Reisebericht Cook Inseln

Dieses Thema im Forum "Neuseeland, Australien Forum und Ozeanien Forum" wurde erstellt von Bandanar, 3. April 2012.

  1. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    So, um das Reisegefühl etwas länger aufrecht zu erhalten, starte ich in Kürze meine Reiseberichte über die Cook Inseln, Samoa, Fiji, Australien und Neuseeland. Der Übersichtlichkeit halber packe ich die einzelnen Länder in separate Threads, sonst wird das Ganze zu lang und unübersichtlich. Heute Abend oder morgen gehts los mit dem Paradies Nr. 1 :RpS_biggrin: :

    Cook Inseln, Rarotonga - Aitutaki - Atiu - Rarotonga, 1.1.-16.1.2012
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2012
  2. Travel-Joe

    Travel-Joe Reisefuchsforum Mod

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    Das passt ja zu einem Bericht über einen Südseetrip: es dauert ca. einen Tag, bis man dort ist und der Urlaub los geht.

    In diesem Sinne haben wir in der ECO Platz genommen und machen uns auf den langen Weg ans andere Ende der Welt. Schauen wir doch mal, was Bandanar-Air im In-Seat-Entertainment anzubieten hat :smilewinkgrin3:
     
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    :RpS_biggrin: :RpS_biggrin:

    1. + 2. Tag: Anreise Rarotonga

    Nachdem wir Sylvester bei Bekannten in Berlin verbracht hatten, startete unsere insgesamt dreimonatige Reise in Berlin Tegel, von wo wir am 1.1. gegen 12 Uhr vollbepackt (Campingausrüstung für AUS+NZ war dabei) mit bmi nach London flogen. Hier gabs sogar ein upgrade in die Business-Class, was allerdings außer einem ordentlichen Essen nicht viel Unterschied auf der Strecke bedeutet. In Heathrow angekommen, hatten wir zwei Stunden Aufenthalt bis zu unserem nächsten Flug mit Air New Zealand nach Los Angeles. Da wir nochmals am Transfer Desk anstehen und ziemliche Wege laufen mussten, war diese Umsteigezeit ganz passend.
    Der Flug mit Air New Zealand war super. Es gab eine große Film-, Fernseh-, Musik- und Spieleauswahl. Außerdem war es möglich direkt über das Entertainment System Getränke (auch Bier und Wein) und Snacks zu ordern - was perfekt funktionierte. Wir hatten in der 777 die erste Reihe am Fenster reserveiert, in welcher nur 2 Sitze sind - damit war auch der Platz ganz aktzeptabel.
    Nach diesem 10,5h-Flug hatten wir nun in Los Angeles 3,5h Zeit zum Umsteigen, was auch gut war, da die Immigration ewig dauerte.
    Um 22:45 ging es dann schließlich erneut mit Air New Zealand in nochmal 10 Stunden nach Rarotonga, der Hauptinsel der Cooks. Der Service war erneut super, außerdem war das Flugzeug (767) nicht mal halbvoll, und so konnte man es sich auf mehreren Plätzen bequem machen.
    Nach ca. 29h Gesamtreisezeit waren wir dann endlich gegen 7 Uhr morgens am 2.1. in Rarotonga.

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    Begrüßt wurden wir von einer kleinen Band, welche neben Immigration und Gepäckband stand und die ganze Zeit Südseemelodien spielte.
    Am Ausgang des Flughafens wartete auch schon ein Kleinbus, um uns zu unserer ersten Unterkunft, dem Rarotonga Backpackers (der Name täuscht, es gibt dort auch recht komfortable Zimmer und die Anlage selbst ist auch sehr nett)

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    an der zentralen Westküste zu bringen.

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    Zur Info: Rarotonga ist ziemlich kreisrund. Die äußere Ringstraße, welche an der Küste die Insel umrundet, hat eine Länge von 32km. An dieser befinden sich auch die meisten Dörfer, in welchen die noch ca. 10000 Einwohner der Insel leben. Vom Strand aus ins Inselinnere wird es sehr schnell recht bergig. Der höchste Berg der Insel ist der Te Manga mit 652m.
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    Auf der kurzen Fahrt vom Flughafen zur Unterkunft waren wir sofort von der üppigen Vegetaion begeistert, besonders von den überall blühenden Flamboyant-Bäumen.

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    Da wir so zeitig ankamen, war der Bungalow noch nicht bezugsfertig. Somit gingen wir erstmal zu einem kleinen Supermarkt und ließen uns von den Lebensmittelpreisen schocken. (z.B. 1,5l Softdrink 4-5 Euro, Wasser ähnlich) :bigeek:
    Nach ein bis zwei weiteren Stunden am Strand, konnten wir dann schließlich endlich in unseren Beachfront-Bungalow "einrücken".

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    So eine Aussicht von der Terasse ist doch perfekt, oder?

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    Natürlich wollten wir auch gleich wissen, was es so alles im Wasser zu sehen gibt. Somit gings auf zu einem 2,5km langen Strandspaziergang zu einem guten Schnorchelspot an der Südwestküste ( Aroa Beach ).
    Korallen gabs hier zwar kaum zu sehen, aber die Sicht im Wasser war trotz Wolken super, und es gab zahlreiche Fische,

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    und auch eine Moräne zu entdecken.

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    Gegen 16 Uhr machte sich dann doch etwas Müdigkeit bemerkbar, und so gings zurück zur Unterkunft. Auch die Wolken am Horizont (es war immerhin Regenzeit) waren der Meinung, dass wir lieber wieder ein Dach über den Kopf aufsuchen sollten.

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    Aus Bequemlichkeit gabs dann an diesem Abend nur ein paar Instant Nudeln auf der Terasse. Und nach dem Sonnenuntergang fielen wir todmüde ins Bett.

