Mikronesisches Inselhopping: Pohnpei - Kosrae - Yap - Guam - Palau

Dieses Thema im Forum "Neuseeland, Australien Forum und Ozeanien Forum" wurde erstellt von Bandanar, 1. April 2014.

  1. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Mikronesische Inseln 2014

    Ich werde mich mal an den nächsten Reisebericht wagen. Diesmal verbrachten wir gut drei Wochen auf den mikronesischen Inseln. Dabei besuchten wir einen Tag Guam, 4 Tage Palau und mit den Inseln Kosrae, Pohnpei und Yap waren wir 15 Tage in den Föderierten Staaten von Mikronesien unterwegs.
    Die drei Hauptgründe für dieses nicht ganz so gewöhnliche Reiseziel waren: Tauchen, die Rock Islands in Palau sowie die Yap Days (ein traditionelles Fest auf der Insel Yap).
    Nebenbei gabs außerdem noch herrliche Regenwälder, Wasserfälle, alte polynesische Ruinen, spannende Überbleibsel aus jüngerer Geschichte, Mangroven, Lagunen und unglaublich nette Einheimische. Aber das folgt alles später im Detail ...

    Und los gehts:

    0.- 2.Tag: Dresden - Prag - Seoul - Osaka - Guam - Chuuk - Pohnpei


    Die Anreise nach Mikronesien gestaltet sich ziemlich umständlich. Kommt man noch relativ einfach bis Guam, so werden die Inseln weiter im Osten nur zweimal wöchentlich von Guam aus und zweimal wöchentlich von Hawaii aus kommend angeflogen. Glücklicherweise passten die Flugtage ganz gut in unseren Zeitplan, wodurch wir unnütz lange Zwischenstopps in Guam vermeiden konnten - aber der Reihe nach.
    Am 15.2. ging es vormittags zunächst mit dem Auto von Dresden nach Prag. Ab hier flogen wir nun am frühen Nachmittag mit Czech Airlines direkt nach Seoul, wo wir pünktlich 7:00 früh am folgenden Tag ankamen. Der Flug war wenig erwähnenswert, ordentliches Essen, modernes Inflight Entertainement und für die Eco gefühlt auch relativ viel Beinfreiheit (ich hab keine Sitzabstände gemessen).
    In Seoul angekommen, hatten wir nun ungefähr 12 Stunden Zeit. Wir gaben unser Handgepäck in die Gepäckaufbewahrung und machten uns mit dem Airport-Express Zug auf den Weg ins Zentrum. Zu Fuß und per Metro statteten wir hier einigen Palästen, Tempeln,

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    Märkten,

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    Einkaufsstraßen

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    und dem historischen Stadtviertel Hanok Bukchon einen Besuch ab.

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    Kurz zusammengefasst (es geht ja in dem Reisebericht um Mikronesien und nicht um Korea), es waren erfreulich wenige Touristen unterwegs, das Wetter war für Mitte Februar mit 5 Grad und Sonne recht akzeptabel und die Zeit verging viel zu schnell. Irgendwann werden wir Korea wohl mal etwas mehr Zeit widmen - dann allerdings wohl eher im Frühling.
    Wieder am Flughafen angekommen, ging es nun mit Korean Air (sehr guter Service, viel Platz) weiter nach Guam mit ungefähr eineinhalbstündigem Zwischenstopp in Osaka, wo wir das Flugzeug verlassen mussten. Ich hatte eigentlich vermutet, dass der Flieger bis Osaka noch recht voll sein wird und danach kaum noch wer nach Guam weiterfliegt. Damit lag ich aber vollkommen falsch. In Japan begannen anscheinend gerade die Ferien für Studenten, welche sich nun alle auf den Weg nach Guam zum "Spring-Break" machten. Innerhalb einer Stunde flogen drei Maschinen von Osaka nach Guam - mit der Folge, dass wir mit hunderten Asiaten die US-Immigration in Guam (Außengebiet der USA) zu durchlaufen hatten. Das war nachts um zwei Uhr und nach der bisherigen Reisedauer nicht das angenehmste Erlebnis. Dank Esta waren wir aber schon nach einer Stunde durch und hatten nun fünf Stunden Wartezeit bis zu unserem nächsten Weiterflug. Glücklicherweise fanden wir auf dem Flughafen Guam eine recht "gemütliche" Ecke, wo wir ein kurzes Nickerchen machen konnten.
    Nach der nun mittlereweile zweiten Nacht ohne Bett gings am dritten Anreisetag 8 Uhr mit United Airlines (alte Maschine, eng, nette Flugbegleiter im Rentenalter :RpS_biggrin:) weiter bis zu unserem ersten Ziel Pohnpei. Nach ungefähr zwei Flugstunden gabs aber erstmal einen Zwischenstop in Chuuk, wo wir aufgrund heftigem Regens und einer recht kurzen Landebahn zwei Versuche brauchten, um zum Stehen zu kommen. Einige Passagiere stiegen aus, andere ein und nach einer halben Stunde gings weiter. Dieser Flug hat etwas von Bus fahren. In Guam beginnend fliegt die Maschine bis Hawaii und stoppt auf insgesamt sechs weiteren Inseln zwischendurch.

