die in der EU/Schengen möglich sind.
    Und auch die Strecken der beiden Züge die im September 2021 durch Europa tourten.
    Es fehlen aber noch viele andere Möglichkeiten, denn man könnte genauso von Rom mit der Bahn nach Helsinki fahren (ohne Fähre).

    "My Map" stellt zwar nur P2P Verbindungen dar, die sicher besser für den Flugverkehr passen.
    Aber mal als Übersicht nicht so schlecht, auch wenn man die Zwischenhalts selbst definieren muss.

    In Rome2rio wird aber die Bahnstrecke angezeigt. Man muss aber auch hier "Via" definieren, was leider bei der neuen Version nicht mehr möglich ist.
    Und desweiteren fehlen leider immer mehr Verbindungen, wie beispielsweise die Bergensbanen von Oslo nach Bergen. Und die Fähre von Bergen nach Stavanger wird auch nicht mehr angeboten, obwohl es die noch immer gibt (war vor 4 Wochen auch noch sichtbar).
    Leider ist die neue Version ein Rückschritt. Es gibt auch die Anzeige "Satellit" nicht mehr und manche andere brauchbare Features.
    Aber derzeit gibt es noch die alte Variante unter
    https://old.rome2rio.com/
    Nur die Datenbank der Verbindungen ist ident und leider immer öfter lückenhaft.
    Habe schon so manche fehleende Verbindung gemeldet und man bedankt sich und sagt Verbesserungen zu. Aber sichtlich eine Frage der Zeit:33:

    Hier einige Videos vom Sonderzug durch Europa



     
  4. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Kennt Ihr "nur Bahnhof verstehen" als Redewendung nicht in Österreich?

    Na ja, überall da, wo Züge fahren, kann ich auch hinfahren. Die "Map" finde ich da absolut nicht hilfreich, eher verwirrend.

    Von denen habe ich gar nichts mitbekommen. Es hätte mich interessiert, aber vermutlich hätte ich nicht viel neues erfahren.

    Klar könnte man. Mit Fähre wäre es aber sinnvoller. Mich persönlich interessieren aber nur die Teilstrecken Hamburg<>Rom bzw. Hamburg<>Helsinki. In beiden Fällen ist bislang ein Flug zeitlich und preislich attraktiver. Wenn nicht, würde ich nach Helsinki den FinnJet bevorzugen (gibt's den noch?)


    Gruß, Matthias
     
  5. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    Beiträge:
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    Selbstverständlich kennen wir den Ausdruck auch in Österreich :austria:. Wir kennen den sogar auf englsch: "I understand only railwaystation"! :becky5:
     
  6. railjeter

    railjeter Erfahrener Reisefuchs

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    475
    Doch und ich habe es auch sinngemäß verstanden.

    Im ersten Moment vielleicht verwirrend, aber nach längerer Betrachtung dann doch interessant.
    Aber wie schon erwähnt, fehlen noch etliche Verbindungen quer durch Europa.

    Leider kennt "My Map" nur die genauen Routen für "Auto", "Fahrrad" und "zu Fuß" und die passen selten zu "Bahnen", "Fähren" und "Flügen". Keine Ahnung ob es da eine kostenpflichtige Version gibt, die auch diese Möglichkeiten anbieten. An sich gibt es die Daten, wie man auch in Rome2rio nachvollziehen kann.

    Aber eine interessante Garnitur, insbesondere auch die Aussichtwagen.

    Die letzte Zugfähre in Europa verkehrt in Italien nach Sizilien.
    Sinnvoller bzw schneller geht es nach Finnland sicher mit den Fähren.
    Mich interessiert vor allem die Baltikum Strecke, die ich auch schon mal detailliert geplant habe. Das war noch vor Corona und nun wartet diese Tour bis wieder Normalität herrscht.
    Und dazu gehört auch das Oblast St. Petersburg mit dem noch nicht verfügbaren E-Visum von St. Petersburg nach Helsinki. Von Estland nach St. Petersburg allerdings bereits möglich.
    Gerade ab Wien gibt es brauchbare Verbindungen via Tschechien und Polen.