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    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  4. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    3. Tag: Umrundung Rarotonga

    Am heutigen Morgen war leider weit und breit kein blauer Himmel zu sehen und es regnete. Das sollte uns allerdings nicht davon abhalten bei unserem Plan zu bleiben und Rarotonga per Fahrrad zu erkunden. So starteten wir gegen neun in strömendem Regen auf der Ringroad Richtung Norden. Aufgrund des Regens waren uns allerdings nur der Black Rock, an welchem die Seelen der Toten ihre Reise ins heilige Land der Maori beginnen sollen,

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    die zahlreichen Hinweisschilder was im Fall von "größeren Wellen" zu tun ist,

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    sowie das eher bescheidene Regierungsgebäude

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    einen Fotostopp wert.

    Als wir den Rand der Hauptstadt erreichten hörte es glücklicherweise so langsam auf zu regnen - und um es vorweg zu nehmen - es fing auch nicht wieder an. Also erkundeten wir nun erstmal Avarua. Bis auf einen einzelnen Souveniershop

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    war der laut Lonely Planet lebhafte Markt komplett geschlossen.

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    Dies lag allerdings daran, dass sich die Cook Insulaner zu Neujahr gleich drei Feiertage gönnen. Auch ansonsten war nicht viel los, weder im Hafen,

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    noch auf der Hauptstraße.

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    Dafür gabs überall schöne Ausblicke auf die Berge des Inselinneren.

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    Auch das Cultural Center

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    und die massive Cook Island Christian Church

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    waren sehenswert.
    Nachdem wir Avarua durchquert hatten, bogen wir auf die innere Ringroad ab

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    um die Überreste eines Marae, einem historischen Versammlungsort anzusehen. Das Marae war zwar nicht soo umwerfend,

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    (ja, es ist das größte und besterhaltene) aber hier Rad zu fahren war einfach super. Jeder dem man begegnete winkte und hatte Zeit für einen netten Smalltalk. Außerdem wuchsen überall am Weg wilde Mango-, Passionsfrucht- und Sternfruchtbäume an welchen man sich nach Belieben bedienen konnte. Da deckten wir uns erstmal für die nächsten Tage ein :yes3:

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    Natürlich nicht an offensichtlich angepflanzten Plantagen :wink5:

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    Im Nordosten der Insel mündet dann schließlich die innere- wieder in die Küstenstraße. Und hier waren wir erstmal baff, sooo klares türkisblaues Wasser wie hier am Nordzipfel der Murilagune haben wir noch nirgends gesehen.

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    (leider kommt das auf den Fotos nicht so richtig rüber) Da wir am Ende unseres Cook-Aufenthalts noch ein paar Nächte hier eingeplant hatten, blieben wir allerdings heute noch nicht zu lange an der Lagune. Stattdessen gings weiter, bis wir im Süden noch einen 2km langen, bergigen Abstecher zum Wigmore Wasser machten,

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    der an diesem Feiertag gut besucht war.

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    Von hier gings dann schließlich, an zahlreichen Kirchen vorbei,

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    wieder zurück zum Bungalow, wo wir schließlich dem abendlichen Schauspiel von Sonne, Wellen, Wind und Wolken folgten.

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    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  5. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo,
    schöner Anfang, wann geht es weiter?:smilewinkgrin3:
    Gruss M.
     
  6. Manfel

    Manfel Administrator Mitarbeiter

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    Drei Monate Südsee ? Wahnsinn :bigeek:
     
  7. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Naja, abzüglich Australien und Neuseeland warens dann doch "nur" 5 Wochen Südsee. :becky:

    Jetzt :RpS_biggrin:

    Tag 4: Rarotonga

    Nach dem Frühstück auf unserer Terasse gings nochmal mit dem Rad zum Markt in der Hauptstadt (es war ja nun kein Feiertag mehr) und zum Flughafen, da noch ein paar Details wegen unserer Inlandsflüge zu klären waren. Diesmal wählten wir von Anfang an die innere Ringroad

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    und hatten schon nach wenigen Minuten den Rucksack wieder voll mit Mangos und Sternfrüchten :becky:
    Wie gesagt ging es zunächst erneut zum Markt, nur um festzustellen, dass auch an diesem Tag nichts los war.

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    Auf Nachfrage erfuhren wir schließlich, dass nur Samstag Markttag ist - also mussten wir uns wohl noch eine Weile gedulden.
    Weiter gings zum Flughafen. Uns war nicht so ganz klar, wieviel Gepäck wir auf den folgenden Inlandsflügen mitnehmen durften. Die Angaben im Internet gingen von 3,5kg Handgepäck + 16kg eingecheckt bis 6kg Handgepäck und 20kg eingecheckt.
    Das Endergebnis war mehr oder weniger, dass es eigentlich niemand so richtig wusste :RpS_biggrin: - weder die Leute vom Ticketschalter, noch die direkt am Check-in. Allerdings erfuhren wir, dass Air Rarotonga für 2,-NZD pro Gepäckstück pro Tag, diese am Flughafen aufbewahrt. Das kam uns sehr entgegen, so mussten wir unsere gesamte Campingausrüstung und mehrer Kilos Lonely Planet (AUS+NZ) nicht die ganze Zeit mit uns mitschleppen. Im Flughafen selbst werden übrigens noch Luggage-Lockers beworben (sehen aus wie bei uns am Bahnhof). Hier kostet ein Fach gleich mal 20,- NZD pro Tag :confused3:
    Nun hieß es zurück zum Bungalow radeln, Räder abgeben und ab ins Wasser zum schnorcheln. Na gut, vor dem schnorcheln lag noch ein 2,5km langer Strandspaziergang zum Black-Rock,

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    da hier besonders viele Fische zu sehen sein sollen.
    Das Wasser war erneut extrem klar, es gab aber wie im Südwesten von Rarotonga kaum Korallen (ans Außenriff haben wir uns nicht getraut) aber dennoch viele Fische.

