Neuseeland Reisebericht

Dieses Thema im Forum "Neuseeland, Australien Forum und Ozeanien Forum" wurde erstellt von Bandanar, 1. Juni 2012.

  1. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Erstmal noch ein kurzer Videoclip des Vortages, mit dem Blick von unserem Container.

    Tag 13: Milford Sound

    In Kaikoura hatte uns zwei Deutsche mitgeteilt, auf dem Campingplatz der Milford Sound Lodge ganz zeitig morgens Kiwis gesehen zu haben. Trotz ungläubig zweifelnder Nachfrage bestanden die beiden darauf, dass es so war. Nun gut, ein Versuch war es wert, also standen wir schon sehr zeitig auf und wollten mal unser Glück versuchen. Wobei wir zum einen die Geschichte nicht glaubten und zum anderen beim zu erwartenden Regen sowieso keine Kiwis auf einem ungeschützten Campingplatz vermuteten.
    In einer Erwartung lagen wir schonmal falsch. Es regnete nicht, stattdessen war weit und breit nur strahlend blauer Himmel zu sehen - verrückt das Wetter in NZ.:confused3: Mit unserer anderen Vermutung lagen wir allerdings richtig. Der vermeintlich gesehene Kiwi entpuppte sich als Weka - auch gut, den hatten wir noch nicht.

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    Nach einem Kaffee und ein paar Scheiben Toast fuhren wir gleich zum Wasser - wer konnte schon wissen, wie lange sich das Wetter hält. Dort angekommen, präsentierte sich der Milford Sound heute von seiner schönsten Seite.

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    Da noch etwas Zeit bis zu unserem Bootstrip war, spazierten wir etwas im hiesigen Wald umher.

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    (Maori Fruchttaube)

    Pünktlich zur Abfahrt des Bootes fanden wir uns am Anleger ein. Wir hatten die "Nature Encounter Tour" gewählt, da diese mit verhältnismäßig kleinen Booten durchgeführt wird und das Hauptaugenmerk auf dem auffinden von Tieren liegen sollte.

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    Es ging auch gut los, schon nach kurzer Zeit bekamen wir die ersten Delfine zu sehen, leider nur kurz.

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    Dann ging es immer weiter den Fjord hinaus.

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    An den Felswänden waren immer wieder schöne Wasserfälle zu sehen, die heute wunderbar das Sonnenlicht reflektierten.

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    Auch kamen wir an einigen kleinen Robbenschlafplätzen vorbei.

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    So gestaltete sich die Fahrt sehr kurzweilig, bis wir schließlich an der Mündung des Sounds in den offenen Ozean angekommen waren. Hier in der Gegend sollten große Kolonien Zwergpinguine zu sehen sein. Wie aber schon beim Kaikoura-Tag angekündigt gab keine zu sehen.
    Von hier ging es nun leider schon wieder zurück Richtung Hafen.

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    Unserer Meinung nach ist der Milford Sound Cruise ein absolutes Must-do wenn man grad mal in der Gegend ist. :becky:
    Optional hätte man schon am Deep Underwater Observatory aussteigen können, um einen Blick auf Tiefseekorallen zu werfen. Das interessierte uns allerdings weniger und hätte zusätzlich zu den 90,- NZD für die Bootstour nochmals 35,- NZD gekostet.
    Da es noch immer sonnig war, setzten wir uns gleich ins Auto und fuhren nochmals ein paar Kilometer den Milford Highway zurück. Heute sah man doch tatsächlich mal die Berge vollständig.