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    Glücklicherweise war Pohnpei die nächste, wo wir nun endlich gegen 13 Uhr Ortszeit ankamen, und erstaunlicherweise auch unser Gepäck, welches Von Prag bis hierher durchgecheckt war.

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    Insgesamt waren wir nun seit 42 Stunden (bereits zeitverschiebungsbereinigt) unterwegs und freuten uns, dass es nur 10 Minuten Fahrt zum Southpark Hotel waren, von welchem wir abgeholt wurden.

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    Aber es war ja erst früher Nachmittag, der Regen hatte gerade aufgehört und wir waren in Mikronesien - da kann man seine Zeit doch nicht wirklich mit Ausruhen vergeuden :becky:
    Also raus aus den langen Sachen, kurze Hosen, Flip-Flops und Kamera rausgekramt und auf gings zu Fuß ins nur 600m entfernte Zentrum Kolonias, der Inselhauptstadt.
    Unsere ersten Eindrücke waren zum einen die üppige und extrem vielfältige Vegetation und zum anderen die freundlichen Einheimischen, welche wir auf dem kurzen Weg trafen.

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    Zur Hauptstadt selbst ist zu sagen, dass es wohl idyllischere Orte in der Südsee gibt. Interessant war der Spaziergang aber dennoch. Wir folgten dem in unserem Reiseführer empfohlenen Rundgang zunächst zur Post

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    und zur Touristeninformation mit dem daneben stehenden, vor sich hin rostenden, japanischen Panzer aus dem 2. Weltkrieg.

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    Weiter gings die Hauptstraße entlang

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    bis zum Parlamentsgebäude am Ende des Zentrums und schließlich über eine Nebenstraße zurück zum "German Bell Tower",

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    weiter an der "Spanish Wall" entlang

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    bis zu einem Supermarkt, wo wir uns erstmal mit etwas Verpflegung eindeckten. Bei einsetzendem Regen liefen wir wieder zurück zum Hotel, setzten uns auf die Terrasse und widmeten uns der schönen Aussicht auf den Sokeh Rock und die davor liegende Bucht.

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    Kurz nach dem Abendessen brachte man uns dann schließlich noch pünktlich um 19 Uhr den bestellten Mietwagen für den morgigen Tag.
    Und nun war endlich Zeit dafür: Schlafen! :sleep3:
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. April 2014
  2. kywo

    kywo Erfahrener Reisefuchs

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    Da will ich auch hin! :cool:
    Schöner Reisebericht, ich hoffe, es geht bald weiter.
    :daumen:
    kywo
     
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    3.Tag: Pohnpei

    Der heutige Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, eine Seltenheit in Pohnpei, welches mit bis zu 7600mm Jahresniederschlag eine der regenreichsten Regionen der Erde ist.

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    Nach einem japanischen Frühstück (Sashimi und Thunfisch Teriyaki), machten wir uns mit dem Mietwagen auf den Weg, um die Insel von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn zu umrunden.

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    Pohnpei hat eine relativ runde Form mit einem Durchmesser von ungefähr 20km. Durch die zerklüftete Küste und der meist daran entlangführenden Straße lagen in etwa 160km vor uns. Straßen, welche in das bergige Inselinnere führen, gibt es im Prinzip keine.
    Nachdem wir die Hauptstadt hinter uns gelassen hatten, ging die Verkehrsdichte auch schon ganz schnell gegen Null

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    und in gemütlicher Fahrt freuten wir uns über das schöne Wetter, den dichten Regenwald zu unserer Rechten und das Meer auf der Linken Seite.

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    Wer nun auf Bilder von endlosen, palmenbewachsenen Sandstränden wartet, den muss ich leider enttäuschen. Pohnpei's Küste ist fast vollständig von Mangroven umgeben.

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    Hin- und wieder passierten wir kleine Häuseransammlungen und erwiederten die Grüße von winkenden Einheimischen. Irgendwann erreichten wir den Abzweig Richtung Temwen (Halb)insel im Osten von Pohnpei und bogen ab. Verlässt man die gut asphaltierte Ringstraße, wird der Zustand der Wege schnell schlechter. Hatten wir uns über das etwas überdimensionierte Fahrzeug erst lustig gemacht, waren wir nun ganz froh etwas mehr Bodenfreiheit zu haben.
    Die Hauptsehenswürdigkeit der Insel lag nun vor uns, die Ruinen von Nan Mandol - eine Stadt/Festungsanlage welche vor ungefähr 1000-1500 Jahren von Polynesiern gebaut wurde. Der Weg dahin führte über einige Privatgrundstücke, und dafür muss man je nach Laune und Anwesenheit der Besitzer kleine Dollarbeträge (1-3 USD) als "Maut" bezahlen. Auf dem offiziellen "Parkplatz" ließen wir schließlich unser Auto stehen und gingen zu Fuß weiter. Wir folgten einem kleinen Pfad durch den Mangrovenwald,

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    bis wir schließlich die Ruinen vor uns hatten.