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    Diese Seegurken, welche es in Unmengen gibt sind bei vielen Einheimischen besonders beliebt. Wir hatten es bereits im Lonely Planet gelesen und konnten es nicht richtig glauben, bis wir es dann doch recht häufig sahen: Einige Cook Insulaner nehmen diese noch lebenden Seegurken, quetschen sie aus, so dass etwas heraus kommt, was weißen, klebrigen Spaghetti ähnelt und essen dieses Zeug direkt :tongue5: . Danach wird die Seegurke wieder ins Wasser geworfen, und das erstaunliche ist, sie überlebt diese Prozedur.

    Als wir genug hatten, bzw. das Wasser zum schnorcheln aufgrund der eintretenden Ebbe zu niedrig wurde, gings wieder zurück. Dabei "entdeckten" wir ein Schild mit Werbung für einen heute stattfindenden Nachtmarkt nur ein paar Meter von unserer Unterkunft entfernt. Das war somit unser nächstes Ziel. Allerdings gab es von einem Stand welcher Kunstblumen (wozu eigentlich Kunstblumen, wenn es überall auf der ganzen Insel auch natürlich blüht :confused3: ) und einem der Pareos verkaufte ausschließlich Essensstände.

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    Daran hatten wir, von einem riesigen Eis für 3,- NZD mal abgesehen, kein großes Interesse.
    Nach dem Markt gings dann zurück zum Bungalow zum erneuten Aussicht genießen (wenn man schon so eine schöne Terasse hat, muss man da auch mal etwas Zeit verbringen), Bilder kopieren und Gepäck für den morgigen Flug umräumen.

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    An alle, denen das bisher zu langweilig war: He, wir sind in der Südsee - also immer mit der Ruhe! :RpS_biggrin:
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 5: Rarotonga - Aitutaki

    Nach den ersten Tagen auf der Hauptinsel der Cooks sollte es heute nun nach Aitutaki weitergehen. Der Hauptgrund diese Insel zu besuchen macht wahrscheinlich folgendes Google-Earth Bild sofort deutlich:

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    Die riesige Lagune hat eine Fläche von 50km², eignet sich hervorragend zum schnorcheln und ist von zahlreichen kleinen, menschenleeren Motus (unbewohnten Inseln) umgeben.
    Aitutaki erreicht man mit einem ungefähr einstündigen Flug in einer kleinen Maschine von Air Rarotonga.

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    Also gings zunächst zum Flughafen, wo wir Campingausrüstung und anderen gewichtigen Kram erstmal in Verwahrung gaben. Es verblieben ungefähr 17+7kg pro Person. Das wurde zwar gewogen und eingetragen aber interessierte niemanden. Nach kurzer Wartezeit im Open-Air Boardingbereich gings dann zu Fuß in die kleine Maschine, welche mit ca. 15 Personen ausgebucht war. An der Treppe wurden alle Passagiere von den beiden Piloten begrüßt und nach einer kurzen Sicherheitsansage gings los.

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    Leider war es auch heute ziemlich bewölkt, so dass die Bilder von oben nicht ganz so wirken.

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    Nach der Landung wurden wir mit einer Blumenkette von einem Angestellten unserer gebuchten Unterkunft begrüßt. Da das Zimmer noch nicht fertig war, brachte er uns zunächst in die Haupt"stadt" der Insel,

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    (hier das größte Gebäude)

    wo wir uns zunächst im Supermarkt mit den nötigsten Lebensmitteln eindeckten

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    und uns noch zwei Fahrräder mieteten. Bei einer Inselgröße von gerade einmal 18km² und fast ausschließlich ebenen Straßen erschienen uns diese als die geeignetsten Fortbewegungsmittel für die folgenden Tage. Das eines der Räder keine funktionierende Bremse hatte und bei beiden Rädern die Griffe beim Fahren immer mehr nach außen vom Lenker rutschten mussten wir hinnehmen - es waren die letzten zwei Räder welche es zu Mieten gab. :RpS_biggrin:
    Nach diesem kurzen Abstecher gings dann erstmal zu unserem Bungalow des Paradise Cove Resort, erneut in vorderster Strandlage.

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    Nach einem Kaffee und einer gesammelten Mango fuhren wir dann eine Runde auf der Insel. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit und wir hatten hin- und wieder kleinere Schauer zu "überstehen".
    Wenn auf Rarotonga schon wenig los war, so wurde das auf Aitutaki noch unterboten. Der einzige nennenswerte Verkehr, d.h. vielleicht ein Auto pro 5 Minuten, fand auf der Westseite der Insel auf der Straße vom Flugplatz zum Hauptort statt. Auf den restlichen Wegen begegnete uns so gut wie nichts und niemand.
    Auffallend waren allerdings die zahlreichen Protestschilder gegen Sonntagsflüge an diesem heiligen Wochentag. :becky:

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    Wir haben gehört, dass auch zu jedem Flug der Sonntags startet bzw. landet eine kleine "Demonstration" am Flughafen zusammenkommt.
    Ansonsten bekamen wir vorwiegend herrliche Südseevegetation,

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    typische Häuser

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    und Unmengen an Krabben, welche direkt an der Straße lebten, zu Gesicht.

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    Augrund der zahlreichen Fotomotive (ok, auch wegen der Regenschauer) brauchten wir für die gerade mal 16km Runde immerhin 4 Stunden :RpS_biggrin:
    Danach gings nochmal direkt am Strand vorm Bungalow ins Meer zum Schnorcheln. Allerdings war die Sicht nicht wirklich gut, so dass wir dann doch die Aussicht von der Terrasse auf Meer, Palmen bevorzugten.