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    Aufgrund des Wetters hatten wir einige sehenswerte Punkte am Vortag ausgelassen. Unser Ziel war "The Chasm". Dies ist ein 30 minütiger Wanderweg durch den Wald

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    zu einem interessanten Wasserfall, welchen man auf einer natürlichen Brücke überquert. Leider haben wir keine Stelle finden können, von der aus das Ganze so eindrucksvoll im Bild festgehalten werden konnte, wie es tatsächlich war, deswegen gibts hiervon kein Foto.
    Stattdessen gibts ein paar Bilder vom Parkplatz. Hier sahen wir nämlich einen Kea in Aktion, genauso wie man es sich vorstellt :RpS_biggrin:

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    Was uns auf dem Weg zurück auffiel, war, das mittlereweile auch von den letzten Wasserfällen an den Berghängen nichts mehr übrig geblieben war. Damit hatten wir wohl im Nachhinein betrachtet mit dem Wetter ein Riesenglück. Bei der Anfahrt gabs die Wasserfälle, am heutigen Tag dann strahlenden Sonnenschein. :daumen:
    Am Milford Sound "fanden" wir noch eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt, welche wir schließlich auch noch machten. Danach wars dann aber Zeit fürs Abendessen.
    In der Küche herrschte übrigens Hochbetrieb. Alle, die den Milford Track gewandert sind, haben ja hier die erste Möglichkeit mal wieder richtig zu kochen. Außerdem hatten ein paar Taucher Lobster gefangen, welche jetzt zubereitet wurden. Glücklicherweise fanden wir aber noch einen Platz für unsere bescheidenen Nudeln mit Tomatensoße :RpS_biggrin:. (die gabs übrigens auch die Tage zuvor)
    Danach gings gut gelaunt wieder in unseren Container. Mangels Einkaufsmöglichkeit mussten wir heute allerdings leider auf die mittlereweile zur Tradition gewordene Schokolade und den Wein verzichten. :no3:
     
  2. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 14: Milford Sound - Curio Bay, (414km)

    Auch heute morgen war der Luftentfeuchter im Container wieder mit einem Liter Wasser gefüllt. Der Milford Sound kann in dieser Hinsicht wohl mit jedem tropischen Regenwald mithalten. Gut, dass wir nicht gezeltet haben. Unserer Elektronik wäre das sicher nicht so gut bekommen.
    Einmal mehr war heute wieder der Weg das Ziel. Wir wollten bis nach Curio Bay in den Catlins, im äußersten Süden der Südinsel, fahren. Da wir uns mittlereweile mit dem nicht-zelten angefreundet hatten (was uns gar nicht schwer fiel :RpS_biggrin:), hatten wir uns das Catlins Beach House als Unterkunft herausgesucht. Sämtliche Reservierungsversuche schlugen allerdings fehl, da dort ausschließlich das first come first serve Prinzip gilt. Also mussten wir einfach mal unser Glück versuchen. Im Moment waren wir aber erstmal noch am Milford Sound und es herrschte strahlender Sonnenschein.
    Nach kurzer Verabschiedung von den Keas

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    machten wir uns kurz nach 8:00 Uhr wieder auf den Weg über den Milford Highway.

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    Leider ist die Ampelanlage am Homer Tunnel erst ab neun Uhr in Betrieb. Da der Tunnel teilweise nur einspurig ist, und jetzt die Zeit war, in welcher die ersten Reisebusse Touristen zu den Bootstouren brachten, war die Tunneldurchfahrt etwas nervig.
    Aufgrund des schönen Wetters stoppten wir nochmals an einigen Stellen, welchen wir schon hinzu einen Besuch abgestattet hatte.

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    Auch Te Anau wirkte heute deutlich einladender, so hatten wir eine herrliche Sicht über den gleichnamigen Te Anau See.

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    Die weitere Strecke war erstmal weniger spektakulär und wir stoppten lediglich an der Clifden Suspension Bridge von 1899, damals die längste Brücke Neuseelands, heute ein historisches Monument.

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    Nachdem wir die Südküste erreichten, wurde die Landschaft wieder spektakulärer. Wir wählten die etwas längere Southern Scenic Route, was durch zahlreiche Ausblicke aufs Meer belohnt wurde.