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    Die einzelnen Bauten wurden damals so angelegt, dass sie von Kanälen voneinander getrennt waren.

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    Glücklicherweise war gerade Ebbe, so dass wir watend von einer Ruine zur nächsten gelangen konnten. Wo und wie die riesigen Steine einst herkamen und warum Nan Mandol verlassen wurde, ist wie so gut wie alles, was diese Bauten angeht, unbekannt.

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    An diesem Ort, menschenleer, zwischen Mangrovenwald und den Wellen des Pazifik gelegen, kann man sich tatsächlich noch wie ein Entdecker fühlen :yes3:. Wir spazierten ausgiebig zwischen den Ruinen umher und machten viel zu viele Fotos bis uns die Mittagssonne schließlich wieder in den Schatten der Mangroven zurücktrieb.
    Mit dem Auto gings nun weiter zum Ausgangspunkt eines kurzen Wanderwegs zum nahegelegenen Kepirohi Wasserfall.

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    Einmal mehr waren wir die einzigen Menschen und fanden dies den perfekten Ort für einen Picknick-Lunch.

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    Diesmal trieb uns leider nicht die Sonne zurück zum Auto, sondern der langsam einsetzende Regen. Dieser wurde mit der Zeit immer stärker, weswegen wir uns das verbliebene Dreiviertel der Insel vorwiegend aus dem Auto aus ansahen.

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    Der nächste nenneswerte Ort, welchen wir passierten, war Palikir, die Hauptstadt der Föderierten Staaten von Mikronesien (ungleich der Hauptstadt der Insel). Hier hat man mehr oder weniger im Nirgendwo, fernab eines "gewachsenen Ortes", ein paar Regierungsgebäude hingesetzt - sehr seltsam.

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    Im Norden der Insel, kurz vor Kolonia verließen wir nochmal kurz die Ringstraße um die Sokeh Halbinsel zu umrunden. Hier schien es besonders heftig geregnet zu haben, womit sich die Einheimischen aber bestens arrangiert zu haben scheinen.

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    Besonders die Kinder hatten ihren Spaß.

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    Da noch etwas Zeit war und der Regen etwas nachließ, fuhren wir nun doch noch zu einem weiteren Wasserfall, welchen wir am Vormittag erstmal rechts liegen gelassen hatten. Nachdem wir das Auto geparkt hatten, wurden wir von einem vielleicht zehnjährigen Mädchen "empfangen" und über extrem schlammige Pfade durch den Wald und einen Hang entlang zum Aussichtspunkt geführt. Der ziemlich hohe Pahntakai Wasserfall liegt sehr beeindruckend im dichten Regenwald und wir hätten hier gern noch etwas mehr Zeit verbracht.

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    Allerdings setzte nun ein wahrer Wolkenbruch ein. Wir bedankten uns mit ein paar Dollar bei unserem kleinen Guide und fuhren schließlich wieder zurück zum Hotel. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir nur noch am Pohnpei Surf Club ein, wo wir unsere Tauchgänge für den morgigen Tag reservierten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. April 2014
  4. bounce1983

    bounce1983 Reisefuchsforum Legende

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    Schöner Bericht, freu mich schon auf die Fortsetzung :smile3:
     
  5. Bluetenglanz

    Bluetenglanz Reisefuchsforum Legende

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    Ich bin auch ganz begeistert von den Bildern. :)
     
  6. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    4.Tag: Pohnpei

    Der Tag begann ziemlich zeitig mit einem Frühstück 6:30 Uhr auf dem Balkon unseres Zimmers. Um acht Uhr sollten wir am Pohnpei Surf Club sein, um pünktlich eine Stunde später mit dem Tauchboot zu starten. Da wir unseren Mietwagen bereits am gestrigen Tag wieder abgegeben hatten, nutzten wir das einzige öffentliche Verkehrsmittel der Insel: das Taxi. Egal ob bestellt oder herangewunken, ob offiziell oder inoffiziell, es gilt hier der Einheitspreis von einem US Dollar pro Person innerhalb Kolonias. (Wir ließen uns sagen, dass die teuerste mögliche Strecke bis ans Südende der Insel 12 Dollar kostet. :daumen:) Pünktlich waren wir samt Flossen, Maske, Schuhen und Neoprenanzug am Tauchshop, nur um zu erfahren, dass wir aufgrund der Ebbe noch zwei Stunden warten müssten. Hm, das hätte man auch gestern schon wissen können :rolleyes3: . Na gut, so füllten wir erstmal den Papierkram aus und suchten uns ein passendes Jacket. Unsere Tauchscheine wollte übrigens niemand sehen. :cool5:
    Die restliche Zeit nutzten wir für einen kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung des Surfclubs.