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    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  9. Bandanar

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    Tag 6: Aitutaki

    Glücklicherweise hatten wir für den heutigen Tag noch nichts geplant. Es hatte bereits die ganze Nacht gestürmt und wolkenbruchartig geregnet und dieses Wetter hielt sich auch erstmal hartnäckig. Teilweise regnete es so stark, dass man die sich am ungefähr nur 100m entfernten Außenriff brechenden Wellen nicht sehen konnte. Wirklich viel unternehmen kann man so beim besten Willen nicht. Auch Schnorcheln war aufgrund der Wellen und damit schlechten Sicht unter Wasser nicht wirklich möglich. So blieb uns zunächst nur übrig einige Fregattvögel von der Terasse aus zu beobachten.

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    Als der Regen mal etwas nachließ versuchten wir unser Glück und starteten den Aufstieg auf den mit ca. 120m höchsten Hügel der Insel. Der Weg dahin begann direkt hinter unserer Unterkunft. Allerdings war die ganze Aktion eher sinnlos. Wir hatten uns ein paar Ponchos als Regenschutz übergeworfen, was dazu führte, dass wir zwar nicht von außen, dafür vom schwitzen im Poncho total durchnässt wurden. Auf dem Hügel angekommen gab es dann zwar einen Unterstand, aber den hatten auch die zahlreichen Mücken schon für sich entdeckt. Außerdem war die Sicht gleich ... , na? Richtig, gleich Null.
    Also gings auch gleich wieder abwärts zurück zum Bungalow. Hier einige der wenigen Bilder von dem kurzen Spaziergang:

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    Am Nachmittag wurde der Himmel dann etwas heller (nicht blau)

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    und die Regenpausen wurden länger. So setzten wir uns nochmal aufs Rad und fuhren etwas umher.

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    Menschen waren kaum unterwegs, und wenn so hatte man das Gefühl diese wären schnell zum Wetter passend von der Nordsee eingeflogen.

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    Zumindest regnete es nun so gut wie gar nicht mehr. Allerdings wollten wir uns darauf auch nicht zu sehr verlassen und blieben eher im näheren Umkreis unserer Unterkunft. Der Wind sorgte zumindest dafür, dass wir ausreichend Früchte fanden und somit unseren Vorrat etwas aufstocken konnten.

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    (unser täglicher Abendbedarf) :wink5:

    Am späten Nachmittag hatten wir dann genug vom Radfahren und spazierten noch etwas den Strand entlang.

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    Nachdem wir wieder zurück waren, fing auch sofort der Regen wieder an. Somit blieb uns nun nichts mehr übrig, als auf besseres Wetter für den morgigen Tag, an welchem wir unsere Lagunentour gebucht hatten, zu hoffen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  10. Bandanar

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    Tag 7: Aitutaki Lagoon Cruise

    Für heute hatten wir bei Teking eine halbtägige Lagunen-Bootstour gebucht. Somit galt unser erster Blick des Tages dem Himmel. Der war zwar nicht blau, aber sah deutlich besser aus als am Vortag und regnen tat es auch nicht.
    Pünktlich um 9 Uhr wurden wir abgeholt, und auf dem Weg zum Bootsanleger sammelten wir noch einige weitere Leute ein, so das letztendlich 10 Personen an der Tour teilnahmen.

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    Die Tour war super, Teking ist zwar ein etwas gewöhnungsbedürftiger Guide mit eigenwilligem Humor, aber dafür war alles bestens organisiert. Wir stoppten drei mal zum schnorcheln: bei einem Wrack,

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    bei Riesenmuscheln

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    und an einer Stelle mit einer großen Anzahl violetter Korallen. Die "Schnorchelwege" waren hier jeweils durch Bojen markiert, man wurde also an der ersten abgesetzt und dann an der letzten Boje wieder vom Boot eingesammelt. Außerdem schwamm immer noch ein Guide mit, welcher auf die Besonderheiten der jeweiligen Strecke hinwies. Das Wasser in der Lagune war extrem klar, es gab viele Korallen und Fische

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    nur etwas Sonnenschein wäre noch schön gewesen.

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    Leider kam die Sonne erst gegen Ende der Tour heraus.

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    Außer zum Schnorcheln stoppten wir auch an mehreren Motus. Das sind kleine unbewohnte Inseln mit herrlich weißem Sand und Palmen.

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    Hier sah es eigentlich das erste mal wirklich so aus, wie man es von Südseebildern kennt.

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    Auf einem der Motus gabs ein leckeres BBQ mit anschließendem Einsiedlerkrebsrennen und zum Schluß natürlich noch den One-Foot-Island-Stempel in den Reisepass.

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    Gegen 16 Uhr erreichten wir schließlich wieder die Hauptinsel Aitutaki. Da mittlereweile schönstes Wetter war, wiederholten wir nochmal die Hügelbesteigung vom Vortag

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    und hatten diesmal eine super Aussicht auf einen Teil der Lagune.

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    Heute hatten wir dann auch endlich einen schönen Sonnenuntergang direkt vom Bungalow.

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    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  11. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 8: Aitutaki

    Wann hat man schonmal solch einen Ausblick beim Frühstück?

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    Plan für heute: Neuer Tag - neuer Strand, wir hatten uns vorgenommen am O'otu Beach, im Osten von Aitutaki zu relaxen. Hier soll außerdem einer der besten Schnorchelplätze von Aitutaki sein. Von unserer Unterkunft ging es also am Morgen die 5km immer an den beiden Landebahnen entlang, in glühender Hitze zum O'otu Beach. Außer uns waren in der Hitze höchstens ein paar Krabben unterwegs.