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    Einen längeren Aufenthalt legten wir am Waipapa Point ein, wo es in der Nähe des Leuchtturms Seelöwen (nicht mit Robben verwechseln) geben sollte. Diese doch recht großen Tiere waren so gut im Sand getarnt, dass wir sie erst erstaunlich spät entdeckten.

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    Der nächste Halt war am Slope Point. Hier erreicht man nach einem kurzen Spaziergang über eine Schafweide den südlichsten Punkt der Südinsel. Ein Schild weist darauf hin, dass man sich hier deutlich näher am Südpol als am Äquator befindet.

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    Vom Slope Point gings dann erstmal zum Catlins Beach House. Hier erwartete uns eine Überraschung. Das Haus, welches wie ein normales Wohnhaus aussah, lag wirklich super - direkt am Strand der langgezogenen Purpoise Bay. Nur, es war weit und breit niemand zu sehen. Wir klinkten einfach mal an der Tür, und siehe da, es war nicht abgeschlossen. Unser Blick fiel direkt auf einen Zettel. Hier waren die drei Räume welche es gab notiert, und wer zuerst kommt, sollte seinen Namen dahinter schreiben. Der Besitzer käme irgendwann abends zum abkassieren. Sämtliche Einrichtung wie Küche, Bad, Kamin konnte man schon immer nutzen. Wir staunten über soviel Vertrauen :bigeek:. Wir wählten den Double Room mit shared facilities für 60,- NZD (es gab noch ensuite-double und ein 5er dorm room). Wir luden noch etwas Gepäck ins Zimmer, um unsere "Besitzansprüche" zu untermauern und dann gings weiter zur Curio Bay. Hier sollen Überreste eines versteinerten Waldes bei Ebbe im Wasser zu sehen sein. Außerdem könnte man hier, wenn man Glück hat, seltene Gelbaugenpinguine beobachten. Der Steinwald war eher unspektakulär, besser gesagt brauchte man schon sehr viel Phantasie um überhaupt etwas davon zu erkennen. :cool5:

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    Dafür hatten wir Glück mit den Pinguinen. Ein Aufpasser teilte uns mit, das gerade ca. 20 Brutpaare hier ihr Nest haben und die Tiere jeden Moment zur allabendlichen Fütterung der Jungen an Land kommen könnten. Also warteten wir, ärgerten uns über Chinesen, welche die Absperrung missachteten und sehr energisch davon überzeugt werden mussten nicht im Pinguin Bereich herumzutrampeln, und warteten weiter, und warteten, bis schließlich wirklich der erste Pinguin aus den Fluten auftauchte

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    und schnurstracks zu einem Nest in den Büschen stolzierte

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    um dort seine wartenden Jungen zu füttern.

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    Diese hatten sich vorher für uns Beobachter völlig unsichtbar im Gebüsch versteckt gehalten, und kamen erst bei Anblick ihres Elterntiers heraus.
    Nach und nach kamen nun noch weitere Tiere aus dem Wasser, fütterten ihre Jungen und verschwanden schließlich wieder um erneut auf Fischjagd zu gehen.
    Nach zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Beach House, stoppten aber noch an einem Ausichtspunkt mit Blick über die Porpoise Bay, wo wir Robben und Hector Delfine im Wasser springen sahen. (Foto gibts leider nur von einer Robbe)

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    Im Beach House angekommen, sahen wir zuerst, dass dieses ausgebucht war. Neben uns war noch ein chinesisches Paar und eine schwedische Gruppe anwesend. Wir teilten uns mit den (glücklicherweise anscheinend westlich geprägten :RpS_biggrin: ) Chinesen die Küche und erfreuten uns einmal mehr an Nudeln mit Tomatensoße. :yes3:
    Anschließend machten wir noch einen ausgedehnten Strandspaziergang - so weit im Süden ging die Sonne schließlich erst nach neun unter. Zwergpinguine, welche genau hier leben sollten, fanden wir aber leider wieder keine.
    Gegen 22 Uhr kam dann tatsächlich kurz der Vermieter, sammelte das Geld ein, und verschwand wieder. :becky:
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2012
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 15: Curio Bay - Pounawea, (150km)