    Schon klar, dass es im Flugzeug schneller und billiger ist, aber die Reise ist das Ziel und da ist dann doch die Bahn das optimalere Verkehrsmittel.
    Mich würde eine Bahnfahrt von der südwestlichsten Ecke Europas, Lagos/Algarve bis zur russischen Grenze in Narva/Estland reizen.

    Den Finnjet scheint es schon lange nicht mehr zu geben.
    Dafür aber mehrmals täglich Fähren von Tallinn nach Helsiniki in 2h15m benötigen und sich für Tagesausflüge eignen.

    Ich möchte jedenfalls künftig mehr mit der Bahn in Europa unterwegs sein.
    Eigentlich ist GB auch ein interessantes Bahnland, aber nach dem Brexit für mich nicht mehr von Interesse. Und ich bin sicher, demnächst wird es auch noch an Lokführern mangeln.:biggrin2:

    Noch eine Frage: Gibt es eine Möglichkeit mit der Bahn nach Korfu zu fahren :33:
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2021
  7. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Ich bin mein Leben lang oft und gern mit der Bahn gefahren und tue es heute noch. Meine Eltern sind mit uns viele Male mit dem Autoreisezug über Nacht (und im Liegewagen) von Hamburg südwärts gefahren (Avignon, Narbonne, Lörrach, Villach und bestimmt noch mehr) und ich habe die Bahnfahrt immer genossen. Zu meinen Motorradzeiten habe ich das dann selber gemacht, Anfang Oktober über Nacht südwärts bzw. an/über die Alpen und von anderswo wieder zurück (Villach, Rijeka, Lörrach, Bozen, Salzburg, Wien....). Da hatten wir auch Liegewagen und fanden es toll.

    Als Jugendlicher hatte ich aber auch mehrere Fahrten über 2, 3, 4 Nächte. Hamburg-Lissabon, Hamburg-Porto, 2x Hamburg-Athen. Das war Interrail, wir hatten also nur Sitzplätze. Und weil Fahrten innerhalb Deutschlands extra kosteten, ging es immer erstmal nach Amsterdam. Das ist für Portugal halbwegs auf dem Weg, für Athen aber überhaupt nicht, wir mussten südlich um Deutschland rumfahren. Wir haben das "abgesessen" und fanden es aufregend, aber eigentlich war es eine Tortur.

    Heute würde ich mir wohl wieder einen Liegewagen leisten, und dann wäre es ok. Als Verkehrsmittel um nur von A nach B zu kommen (das wollen ja die meisten) eignen sich solche langen Strecken aber kaum. Klar, es gibt Leute mit Flugangst oder mit grotesk viel Gepäck. Oder mit Auto/Motorrad dabei. Die nutzen es dann eben doch als bloßes Verkehrsmittel. Die anderen sind Bahnliebhaber. Oder nehmen das Flugzeug.


    Gruß, Matthias
     
  8. Tom Yam

    Tom Yam Reisefuchsforum Legende

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    Und dann gibt es auch noch Bahnstrecken, die einen gewissen Kultstatus haben, so dass man sie auch mal "macht", ohne ein ausgesprochener Bahnliebhaber zu sein. Ich fahre zwar auch gerne Bahn, bin jetzt aber kein Freak, der sämtliche Loktypen und Achsfolgen im Schlaf aufsagen kann und alle gängigen davon auch unbedingt genutzt haben muss.

    Die Transsib war für mich so ein Bahnerlebnis, das ich nicht missen möchte. Auch wenn es streckenweise etwas eintönig war, vor allem im flachen, westlichen Drittel Sibiriens. Das Programm "vorbeiziehende Birken- und Lärchenwälder gucken" kann nach ein paar Tagen ermüdend werden. Für Abwechslung sorgen dann aber fidele Einheimische aus Nachbarabteilen, die wesentlich schneller auftauen als der Permafrostboden und immer mal auf eine Runde Wodka vorbei schauen. Außerdem sind die Zwischenstopps zeitlich so bemessen, dass man immer mal für eine halbe Stunde zum Füßevertreten an die frische Luft raus kann.