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    Der Strand selbst war zunächst etwas ernüchternd - es gab im Prinzip keinen, was wahrscheinlich an der Flut lag.

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    Allerdings lag hier direkt vor uns (vielleicht 50m) das private Motu auf welchem sich das Aitutaki Lagoon Resort befindet, mit herrlich weißem Sand und Kokospalmen wohin man auch sah.

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    Zwischen Festland und Insel pendelte eine kleine Resort-Fähre, hier konnte man ja zumindest mal fragen, ob man auch als nicht-Gast sich die Anlage mal ansehen darf. Die Antwort hat uns mehr als erfreut, man musste sich nur in ein Gästebuch eintragen und konnte das gesamte Resortgelände, inkl. Strand, Pool, Hängematten usw. benutzen,

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    nur - welch Überraschung - wir wurden gebeten nicht in die Bungalows hinein zu gehen :becky:

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    Die Anlage liegt wirklich traumhaft. Von Strand, Restaurant und Cocktailbar hat man einen super Blick auf die gesamte Lagune, welche am heutigen Tag in schönstem türkis strahlte. Damit war dann auch klar, was wir den Rest des Tages machen würden, nämlich nichts, außer echtes Südseefeeling zu genießen. :RpS_biggrin:

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    Selbst die Preise im Restaurant waren mit ca. 7 Euro pro Cocktail und 10 Euro pro Pizza für ein Hotel auf Cook, welches ca. 400,- pro Nacht kostet recht günstig.

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    Zum Schnorcheln war das Wasser hier zwar etwas zu sandig (der Lonely Planet für Cook bedarf dringend eines updates), dafür so man auch einige Bewohner von außerhalb des Wassers.

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    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  12. paulinchen

    paulinchen Reisefuchsforum Legende

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    Wunderschöne Bilder und interessante Infos....mal wieder:yes3:

    Diesmal tut es nicht ganz so weh, da Palawan noch warm und ähnlich ist.....

    ....ich freue mich auf weitere Berichte von dir.

    lg
    paulinchen
     
  13. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 9: Aitutaki - Atiu

    Heute mussten wir uns von Aitutaki mit seiner wunderschönen Lagune leider verabschieden. Es ging weiter nach Atiu, der dritten Cook Insel, welche wir besuchen wollten. Atiu ist ziemlich kompakt mit einem Durchmesser von ca. 5km. Die ungefähr 400 Einwohner leben größtenteils im Inselinneren, welches sich ca. 65m über dem Meer erhebt. Die Küste Atius besteht zwar auch aus einigen schönen Stränden, diese sind allerdings nicht zum Baden geeignet, da es entweder kein Riff gibt, oder die Lagune viel zu flach ist. Dafür hat die Insel andere Highlights zu bieten, z.B. Primärregenwald, seltene Vögel und Höhlen.
    Als wir eine Stunde vor Abflug am Check-in Schalter des Flughafens Aitutaki ankamen,

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    wurden wir direkt namentlich begrüßt - noch ehe wir ein Ticket vorgelegt hatten. Der Grund war einfach, dass es nur 4 Passagiere auf dem Flug gab: wir, ein Amerikaner und ein Einheimischer.

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    Als wir an der Maschine vom Piloten begrüßt wurden, teilte uns dieser noch mit, auf welche Seite wir uns setzen sollten, damit wir bessere Bilder von den Inseln, welche wir überfliegen, machen können.

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    Während des Flugs erkundigte er sich dann nochmal, ob wir auch Fotos machen konnten. Ich glaube wenn wir verneint hätten, dann wäre er nochmal ne Runde zurück geflogen :RpS_biggrin:

    Nach einer Stunde landeten wir in Atiu,

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    wo uns zunächst der Hinweis auf die Sicherheitskontrolle auffiel.

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    Abgeholt wurden wir von Jürgen, einem sehr netten Deutschen welcher eine Kaffeeplantage auf der Insel betreibt und unter anderem auch das Atiu Guesthouse besitzt. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft konnten wir schonmal einen ersten Eindruck des Ortes der Insel gewinnen.

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    Auch wenn man es nicht für möglich halten kann, hier wirkte alles nochmal etwas entspannter als auf den anderen Inseln. Außerdem waren die Häuser und Vorgärten in einem tip-top Zustand.

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    Später erfuhren wir, dass dies daran liegt, dass mehrmals im Jahr, unter anderem vor Weihnachten, was ja noch nicht so lange zurück lag, die Häuser aller Bewohner von Außen und Innen auf Sauberkeit inspiziert werden. Da will natürlich niemand negativ auffallen.
    Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Guesthouse, welches aus drei Schlafräumen sowie Gemeinschaftsküche,

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    Gemeinschaftsbad, Aufenthaltsraum und einer Terasse

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    besteht. Da wir neben dem Amerikaner, der woanders untergekommen war, die einzigen Touristen auf der Insel waren, hatten wir das ganze Guesthouse für uns - perfekt.
    Nachdem wir unser Gepäck abgestellt hatten, suchten wir uns zunächst wieder zwei Fahrräder, die einzigen verfügbaren, eines erneut ohne Bremse.
    Die Sonne schien, also gings gleich los, zunächst Richtung Norden zum Hafen. Schon auf dem Stückchen Weg saßen überall Kingfisher auf den Bäumen.

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    Der Hafen selbst war wenig sehenswert - etwas Beton im Wasser mit einem alten Wrack daneben, also ging es nun weiter die Westküste entlang in südlicher Richtung.

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    Hierbei passierten wir den Punkt, an welchem James Cook zuerst die Cook Inseln erreichte.

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    Er selbst hat sie übrigens nie betreten, sondern war auf dem Schiff geblieben. Ein Stück weiter ging der Küstenweg dann durch den Regenwald der Insel.