    Um 7:00 Uhr morgens waren wir natürlich die ersten auf den Beinen im Beach House. Und mal wieder lohnte sich das zeitige Aufstehen. Schon während des Kaffeekochens sahen wir beim Blick aus dem Fenster direkt an unserem Strandabschnitt Hectordelfine springen. Also gabs ein ganz kurzes Frühstück und dann gings gleich raus an den Strand. Hier beobachteten wir die folgenden zwei Stunden wie die Delfine über die Wellen sprangen oder mit den Wellen surften, machmal allein, manchmal in kleinen Gruppen - wirklich beeindruckend.

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    Den weiteren Tag hatten wir für Unternehmungen in den Catlins reserviert. Wir hatten irgendwo eine Karte aufgegabelt, in welcher ca. 20 sehenswerte Punkte dieser Gegend markiert waren. Bevor wir damit aber begannen, fuhren wir nochmal kurz zur Curio Bay und bekamen tatsächlich nochmal einen jungen Gelbaugenpinguin zu sehen. Danach machten wir uns nun endlich daran die Highlights der Catlins "abzuarbeiten".

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    Insgesamt charakterisiert sich diese Landschaft durch viel Wald, in welchem auch heute noch der markante Ruf des Tuis hallt, durch große Schafsweiden und durch eine rauhe Küstenlandschaft. Außerdem gibt es hier zahlreiche Wasserfälle zu sehen.
    Unter anderem stoppten wir an den McLeans Falls, welche durch einen netten 45 minütigen Waldspaziergang zu erreichen sind.

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    Wir hielten an einer alten Mine, wo es außer ein paar alten Gerätschaften nicht wirklich viel zu sehen gab.

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    Hin- und wieder stoppten wir für das Küstenpanorama

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    oder für beachtlich große Schafsherden. :RpS_biggrin:

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    Wir wanderten zum Lake Wilkie, einem einsam gelegenen Waldsee,

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    liefen zu den Matai und den Horsehoe Wasserfällen,

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    und schließlich auch noch zu den Purakanui Falls.

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    Nun war es bereits kurz nach drei, und wir kümmerten uns erstmal um eine Übernachtungsmöglichkeit. Da wir wieder keine Lust zum zelten hatten, wählten wir eine Kabine (55,-NZD) im Pounawea Motor Camp mit schöner Aussicht über den Catlins River.

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    Nach einem 45 minütigen Nature Walk nahe des Camps,

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    setzten wir uns nochmal ins Auto und fuhren zur gegenüberliegenden Seite des Flusses. Hier trafen wir einmal mehr Seelöwen an, welche sich allerdings genauso träge zeigten wie ihre Verwandten am Vortag.

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    Von hier gings nun auch noch weiter zum Nugget Point, an dessen Spitze ein Leuchtturm hoch über dem Meer thront und einen herrlichen Ausblick nach unten bietet.

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    Danach fuhren wir schließlich zurück zum Camp und konnten während des Abendessens (diesmal zur Abwechslung Instant Nudeln:RpS_biggrin:) mit dem Fernglas beobachten wie auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Bewegung in die Seelöwen kam. Zum nochmal hinfahren und Bilder machen hatten wir nun aber keine Lust mehr.
     
  4. kondelsen

    kondelsen Forenfuchs

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    Mal wieder ein dickes "Danke" an Dich. :daumen: Bin immer am Mitlesen und erfreue mich an den tollen Fotos. Bitte mehr :smile3:

    Schönen Sonntag!
     
  5. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke, heute Abend gehts dann wieder weiter.
     