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    Genau rechtzeitig, mit einsetzendem Wolkenbruch, waren wir wieder zurück um zusammen mit Guide, Bootsführer und einem australischen Touristen zum ersten Tauchspot, mit dem vielversprechenden Namen Manta Road, aufzubrechen.

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    Nach 30 Minuten Bootstour bei kaltem Regen und Fahrtwind konnten wir kaum erwarten endlich ins 29 Grad warme Wasser abzutauchen. Unser Guide und der Australier tauchten in kurzer Hose und T-Shirt, wir mit 7mm Neopren - das muss ein lustiger Anblick für die Fische gewesen sein :RpS_biggrin:. Ohne große Umschweife ging es hinab auf 21 Meter und schon kam uns auch ein Manta entgegen, schwamm einen Bogen, und verschwand wieder.

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    Das reichte uns aber bereits um begeistert zu sein. Zwar waren wir in der Vergangenheit schon an einigen wirklich guten Plätzen schnorcheln, aber dies war erst unser fünfter "richtiger" Tauchgang und bisher waren wir immer "nur" an Riffen unterwegs um eher kleinere Bewohner zu beobachten. So waren auch die folgenden Haie, die wir sahen, eine Premiere für uns.

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    (tief, weit weg -> Bild leider schlecht)

    Dieser Tauchgang ging ungefähr 45 Minuten, und wir hatten das Glück den Manta noch ein weiteres Mal beobachten zu können.

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    Die verregnete einstündige Oberflächenpause nutzten wir um zum zweiten Tauchplatz am Außenriff zu gelangen. Bei ziemlichem Wellengang gings hier bis 23 Meter hinab und dann immer die Riffwand entlang. Es gab viele schöne Korallen und auch einige Fische zu sehen, allerdings nichts wirklich Besonderes, was wir nicht auch schon anderswo schnorchelnd zu Gesicht bekommen hatten.

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    Da wir die ganze Zeit gegen die Strömung schwammen, ging mir leider schon nach 30 Minuten die Luft so langsam zur Neige und es hieß auftauchen.
    Auch wenn von allgemeiner Wetterbesserung noch keine Rede sein konnte, hatte glücklicherweise der Regen kurz aufgehört, und die Rückfahrt zum Surfclub war nun deutlich angenehmer.

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    Dort angekommen, feierten wir erstmal unsere ersten Mantasichtungen mit einer Trinkkokosnuss, bevor es wieder mit dem Taxi zurück zum Hotel ging.
    Nachdem wir unser ganzes Tauchzeug zum Trocknen aufgehängt hatten, machten wir uns nochmal auf den Weg ins Zentrum Kolonias, wo wir die gesamte Hauptstraße entlang liefen und auf der Suche nach Souvenirs wirklich jeden Laden, egal ob groß,

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    oder klein

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    abgrasten - vergeblich, nicht mal eine vernünftige Postkarte fanden wir.
    Allerdings fielen uns während des "Stadtbummels" einige lustige und kuriose Dinge ins Auge, wie die (man staune) drogenfreie Grundschule,

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    ein vertrauenserweckender Reifenhändler,

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    das interessant gemusterte Toastbrot

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    und ein motivierender Aufruf zur Blutspende.

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    Begleitet wurden wir allzeit vom heute nicht mehr enden wollenden Regen ...
     
  7. reggaetyp

    reggaetyp Reisefuchs

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    Schöner Bericht

    Sehr interessant, vielen Dank.
     
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    5.Tag: Pohnpei

    Leider war es uns nicht gelungen ein Boot für eine Tagestour zum Ant Atoll zu organisieren. Entweder war der Preis zu hoch oder das angebotene Boot hatte nur einen Motor und war ziemlich klein. Da immerhin 10 km offener Ozean zu überqueren sind, war uns Letzteres doch zu unsicher. Als Alternative entschieden wir uns für eine ausgedehnte Wanderung auf den Sokeh Berg

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    (der Hügel, welcher auf der anderen Seite der Bucht von unserem Balkon aus zu sehen war). Etwas körperliche Aktivität kann ja sowieso nicht schaden :RpS_biggrin::

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    Von den tief hängenden dunklen Wolken ließen wir uns nicht abschrecken, und so brachen wir nach einem kurzen morgendlichem Birdwatching auf.

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    Auf dem Weg zum südlichen Ende der Bucht passierten wir das Kapingamarangi Village,

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    ein Dorf, in welchem zu unserer Überraschung Souvenirs hergestellt und auch verkauft wurden. Wir sahen uns in einigen der Läden um (sofern wir jemanden fanden, der sie uns aufschloss) und konnten bei einem schönen hölzernen Manta nicht widerstehen. :smile3:
    Weiter gings dann erstmal bis zum nächsten Supermarkt, wo wir uns zwei Schirme kauften: der anfangs nur leichte Nieselregen hatte sich mittlerweile deutlich verstärkt. :sad3: Nachdem wir die Bucht umrundet hatten, gings nun auf rutschig steinigen Wegen stetig bergauf, bis wir schließlich eine kleine Picknickhütte am südlichen Ende des Bergrückens erreichten.
    Von hier führten mehrere kleine Pfade in den Regenwald,

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    welche zu verschiedensten Überbleibseln des zweiten Weltkriegs führten. Neben einem alten japanischen Bunker,

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    und Bombenkratern

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    gabs auch noch mehrere vor sich hin rostende Flak Geschütze zu "entdecken".