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    Eine derartige Vielfalt an Pflanzen wie hier zu finden war, würde man auf einer so weit abgelegenen Insel wohl eher nicht vermuten. Auch eine nur hier lebende Taubenart bekamen wir zu Gesicht.

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    Nach einer Weile bogen wir dann wieder ins Inselinnere ab

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    und passierten einige Plantagen und Sümpfe.

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    Nach einer kurzen Verschnaufpause auf der Terasse gingen wir nochmal zu Fuß los, um eine bedeutende 60m lange historische Mauer zu suchen. Um es kurz zu machen, wir haben nichts gefunden. :no3: Allerdings begegneten uns auf dem Weg zahlreiche "Wild"schweine,

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    welche natürlich eigentlich von vor 100 Jahren ausgebüchsten Hausschweinen abstammen, aber nie wieder eingefangen wurden. Mehrmals im Jahr wird aber auf traditionelle Weise Jagd auf einige dieser Tiere gemacht.
    Wieder zurück gings nochmal im kleinen Laden der Insel vorbei um Donuts für den nächsten Tag zu ordern (auf Empfehlung von Jürgen) So ein Einkauf dauert hier natürlich etwas länger, da jeder ein Schwätzchen mit einem halten will :becky:
    Der Tag endete schließlich auf der Terasse mit Nudeln in Tomatensoße sowie gesammelten Mangos, Stern- und Passionsfrüchten als Beilage.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  14. Jupp

    Jupp Reisefuchsforum Mod

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    Neieieieid!
    Du hast ja dazu noch ein Wahnsinnsauge zum fotografieren!
     
  15. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke, danke. Mit dem Neid aber bitte noch warten bis ich meinen Samoa-Bericht schreibe :RpS_biggrin:
     
  16. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 10: Atiu

    Die am Vortag im Minimarkt bestellten Donuts sollten eigentlich um 8 Uhr zu unserer Unterkunft geliefert werden. Als 8 Uhr Cook-Island-time, d.h. 8:30, noch niemand da war, bin ich selbst die 400m zum Laden und mir war sofort klar, warum noch niemand zu uns gekommen war. Die zwei Frauen im Laden waren noch voll damit beschäftigt Donuts an Selbstabholer auszuteilen, anscheinend bestellt hier die halbe Bevölkerung Atius. Wir wissen auch warum, die Donuts waren lecker und billig :yes3:
    Nach dem Frühstück gings mit dem Rad geradewegs zur Westküste und nochmals durch den Regenwald. Eigentlich hatten wir vorgehabt noch den gesamten Teil der Küste abzufahren, welchen wir noch nicht gesehen hatten.

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    Allerdings war es bereits deratig heiß und die Südküste nur flach bewachsen, so das wir die Sonne nicht allzulange aushielten und wieder Richtung Inselinneres zurückkehrten.

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    Auf dem Weg zurück begegnete uns der andere Tourist auf seinem Mofa und fragte uns ob wir bereits ein Tumunu gefunden hätten. Tumunu ist so etwas wie Kava in Fidschi, ein aus Kasawa Wurzeln zubereitetes Getränk, welches von den Einheimischen Buschbier genannt wird und in Mengen getrunken eine berauschende Wirkung haben soll. Auf den Cook-Inseln ist dieses Tumunu nur auf Atiu gestattet, auf allen anderen Inseln wurde diese Tradition von den christlichen Missionaren verboten. Tumunu wird auch gleichzeitig der Ort bezeichnet, an dem solches zubereitet und getrunken wird - es bedeutet also zugleich Brauerei, Kneipe und Bier. :confused3: Das Ziel des Amerikaners war es anscheinend, alle zehn Tumunus von Atiu zu besuchen - er hatte bisher nur noch keines gefunden :RpS_biggrin: Wir konnten ihm leider nicht helfen und machten uns unsererseits auf die Suche nach einem Souvenirshop im Zentrum Atius. Laut Lonely Planet sollte es zwei davon geben, Werbung haben wir zumindest für einen gefunden, den zugehörigen Shop allerdings nicht.
    Nach kurzer Mittagspause wurden wir von unserem Guide für diesen Nachmittag abgeholt. Unser Ziel war die Anatakitaki Höhle, in welcher die auf Atiu endemischen Kopekas, das sind Schwalben welche in völliger Dunkelheit leben und sich per Echoortung orientieren, zu finden sind. Mit dabei war noch eine Reporterin des britischen Vanity Fair, welche einen Bericht über die Cooks schrieb und heute auf Atiu angekommen war. Es ging zunächst mit dem Pick-up in den Busch, bis der Weg zu Ende war. (am "Parkplatz" befand sich auch eines der Tumunus, allerdings noch menschenleer, da diese erst gegen Abend mit dem brauen beginnen, wie wir von unserem Guide erfuhren) Von hier ging es zu Fuß für ungefähr 1,5km auf ziemlich scharfkantigen Korallen, welche vor Urzeiten aus dem Meer gehoben wurden, weiter. Nach einer weiteren kurzen Klettertour mit Leitern erreichten wir schließlich die Höhle und konnten einige Kopekas samt ihren Nestern sehen.

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    Die Höhlenformation selbst gab zusammen mit dem sie umgebenen Regenwald auch selbst schon ein schönes Bild ab.

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    (Ich glaube das war die einzige Tour der gesamten Reise, auf welcher nicht ich die meisten Fotos gemacht habe, die Reporterin übertraf mich um Längen :bigeek: )
    Nachdem wir etwas in der Höhle umher gelaufen waren führte uns unser Guide zur Erfrischung noch in eine Kammer, welche etwa hüfthoch mit Wasser gefüllt war und von ihm mit Kerzenlicht erleuchtet wurde - netter Anblick aber zeimlich kaaaalt.