  6. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 16: Pounawea - Dunedin, (233km)

    Heute stand nun die Fahrt zu unserem letzten Ziel in Neuseeland auf dem Programm, nach Dunedin und zur Otage Halbinsel. Bevor wir uns dahin auf den Weg machten, statteten wir noch Jacks Blowhole einen Besuch ab. Wir erreichten dieses nach einem ziemlich anstrengenden, da sehr steilen, 20 minütigen Fußmarsch vom zugehörigen Parkplatz aus. Jacks Blowhole ist 200m von der Küste entfernt und durch einen unterirdischen Kanal mit dem Meer verbunden. Bei stürmischem Seegang soll hier das Wasser recht gewaltig nach oben gedrückt werden. Als wir da waren, war das Meer anscheinend zu ruhig. Wir sahen nur ein tiefes Loch mit ruhiger Wasseroberfläche am Boden. :cool5:

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    Von hier machten wir uns dann auf den Weg zum Dunedin Holiday Park. Die Strecke war eher unattraktiv, da relativ viel Industrie den Weg säumte. Der Holiday Park selbst liegt perfekt zwischen dem Stadtrand Dunedins und der Otago Halbinsel. Da das neuseeländische Wetter anscheinend nicht mehr unser Freund werden wollte, 10 Grad stürmisch, bevorzugten wir auch hier wieder eine Kabine. Nachdem wir eine Waschmaschine gefüllt hatten, verließen wir erstmal den geschichtsträchtigen Holiday Park Richtung Stadtzentrum. :RpS_biggrin:

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    Dunedin war, von Auckland natürlich mal abgesehen, eigentlich der einzige Ort in Neuseeland, den wir besucht haben und der auf uns wirklich den Eindruck einer Stadt gemacht hat. (nicht das wir das vermisst hätten)
    Die sehenswertesten Orte der Stadt sind der Bahnhof,

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    einige Kirchen,

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    die Einkaufsstraße

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    und wahrscheinlich auch der Chinese Garden, den wir aber aufgrund des Wetters nicht besuchten.

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    Eine weitere "Sehenswürdigkeit" der Stadt ist die Baldwin Street, die offiziell steilste bewohnte Straße der Welt.

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    Es war interessant zuzuschauen, wie einige Leute Probleme hatten ihren nahezu schrottreifen Wicked-Camper am oberen Ende der Straße zu wenden :becky:. Wir wollten unserem Auto diese Qual nicht antun und liefen stattdessen nach oben. (der arme Briefträger)

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    Nach einem Zwischenstopp zum Wäsche aufhängen gings am späten Nachmittag weiter auf die Otago Halbinsel, welche ca. 30km lang und bis zu 12km breit ist. Neben wunderschönen Landschaften (zumindest bei schönem Wetter)

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    bietet die Halbinsel auch ein Zuhause für zahlreiche Tierarten, wie Robben, Seelöwen, Pinguine, Albatrosse, ...
    Vor allem letztere interessierten uns am heutigen Tag. Am äußersten Ende Otagos befindet sich das Royal Albatross Center, von wo aus man diese Tiere sehr gut beobachten kann. Wir waren in diesem Punkt allerdings etwas sparsam. Vom Parkplatz des Centers und von zwei nahen Aussichtspunkten kann man diese riesigen Vögel nämlich schon bestens im Gleitflug bestaunen.