    Und was beim Fliegen (eigentlich eine Art langsames Beamen) generell wegfällt, ist bei der Bahn die fast körperlich spürbare Wahrnehmung von "Entfernung", die man im wahrsten Sinne des Wortes "erfährt". Vier Tage und drei Nächte nach der Abfahrt in Moskau kommt man dann in Irkutsk an. Das wirkt noch recht osteuropäisch, liegt aber im Herzen Zentralasiens. Trotzdem sollte man sich hier mal vergegenwärtigen, dass man sich auf einem Längengrad befindet, der weiter südlich irgendwo zwischen Bangkok und Phnom Penh hindurchläuft. Sofern man in Irkutsk einen Zwischenaufenthalt einlegt, wird man auch durch das Uhrenumstellen daran erinnert, dass man sich schon sehr weit im Osten befindet und seit Moskau 5 Zeitzonen durchquert hat. In der Transsib selbst wird nichts umgestellt, denn da gilt die Moskau-Zeit; egal, wo sich der Zug gerade befindet.

    Weitere "Kultstrecken" mit der Bahn wären für mich noch die Tibetbahn und die Andenbahn in Ecuador, die ich gerne noch fahren möchte. Auch wenn bei letzterer der Abenteuerfaktor etwas reduziert wurde - die Mitfahrt auf den Wagendächern ist wohl nicht mehr möglich. Muss aber auch nicht mehr sein in meinem Alter.

    Dafür habe ich vor 40 Jahren (als 30-jähriger Jungspund) die Bahnfahrt von Jakarta nach Bandung und später weiter nach Yogya (Java, Indonesien) hauptsächlich auf dem Trittbrett verbracht. Nicht etwa wegen Platzmangel im Wageninneren, sondern freiwillig wegen der frischen Luft, der schönen Aussicht und einem gewissen Kick. Die Türen waren eh immer offen (soweit noch vorhanden) und die Trittbretter wurden auch von den Einheimischen gerne als mobiler Balkon benutzt. Bei maximal 40 km/h war auch der Fahrtwind angenehmer als die propellernden, altersschwachen Miefquirle an den Waggondecken.

    Bahnfahren mit schnellen, modernen Zügen ist was völlig anderes, aber auch von angenehmem Reiz. Am beeindruckendsten fand ich hier die Fahrten mit den futuristischen Zügen von Japan Rail. Eigentlich auch ein Muss, wenn man mal dort ist. Aber auch langsame, moderne Züge machen Spaß, wenn sie durch reizvolle Landschaften fahren wie etwa in der Schweiz - z.B. mit dem Glacier Express.

    Gruß
    Michael / Tom Yam
     
  9. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Das habe ich ja auch nicht gesagt und gemeint. Und selbstverständlich gibt es Bahnstrecken, die bereist werden, weil sie etwas besonderes sind. Transsib sowieso, aber auch bspw. Bergenbanen, Flying Scotsman und noch viele mehr. Wir sind ja auch mit der Bahn 7h lang nach Bergen gefahren, weil die Landschaft toll ist und obwohl ein Flug <1h dauert und ähnlich viel/wenig kostet. Und das auch, ohne "Bahnliebhaber" zu sein. Jedenfalls habe ich nicht die geringste Ahnung, von was für einer Lok wir da gezogen wurden. Wir sind nur so viel "Bahnliebhaber", dass wir eben gern mit der Bahn fahren. Und ich gehe sogar in Eisenbahn- und Technikmuseen, kenne mich mit den dort gesehenen aber auch nicht wirklich aus.


    Gruß, Matthias
     

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