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    Nachdem wir genug von dem Kriegsgerät, was eigentlich so gar nicht in diesen Regenwald auf dieser friedlicher Insel passen will, gesehen hatten, nutzen wir eine Regenpause um schnell zum Aussichtspunkt (eine Fernmeldeanlage) am Nordende des Berges zu gelangen.

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    Von hier hat man einen schönen Blick auf Kolonia,

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    den Sokeh Felsen,

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    den Flughafen

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    und das Außenriff.

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    Das Wrack, welches auf dem Bild zu sehen ist, war ein erst zwei Monate alter Thunfischfänger, welcher vor Kurzem aufs Riff aufgelaufen ist. Die Besatzung war eingeschlafen und das Schiff war wohl nicht fest verankert gewesen.
    Mit Hereinbrechen der nächsten Regenfront

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    machten wir uns dann auch wieder auf den Rückweg

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    und waren am späten Nachmittag nach insgesamt 18km wieder zurück im Hotel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2014
  9. paulinchen

    paulinchen Reisefuchsforum Legende

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    Ich bin natürlich auch wieder dabei....:daumen:.....schöner Bericht, sehr inspirierend

    lg
    paulinchen
     
  10. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Herzlichen Dank für die Mühe Ihr zwei - bin auch dabei:RpS_biggrin:
    Gruss M.
     
  11. kondelsen

    kondelsen Forenfuchs

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    Auch von mir ein herzliches Dankeschön! Toller Bericht und wie immer schöne Fotos :daumen:
     
  12. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke, freut mich, dass wieder "alle" mitlesen :smile3:.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2014
  13. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    6.Tag: Pohnpei - Kosrae

    Nach dem Frühstück packten wir erstmal unser ganzes Zeug für den heutigen Weiterflug nach Kosrae zusammen. Im Anschluss gabs schließlich noch ein letztes Eis in Kolonia bevor wir schließlich 11 Uhr zum Flughafen gebracht wurden.
    Ich habe keine Ahnung, warum wir unbedingt drei Stunden vorher dort sein sollten. Obwohl es nur einen Check-in Counter und eine Security-Line gab und die Einheimischen auch eher von der gemütlichen Sorte sind, waren wir dennoch viel zu schnell mit allem fertig und warteten schließlich noch zwei Stunden bis die Maschine aus Chuuk ankam.

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    Weiter ging es für uns nun nach Kosrae, wo wir auf endlich besseres Wetter hofften.

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    Nach 1.5 Stunden Flugzeit erreichten wir schließlich die Insel, welche sich noch ein gutes Stück weiter westlich im Nirgendwo des Pazifik befindet. Das Wetter gefiel uns auch hier erstmal so gar nicht richtig.

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    Am Flughafen wurden wir bereits von einem Fahrer erwartet, welcher uns zum Hotel brachte. Für die ungefähr 20km vom Flughafen im Norden bis zum Kosrae Village Resort im Osten der Insel brauchten wir ca. 45 Minuten - in Kosrae geht alles etwas langsamer vonstatten - auch das Auto fahren. :yes3:
    Die Lage des "Resorts" ist perfekt, elf Hütten im traditionellen Stil befinden sich direkt zwischen Strand und einer kleinen Lagune mit dichtem Mangrovenwald.

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    (Die beiden Schönwetterbilder sind von einem anderen Tag - heute gabs nur Regen.)

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    Als Erstes schnappten wir uns zwei Trinkkokosnüsse und ein paar Tangerinen (eine Mischung auch Zitrone und Mandarine) aus der "Minibar" und machten es uns erstmal vor unserer Hütte gemütlich.
    Irgendetwas wollten wir dann aber doch noch am heutigen Tag unternehmen, und so machten wir uns schließlich auf den Weg um die nähere Umgebung zu Fuß zu erkunden.
    Es lag zwar keines der sieben kleineren Dörfer der Insel in der Nähe unserer Unterkunft, aber an der Küstenstraße entlang hatten wir während der Hinfahrt immer wieder vereinzelte Häuser gesehen

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    und so hofften wir auch, irgendwo einen Laden zu finden um ein paar Lebensmittel zu kaufen. Nachdem wir einige Schweinegehege,

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    eine Tankstelle

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    und endlos viele Bananenpflanzen, Palmen und Bäume aller Art passiert hatten,

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    fanden wir nach 2.5km tatsächlich noch einen Shop.