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    Will man zusätzlich noch einen Blick auf den Felsen werfen, an dem die Albatrosse ihre Nester haben, so muss man ins Albatross Center hinein und stattliche 60,- NZD bezahlen :bigeek:. Das war es uns dann doch nicht wert.
    Auf dem Rückweg wollten wir ein weiteres Mal versuchen einer Zwergpinguinkolonie einen Besuch abzustatten, aber es war auch hier außer ein paar Robben keiner zu Hause. (Die Klettertour in Kaikoura hatte sich also bezahlt gemacht. Das war die letzte Chance auf diese Pinguine.)
    Einen kurzen Stopp machten wir noch an der Sandfly Bay

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    um einmal mehr schlafende Seelöwen zu entdecken.
    Von hier gings nun zurück zum Holidaypark, wo wir zur Abwechslung mal die großen Kochkünste rausholten: Es gab Reis mit Bohnen und Currysoße. :RpS_biggrin:
    An dieser Stelle sollte noch erwähnt werden, dass die von uns in Mengen vernichtete Cadbury Schokolade aus Dunedin kommt. Ein Pluspunkt mehr für die Stadt. :becky:
     
  7. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 17: Orokonui und Otago Halbinsel

    So langsam neigt sich unser Neuseelandaufenthalt dem Ende, und ein Tier, welches wir gehofft hatten zu sehen, fehlte noch: der Kaka, auch Waldpapagei genannt. Überall wo wir dessen Verbreitungsgebiet bislang gekreuzt hatten, bekamen wir keinen zu Gesicht.
    Unsere letzte Chance war das Orokonui Ecosanctuary. Hierbei handelt es sich um ein ungefähr 300ha großes Schutzgebiet, welches von einem 9km langen Possum-sicheren Zaun umgeben ist. Die Vögel welche hier nisten können sich demnach völlig frei bewegen, auch außerhalb des Schutzgebietes. Instinktiv scheinen sie aber zu merken, dass sie in Orokonui sicher sind.
    Wir waren bereits zur Öffnung um 9:30 Uhr vor Ort und wahrscheinlich die ersten Besucher des Tages (woran wohl auch das gleichbleibend schlechte Wetter schuld war). Nachdem wir uns zunächst eine Weile im sehr interessanten Informationszentrum umgesehen hatten, entschieden wir uns für einen ungeführten Besuch (16,-NZD).
    So wanderten wir ungefähr vier Stunden im Schutzgebiet umher, trafen kaum auf andere Besucher, dafür auf umso mehr Vögel, wie den immer wieder faszinierend rufenden Tui,

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    Rosellas,

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    kleinere Vögel deren Namen wir vergessen haben,

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    und zu unserer großen Freude zwei Kakas, wenn auch nur für kurze Zeit.

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    Nach der Rückkehr zum Holiday Park wartete erstmal Arbeit auf uns. Wir wollten schon heute unser Gepäck flugfertig verstauen und mussten die benutzte Campingausrüstung gründlich reinigen. Schließlich wollten wir keinen Ärger mit der australischen Biosecurity am folgenden Tag haben. Das Ganze dauerte ungefähr zweieinhalb Stunden. (erstaunlich wo man nach 2 Wochen im Auto sein ganzes Zeug verteilt hat, was man nun zusammensuchen muss :RpS_biggrin:)
    Danach gings nochmal auf die Otago Halbinsel. Wir hatten am Vortag auf Landschaftsbilder größtenteils verzichtet, da wir auf Wetterbesserung gehofft hatten. Die trat zwar nicht ein, aber ganz auf Fotos wollten wir nicht verzichten.

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    Wir fuhren nochmal bis zum Albatros Center und konnten auch heute wieder die stattlichen Tiere beobachten. Als wir uns wieder auf den Rückweg machen wollten,

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    sahen wir, dass gerade ein großes Kreuzfahrtschiff dabei war aus der Bucht auszulaufen. Das Schauspiel warteten wir noch ab. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie groß diese Dinger sind :bigeek:.

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    Am Abend zauberten wir aus unseren restlichen Vorräten noch ein Abendessen (rote Bohnen, Mais und Brot :RpS_biggrin:) und standen schließlich noch vor der Aufgabe sämtliche verbliebene Schokoladen-, Wein- und Biervorräte zu vertilgen :tongue5:.
     