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    Auf dem Rückweg durch den dichten Wald

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    mussten wir uns beeilen, da es bereits fünf war und unser Guide sich noch für den abendlichen Gottesdienst zurecht machen wollte. Am Tumunu war noch immer niemand, also gings direkt zurück zur Unterkunft.
    Als Abendessen gabs schließlich ein paar Hamburger, welche ebenfalls im Minimarkt frisch zubereitet wurden. Gesellschaft leistete uns dabei ungefragt der Amerikaner, welcher recht emotionslos von zwei Tumunus berichtete, die er gefunden hatte. Schien dort nicht viel losgewesen zu sein und das Zeug muss sehr, sagen wir "anders" geschmeckt haben. :smilewinkgrin3:
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  17. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 11: Atiu

    Heute hatten wir um 8:30 Uhr eine Verabredung mit George Mateariki, besser bekannt als Birdman George. Unter seiner Aufsicht wurden vor ca. 10 Jahren erfolgreich die extrem vom Aussterben betrohten Rarotongan Flycatcher auf Atiu angesiedelt. Nach diesem Erfolg folgte die Ansiedlung des Lorokeet. Das momentane Programm des Birdman ist allerdings etwas "destruktiver", er versucht die von Indien eingeschleppten Myna auszurotten - und auch das scheint zu gelingen. Birdman George ist die Instanz im pazifischen Raum, wenn es um Vögel geht. Einen halben Tag waren wir mit ihm quer über die Insel unterwegs,

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    wurden reichlich von Moskitos zerstochen, bekamen aber neben dem bereits genannten Rarotongan Flycatcher,

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    und dem Lorokeet

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    auch noch weitere Vogelarten zu Gesicht.

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    George hatte ein unglaubliches Gespühr diese zu finden bzw. durch Nachahmen ihrer Laute die Vögel anzulocken. Nebenbei erzählte er uns interessante Geschichten über Atiu, z.B. von den zahllosen Versuchen der Insulaner zu Geld zu kommen, nachdem der Handel mit Produkten der Kokosnuss nicht mehr erträglich war. So versuchte man unter anderem sein Glück vergeblich mit Ananas-Plantagen (lohnte nicht in kleinem Maßstab) und Noni (hier machte man den Fehler die Frucht mit keimfähigem Samen zu exportieren, so das diese als Folge günstiger woanders angebaut wurde). Eine weitere Geschichte handelte von seinem bisher erfolgreichen Kampf gegen Investoren, welche auf der Insel größere Hotels bauen wollen. Am Ende der Tour kletterte George, der nun wirklich nicht mehr der Jüngste ist,

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    flink auf eine Palme um uns frische Trinkkokosnüsse zu besorgen

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    und bereitete uns einen Lunch im Cook-Island-Style am Strand.

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    Pünktlich zum einsetzenden Regen wurden wir wieder auf unserer Veranda abgesetzt. Nachdem die Schauer etwas nachließen machten wir uns selbst nochmal auf den Weg zum Birdwatching, konnten allerdings nur einige Lorokeets finden.

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    Den Rest des Tages verbrachten wir dann wieder vor unserer Unterkunft um den vorbeigehenden Insulanern zuzusehen und zu winken. Zum Abendessen gabs schließlich wieder frisch zubereitete Burger vom Minimarkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  18. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 12: Atiu - Rarotonga (Ostküste)

    Am heutigen letzten Tag auf Atiu stand noch der Besuch der Kaffeeplantage unseres Gastgebers auf dem Programm. Früh morgens holte er uns ab, führte uns über seine Plantage

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    und zeigte uns die Maschinen, welche zur Weiterverarbeitung benötigt werden. Das Ganze war sehr informativ und wir bekamen einige interessante Geschichten zum Kaffeeanbau (und zu anderen Themen) auf Atiu zu hören. Zum Abschluss gab es eine Kostprobe des Kaffees auf der Terasse seines Hauses. Hier konnten wir auch das fibre-arts Studio seiner Frau, mit zahlreichen zum Verkauf stehenden Souvenirs und Kunstwerken, besuchen. Die Sachen waren hübsch, allerdings nicht unsere Preisklasse, somit beließen wir es beim Kauf von 500g Kaffee (welcher deutlich besser schmeckt, als der, den ich mir täglich literweise im Büro hineinkippe :RpS_biggrin:). Fotos der Maschinen sowie des Kunststudios stelle ich hier nicht online, da ich nicht weiß, ob dies erwünscht ist.
    Nach dieser Tour wurden wir zum Airstrip gebracht, wo wir auf unseren Flug nach Rarotonga warteten. Diesmal sollte die Maschine nicht so leer bleiben. Mit uns warteten noch zahlreiche Einheimische die mit kiloweise Blumenketten für die Reise geschmückt wurden. Die Maschine kam und startete pünktlich. Kurz nach dem Start machten die Piloten allerdings plötzlich eine 180 Grad Kurve und begannen einen steilen Sinkflug zurück Richtung Wartehalle des Flughafens. :bigeek: Kurz über dem Boden starteten sie dann wieder durch. Bei einem Blick aus dem Fenster wurde uns klar, was dieses Manöver sollte - das war sowas wie ein Abschiedsgruß an die noch immer hier stehende und winkende Verwandtschaft :RpS_biggrin:
    Nach einer Stunde Flug erreichten wir Rarotonga und holten zunächst unser hier deponiertes Gepäck. Nach kurzem Umräumen kam dann auch schon gleich der Anti-Clockwise Bus*,

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    welchen wir nahmen um zu unserer nächsten Unterkunft, Tianas Beach Villas, direkt am Strand der Murilagune an Ostküste Rarotongass zu gelangen.