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    Das Angebot hielt sich allerdings in Grenzen. An Getränken gab es nur Bier (sehr teuer) und Wasser, sämtliche Backwaren waren alle. Dafür gab es eine beeindruckende Auswahl an Kartoffelchips und Instantnudeln :RpS_biggrin:. Also machten wir uns mit Wasser und Pringels wieder auf den Rückweg zum Hotel, welches wir bei hereinbrechender Dunkelheit erreichten.
    Nach dem Abendessen im Hotelrestaurant (war etwas Durchwachsen) machten wirs uns schließlich nochmal mit einer Kokosnuss auf der Terrasse bequem und beobachteten die nächtlichen Besucher.

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  14. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
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    7.Tag: Kosrae

    Aufstehen - Regen - Bäh! Na gut, wir wollten heute sowieso Tauchen, und im Wasser ists ja bekanntlich eh nass :RpS_biggrin:. Nach dem Frühstück wurden wir zusammen mit den beiden Amerikanern, welche zum Schnorcheln mitkamen, Bruce, einem der Resortbesitzer und einem weiteren Guide zum Bootsanleger des Dorfes Utwe im Süden der Insel gefahren.
    Das Boot lag bereits fertig vorbereitet am Anleger und es konnte losgehen.

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    Vor uns lag nur eine kurze Fahrt bis zum ersten geplanten Tauchspot, dem Hiroshi Point - mehrfach zu einem der besten Tauchplätze der Welt erkoren.
    Dort angekommen waren die beiden Schnorchler samt ihrem Guide recht zügig im Wasser. Als wir auch soweit waren, kamen sie bereits zurück, mit der Meldung, dass man absolut nichts sieht.
    Bruce tauchte daraufhin einige Meter hinab und meinte, als er zurückkam, dass er in den letzten 20 Jahren hier noch nie eine solch schlecht Sicht hatte - was wohl an der momentanen Wetterlage und zugehörigen Strömungen lag. Das hieß nun etwa 30 Minuten Bootsfahrt bei recht starkem Wellengang zu einem alternativen Tauchspot. Dort angekommen, beschlossen zunächst die beiden Amerikaner an Bord zu bleiben - die schaukelnde Bootsfahrt hatte in Form von Seekrankheit ihre Wirkung gezeigt :uhoh3:.
    Bruce checkte erneut das Wasser und meinte, es wäre ok mit der Sicht - also gingen wir hinab bis auf 26 Meter Tiefe. Was wir sahen war leider etwas ernüchternd, zwar gab es eine unglaubliche Vielfalt an Korallen aber kaum Fische. Die Highlights waren im Prinzip ein paar Weihnachtsbaum-Röhrenwürmer und mehrere Anemonen, welche von Clownfischen bevölkert waren. Aufgrund der Tiefe sind die Bilder nicht soo toll (aber ich kündige dahingehend schon mal eine Besserung im weiteren Verlauf des Reiseberichts an :yes3:).

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    Nachdem wir wieder zurück auf dem Boot waren, entschieden wir lieber Zeit und Geld zu sparen und somit auf einen zweiten Tauchgang zu verzichten. Auch Bruce schien keine Lust zu haben, nochmal runter zu gehen. Also gings wieder zurück nach Utwe und von dort mit dem Auto zum Hotel.
    Der Regen war mittlereweile nur noch ein leichtes Nieseln, und so beschlossen wir kurzerhand, den Rest des Tages zu nutzen um den Lelu Ruinen einen Besuch abzustatten. Ähnlich zu Nan Mandol in Pohnpei, befinden sich die Lelu Ruinen auf einer vorgelagerten (Halb)Insel im Osten. Bekannt ist recht wenig zu dieser historischen Stätte. Wahrscheinlich kann man sie am besten als eine im 14. Jahrhundert errichtete polynesische "Stadt" bezeichnen.
    Wir wurden die 8 Kilometer bis auf die Lelu Halbinsel gefahren und machten uns dann alleine daran die Ruinen zu "erkunden". Verglichen mit Nan Mandol ist von Lelu deutlich weniger erhalten. Man sieht noch einige bis zu sechs Meter hohe Mauerreste, ein paar kleinere (als Pyramiden bezeichnete) Steinhaufen, welche wahrscheinlich Gräber sind sowie damals angelegte Steinpfade und Kanäle. Die Lage im dichten Regenwald machte den Besuch dennoch zu einem beeindruckenden Erlebnis.

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    Da noch ausreichend Zeit war, beschlossen wir den Weg zurück zu Fuß zu bewältigen. Dabei hatten wir immer wieder schöne Aussichten auf Mangroven, Strände und das Meer,

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    kamen (in einiger Entfernung) an einer Flughundkolonie vorbei

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    und passierten das Hauptdorf der Insel: Tofol.

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    Selbst Dorf ist hier eigentlich die falsche Bezeichnung. An der Straße entlang liegen verstreut einige wenige Wohnhäuser und Verkaufsstände

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    im Wechsel mit einzelnen für Kosrae wahrlich monumentalen Bauten, wie die Hochschule, die Bank of Guam, die Verwaltung der Telekommunikationsgesellschaft.