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Schlussspurt: den letzten Tag gibts heute noch als Zugabe :RpS_biggrin:

    Tag 18: Dunedin - Queenstown, (293km) - Flug nach Sydney

    Unser letzter Tag im Land der Kiwis. Das Wetter machte es uns leicht Dunedin zu verlassen. Zu Kälte und Wind hatte sich heute auch noch Nieselregen gesellt - echt unangenehm. Mit nur wenigen Stopps

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    erreichten wir kurz nach Mittag Queenstown. Da hier die Sonne schien, verbrachten wir die noch verbleibende Zeit am See, sahen dem Rugby-Nachwuchs zu,

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    und setzten in der Fußgängerzone unsere letzten Neuseelanddollars noch in Souvenirs um. Kurz vor drei fuhren wir schließlich zum Flughafen, wo wir unseren Nissan Sunny nach 3647km wohlbehalten abgaben.
    Pünktlich um 17:15 Uhr verließen wir Neuseeland mit Pacific Blue in Richtung Sydney.

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    Dies war der erste von fünf Flügen, welche wir in einem Vigin Australia Airpass gekauft hatten. Der Airpass bietet günstige Ticketpreise mit 23kg Inklusivgepäck und fairen Umbuchungsbedingungen. Für Australien-Ozeanien-Kombinationen sicher eine gute Option.

    Das Beeindruckendste unseres kurzen Neuseeland-Überblicks waren für uns sicherlich die grandiosen Landschaften (Vulkane, Geysire, Milford Sound, neuseeländische Alpen, Catlins, ... ) aber auch die Tierwelt hatte mehr zu bieten als wir zuvor vermuteten.
    Wenn man sich etwas mehr auf das Wetter verlassen könnte, dann kämen wir sicher bald mal wieder: um einen der großen Tracks zu wandern, zur Walsaison nach Kaikoura, zum Abel Tasman Nationalpark, zum Northland nördlich von Auckland, zum Mt. Taranaki, nach Christchurch und Umgebung, nach Kapiti Island, nach Stewart Island und zu den vielen anderen sehenswerten Orten, welche wir in den 18 Tagen einfach nicht auch noch bereisen konnten. :yes3:

    --------------------
    So, damit wäre auch der Neuseelandbericht beendet. Soll ich mit den nun folgenden 4,5 Wochen Australien fortsetzen, oder diese erstmal überspringen und mit Samoa/Fidschi weitermachen (ist vielleicht interessanter?!)
     
  9. kondelsen

    kondelsen Forenfuchs

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    Beiträge:
    82
    Hey, ich lege nur auf eines Wert: die Fortsetzung :RpS_biggrin: Finde einen chronologischen Bericht nicht schlecht. Von mir aus kann es also gerne in Australien weitergehen.
     
  10. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    1. Januar 2011
    Beiträge:
    1.895
    @bandanar: einfach toll deine Reiseberichte zu lesen. Kurzweilige, ja fesselnde Beschreibungen und eine tolle Auswahl an Bildern.

    Bitte unbedingt weitermachen, gerne chronologisch - also auf nach Australien :cooler:

    lg nf
     
  11. paulinchen

    paulinchen Reisefuchsforum Legende

    Registriert seit:
    30. Januar 2011
    Beiträge:
    796
    Jep, bitte Australien....:yes3:
     
  12. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.815
    Da ich (von stillen Mitlesern :smilewinkgrin3:) um eine grobe Skizze der Route gebeten wurde, hier ist sie:

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    Wahrscheinlich heute Abend gehts mit Australien weiter.
     
  13. frangipani81

    frangipani81 Reisefuchs

    Registriert seit:
    3. Januar 2011
    Beiträge:
    177
    Sehr genialer anschaulicher Reisebericht! :yes3:

    Ich konnte mir dadurch bereits ein sehr gutes Bild von Neuseeland machen inbesondere auch von den Wetterbedingungen.....
    Ich werde von Mitte Januar an 5 Wochen dort verbringen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dezember 2012

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