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    Da der ganze Inseltransfer schneller ging, als wir dachten, hatten wir nun noch genug Zeit um etwas am Strand entlang zu spazieren,

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    einige Einkäufe im Minimarkt zu tätigen, erfolglos zu versuchen im Internet-Cafe online zu gehen und uns mit gesammelten Früchten einzudecken.

    *) Auf Rarotonga gibt es zwei Buslinien, welche jeweils einmal die Stunde fahren, den Bus, der die Insel im Uhrzeigersinn umrundet und den, der gegen den Uhrzeigersinn fährt. :becky:
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  19. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 13: Rarotonga, Cross Island Walk

    Für den heutigen Tag stand der Cross Island Walk auf dem Programm. Dieser Weg startet im Norden der Insel in der Hauptstadt Avarua und führt, an der markanten Felsspitze "The Needle", welche sich auf 413m Höhe befindet, vorbei, zur Südküste.
    Gegen 8 Uhr gingen wir zunächst zur Hauptstraße, um auf den Anti-Clockwise Bus zu warten. Noch bevor der Bus kam hielt ein Auto, und die Fahrerin fragte uns, ob wir nach Avarua wöllten und sie uns mitnehmen soll - perfekt. :yes3: Wir ließen uns an der Post absetzen und liefen zum Startpunkt des Cross Island Walk. Zunächst ging es noch auf asphaltierten Wegen Richtung Landesinnere, bis zum "Stadtrand" Avaruas.

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    Hier fanden wir dann eine Hinweistafel über den Weg und die zurückzulegende Höhe.

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    Das stimmte uns schonmal positiv, laut Lonely Planet sollte der Weg nämlich sehr schlecht zu finden sein, und eigentlich nur mit Führer unternommen werden, aber wenn hier schon so ein neues Schild steht, dann wirds schon klappen. (Und so war es auch, der gesamte Weg war mit orangenen Pfeilen markiert.)
    Zunächst ging es über einige Wiesen und schließlich in den Regenwald.

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    Der Weg führte nun stetig berauf, war aber in gutem Zustand und trotz Regenzeit nicht wirklich schlammig. Somit war der Aufstieg kein Problem, und wir erreichten die Needle recht zügig.

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    Von hier boten sich herrliche Aussichten auf den uns umgebenden Regenwald,

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    auf die Nord- und auch auf die Südküste Rarotongas.

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    Glücklicherweise waren wir zeitig gestartet, so hatten wir den Berg eine zeitlang für uns. Als dann eine Gruppe Wanderer kam, entschieden wir uns weiter zu gehen. Auch der Weg Richtung Südküste war glücklicherweise mit Pfeilen markiert. Ohne diese hätten wir den Weg sicher nicht gefunden, da es hin- und wieder Stellen gab, an denen man denken konnte, dass sich der Weg gabelt. Der Abstieg war abwechslungsreich. Es gab die unterschiedlichsten Pflanzen zu entdecken

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    und das zahlreiche Bachläufe zu durchqueren waren, sorgte für die nötige Abkühlung. :smile3:

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    Der Pfad endete letztendlich nach ca. 8.5km am Wigmore-Wasserfall (welchen wir am Anfang der Reise schonmal mit dem Rad besucht hatten). Heute war hier allerdings kein Mensch - somit stand einem Sprung ins Becken des Wasserfalls nichts im Weg. :RpS_biggrin:
    Nach dieser Abkühlung gings nun schließlich noch ca. 1.5km bis zur Südküste. Damit hatten wir nun Rarotonga, nachdem wir es mit dem Fahrrad umrundet hatten, auch zu Fuß durchquert (macht das mal mit Australien :RpS_biggrin: ).
    Leider hatten wir aber den Bus Richtung Muri Lagune gerade verpasst. Eine Stunde auf den nächsten warten, wollten wir aber auch nicht, somit gings zu Fuß weiter. Bis zu unserer Unterkunft warens ja nur noch ungefähr 7.5km.
    Bisher hatten wir an diesem Tag schönstes Wetter, bis ungefähr 500m vor Muri. Wir sahen schon eine Weile diese böse aussehende, schwarze Wolkenfront auf uns zukommen, hofften aber es noch bis zur Unterkunft zu schaffen. Plötzlich wendete ein Auto, welches uns entgegenkam und man fragte uns, wo wir hin wöllten. (Die Insassen waren eine Woche zuvor mit uns auf der Aitutaki Lagoon Cruise gewesen.) Wir wurden überredet uns die letzten 500m fahren zu lassen, und das war gut so. Als wir die Türen des Autos schlossen begann ein Regenguss, wie wir ihn selten erlebt haben - wieder Glück gehabt. :yes3:
    Den Rest des Schauers warteten wir auf der Terasse unseres Bungalows ab. Glücklicherweise kam nach nicht allzu langer Zeit wieder die Sonne raus. Da wir am heutigen Tag genug gelatscht waren, beschlossen wir unseren Füßen noch etwas Ruhe zu gönnen und schnappten uns unser Schnorchelzeug sowie zwei Kajaks, welche kostenlos zur Verfügung standen. Den Rest des Tages verbrachten wir dann paddelnd und schnorchelnd in der Muri Lagune.

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    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  20. kondelsen

    kondelsen Forenfuchs

    Registriert seit:
    7. Januar 2011
    Beiträge:
    82
    Sehr schöner Reisebericht mit tollen Bildern. Gehe ich recht in der Annahme, dass Du als Hobbyornithologe immer eine 500mm Festbrennweite mit dir umherträgst? Falls ja: Respekt! Kannst Du auch ein bisschen über die Kosten bezüglich Unterkunft und Essen erwähnen? Würde mich sehr interessieren. Vorab besten Dank!
     

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