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    Im Resort angekommen, sagten wir erstmal das heutige Abendessen ab, damit man nicht stundenlang vergeblich auf uns wartet und das Restaurant eher schließen konnte. Stattdessen gabs heute auf unserer kleinen Terrasse am Strand unter Palmen und in Gesellschaft zahlreicher Einsiedlerkrebse und Mangrovenkrabben Instantnudeln, Pringels und Kokosnuss. :becky:
     
  15. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo Bandanar,
    interessant - habe mir Mikronesien irgendwie romantischer vorgestellt - schöne Strände und nicht so viele Sumpflandschaften:wink5:
    Gruss M.
     
  16. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    @mari: Geduld! Außerdem gabs doch schon so einige wildROMANTISCHE Landschaften. :RpS_biggrin:
     
  17. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo:RpS_biggrin:
    ok - Geduld ist meine Tugend:smilewinkgrin3:...Danke für die schönen Bilder..nach dem Regen kommt ja bekanntlich die Sonne..

    ..schaue mir inzwischen die Fotos vom Great Barrier Reef an (Whitsundays), wo ich nächstes Jahr "endgültig" mal hin will:RpS_biggrin:
    Grüssle, M.
     
  18. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    8.Tag: Kosrae

    Irgendetwas war heute anders beim Aufwachen - richtig - das Prasseln des Regens aufs palmenblattgedeckte Dach fehlte. Stattdessen fielen tatsächlich einige Sonnenstrahlen in unsere Hütte. Also nichts wie raus an den Strand, solange der Himmel noch blau war.

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    Eigentlich das perfekte Wetter für Unternehmungen, dumm nur, dass heute Sonntag war. Obwohl sich die Insulaner auch während der Woche nicht unbedingt zu überarbeiten scheinen, ist Ihnen der freie Sonntag heilig. So ist offiziell jede Arbeit an diesem Tag verboten. Was in diesem Fall genau "Arbeit" ist, ist nicht so leicht zu durchschauen. Zum Beispiel ist die Zubereitung von Mahlzeiten oder das Ernten von Früchten im Wald verboten wie auch das Muscheln Sammeln am Strand. Im Meer zu Schwimmen ist ebenso untersagt - in Flüssen wäre dies allerdings gestattet. :confused3:
    Hm, da hieß es sich erstmal kundig zu machen, was denn heute überhaupt möglich ist. Und das war für den Vormittag nicht viel, da zu dieser Zeit fast alle zur Kirche gehen. Wir hatten aber keine so richtige Lust bei diesem ersten wettermäßig richtig schönen Tag es den Insulanern hierbei gleich zu tun. Glücklicherweise war es gestattet am Strand direkt vorm Resort ("wo es niemand sieht") zu baden.

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    Nachdem wir vom Wasser erstmal genug hatten, ließen wir uns bestätigen, dass längere Spaziergänge auch sonntags gestattet seien, nur sollten wir auf unsere Kleidung achten. Wir sollten etwas Sauberes anziehen und sowohl Knie als auch Schultern sollten bei Männlein und Weiblein bedeckt sein :rolleyes3:. Ok, das war kein Problem.
    Wir nahmen etwas "Werkzeug" mit und kehrten nach insgesamt sechs zurückgelegten Kilometern erfolgreich von einem Raubzug zurück ... :bigeek:
    Für den Nachmittag wurde uns eine Hikingtour zu den Menke Ruinen angeboten, welche ebenfalls sonntags gestattet sei. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, und so fuhr uns Bruce wieder zum Dorf Utwe, wo wir unseren Guide namens Salek für die Tour trafen. (Warum ist das Herumführen von Touristen im Regenwald eigentlich keine Arbeit?)

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    Die drei Kilometer lange Wanderung zu den Menke Ruinen, welche im Gegensatz zu Nan Mandol und Lelu im Inselinneren liegen, gestaltete sich recht kurzweilig. Zum einen waren wir noch immer von der abwechslungsreichen Vegetation fasziniert, zum anderen machte auch Salek einen guten Job.

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    Er konnte so Einiges zu den Pflanzen hier erzählen und war auch ganz allgemein ein sehr angenehmer Gesprächspartner. Nachdem wir zum fünften Mal einen kleinen Bach durchquert hatten, standen wir schließlich vor den Ruinen von Menke.

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    Weiß man von Lelu zumindest noch etwas, so weiß man von Menke so gut wie nichts. Die Ruinen wurden von den Landbesitzern bis in die sechziger Jahre geheim gehalten. Und auch seitdem fand hier nicht allzuviel Forschung statt. Es soll sich zumindest einmal mehr um eine alte polynesische Stadt gehandelt haben, welche flächenmäßig deutlich größer als die anderen Ruinenstätten war und auch älter. Der Großteil wurde allerdings nicht freigelegt bzw. ist durch die schnell wachsende Vegetation wieder überwuchert.
    Wir machten wieder viel zu viele Bilder von alten Steinen im Regenwald bis es wieder den selben Weg zurück ging. Salek war überaus belustigt, als wir seinen Onkel auf dem Rückweg trafen. Dieser versuchte vergeblich eine Machete hinter seinem Rücken zu verstecken. Diese ließ ja darauf schließen, dass er irgendetwas im Wald damit vor hatte - und das zum Sonntag :smilewinkgrin3:.
    Als wir wieder am Ausgangspunkt der Wanderung ankamen, war noch genügend Zeit für eine weitere Tour, immer die Straße entlang Richtung Westen zu den Sipyen Wasserfällen. Da dieser Weg einfach zu finden war, verabschiedeten wir uns von Salek und baten diesen, dass er Bruce anrufen sollte um ihm zu sagen, dass er uns bei Sonnenuntergang irgendwo an der Straße abholen soll (es gibt nur die Eine), je nachdem wie weit wir es wieder schaffen würden zurück zu laufen.

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    Das war kein Problem, und wir bekamen noch zwei Stöcke mit auf den Weg, um den teilweise recht nervigen Hunden etwas imponieren zu können. Normalerweise liegen diese einfach nur rum, aber einige sind schon recht aufdringlich und aggresiv. Eigentlich reichte es dann auch tatsächlich wenn man sich bückte und so tat, als ob man einen Stein aufhebt - schwupps war der Hund verschwunden. Mit einem Knüppel fühlten wir uns dennoch besser.
    Der Wasserfall war doch etwas weiter entfernt, als wie die Karte vermuten ließ. Aber nach ungefähr 3,5 Kilometern waren wir am Ziel.

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    Leider war es nun doch schon schon ziemlich spät und wir machten uns alsbald auf den Rückweg. Als wir eine Hütte passieren wollten, hielt uns eine Frau ganz aufgeregt an - wir sollten unbedingt warten. Etwas verdutzt "gehorchten" wir. Sie holte ihren Mann, und der fragte zu unserer Verwunderung, ob wir Wasser oder ein paar Orangen bräuchten. Zu den Orangen sagten wir nicht nein. Er holte er einen langen Stock mit kleiner Schlinge am Ende und begann nun uns mehr Orangen vom Baum zu pflücken, als wir an den verbleibenden Tagen in Kosrae essen konnten. Nachdem wir ein zweites mal das Wasser abgelehnt und uns wortreich verabschiedet hatten, setzten wir unseren Weg schließlich mit einigen zusätzlichen Kilogramm an Orangen im Gepäck fort. (die Kleinigkeit, welche ich für die Früchte geben wollte, wurde im Übrigen entschieden abgelehnt)
    Zum Glück mussten wir nicht mehr all zu weit laufen, bis uns Bruce mit dem Auto entgegen kam und zurück zum Hotel fuhr.
    Auch heute verzichteten wir auf das Restaurant und machten es uns lieber wieder auf der Terrasse gemütlich. Neben den üblichen Krabben und Einsiedlerkrebsen, kam diesmal auch ein Palmendieb zu Besuch.

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    Dabei handelt es sich um sowas wie einen großen Einsiedlerkrebs, welcher kein Haus mit sich herum trägt, in der Lage ist Palmen hinaufzuklettern und Kokosnüsse abzuzwicken sowie zu öffnen.
     
  19. reggaetyp

    reggaetyp Reisefuchs

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    122
    Weiterhin sehr interessant, danke.
    Wie ist denn das Preisniveau da unten?
    Also einfache Übernachtung, Bier, Essen, Taxi und/oder ÖPNV (okay, das wird's da wohl kaum geben :smilewinkgrin3:)
     
  20. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.171
    Danke. Das Preisniveau ist von Insel zu Insel unterschiedlich aber allgemein hoch bis extrem hoch (meine subjektive Einschätzung). Am günstigsten waren Guam und Yap am teuersten Palau und Kosrae.

    Hier mal ein paar wild zusammengewürfelte Preisbeispiele:

    Der Strandbungalow in Kosrae kam 149,- USD pro Nacht ohne Verpflegung. Das einfache Zimmer in Pohnpei lag bei 100,- USD. Billige Unterkünfte gibt es nicht.

    Ein 0.33 Bier kam im Supermarkt in Kosrae ca. 3,- USD (im Restaurant 5 - 6 USD), auf den anderen Inseln um die 1-2 USD im Supermarkt.

    Das Essen geht wiederum vom Preis her. Es gibt überall recht günstig Burger mit Pommes (ca. 7 - 10 USD). Thunfisch, Meeresgetier, Hühnchen ist auch vergleichsweise günstig.

    ÖPNV gibt es nicht. Mietwagen liegt bei ca. 50 - 60 USD pro Tag. Per Anhalter zu fahren ist oft möglich. Taxis sind günstig.

    Zwei Tauchgänge + Ausleihen von Regulator und Jacket kosten 120 - 150 USD (wenn genügend Leute teilnehmen, meist min. 4 pro Boot).

    Flüge zwischen den Inseln sind extrem teuer (gehe ich noch drauf ein).
    Gebühren/Eintritte in Palau sind sehr hoch (gehe ich auch noch drauf ein).
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2014

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