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  1. #1
    Reisefuchsforum Legende Avatar von Taunusianer
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    Rotes Gesicht Reisebericht: Java, Singapur, Thailand November/Dezember 2011

    Indonesien:
    weltgrößter Inselstaat am Äquator (ca. 18 000 Insel, davon ca. die Hälfte bewohnt); 240 Millionen Einwohner (davon mehr als die Hälfte auf Java, mit die höchste Bevölkerungsdichte weltweit); Land mit der größten islamischen Bevölkerung, 360 verschiedene Völker und bald ebenso viele Regionalsprachen. Bahasa Indonesia ist die Sprache, die die Indonesier eint. Und diese Sprache hat für uns den Vorteil: Sie wird so gesprochen wie wir Deutsche sie lesen, was es sehr einfach macht, sich ein paar Begriff Indonesisch anzueignen.


    Reiseroute:
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 12:39 Uhr)

  2. #2
    Reisefuchsforum Legende Avatar von Taunusianer
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    Rotes Gesicht Jakarta (10 Millionen Einwohner)

    So schlecht wie Jakarta allgemein gemacht wird, ist es mir nicht vorgekommen. Nach der Ankunft ging es in das Backpackerviertel an der Jalan Jaksa. Für Abends eine nette Ecke mit günstigen Restaurants, Pubs, alles was man so braucht. Es ist schon spät, und ich finde erst mal keine vernünftige Unterkunft. Steige schließlich in einem ziemlich schäbigen Guesthouse ab, das die Zimmer auch Stundenweise vermietet, wie sich später rausstellt. Wollte eigentlich am nächsten Tag wechseln, war dann aber doch zu faul.

    Erst mal Jakarta erkunden. Auf geht es zum National Monument Monas, das unweit der Jl. Jaksa ist. Es ist Wochenende, und daher nicht viel Verkehr. So ist Jakarta auch für Fußgänger zu ertragen, was nicht immer so ist, wie sich am darauf folgenden Montag im Berufsverkehr herausstellt. Wichtig: Immer Augen offen halten.

    "Monas" mit Aussichtsplatzform auf ca. 130 Metern Höhe




    Die große Moschee in Jakarta


    Blick auf Jakarta






    Der Park um das National Monument. Im Sockel befindet sich eine Ausstellung über die Geschichte Indonesiens
    Geändert von Taunusianer (18.12.2011 um 14:49 Uhr)

  3. #3
    Reisefuchsforum Legende Avatar von Taunusianer
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    Später geht es mit dem Zug in den Stadtteil Kota (Chinatown). Das ist Ansicht ein schön hergerichtetes Viertel, teils hübsch restauriert. Meuten indonesischer Schulklassen warten hier, um ihr erlerntes Englisch an Ausländern ausprobieren zu können. Erst mal heißt es überall „Hello Mister!“. Den Satz hat wohl jeder Indonesier darauf, und wendet Ihn an, wenn er einen Ausländer sieht, gleich ob Männlein oder Weiblein. Die ganz jungen Schüler sammeln erst mal nur Unterschriften, bis ich nach 30-40 Stück kapituliere, dann kommen die etwas Älteren, die einen Interviewen möchten (Wie heißt Du? woher? wohin? was gefällt einem? etc.) Die Fragen gleichen sich. Der Jubel ist immer groß, wenn man auf irgendeine Frage javanesisch antworten kann. Die Indonesier sind sehr stolz auf Ihr Land, und noch viel stolzer darauf, dass Barak Obama einige Zeit seiner Kindheit hier verbrachte, und in Jakarta in die Schule ging. Das weiß jeder Indonesier, und jeder hat dazu etwas zu berichten.


    Kota macht im touristischen Zentrum erst mal einen recht angenehmen Eindruck.


    Als Ausländer wird man von Schülern gradezu überfallen, die Unterschriften, Interviews und Fotos haben möchten. Ich habe dann mal zurückfotografiert. ;-)

    Unbedingt sollte man mal in die schmalen Gassen in China gehen, in die sich kaum ein Ausländer verirrt


    Kinderkarussel mit Tretantrieb

    Jeder will mal ein Foto:






    TukTuk in Jakarta. Sehen deutlich ungemühtlicher aus, als die thailändischen Modelle
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 11:35 Uhr)

  4. #4
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    Rotes Gesicht Bogor (750 000 Einwohner)

    Ich habe mich entschieden, noch in Jakarta zu bleiben, und von hier aus mit dem Zug ins 1 Stunde entferne Bogor zu fahren. Bogor ist bekannt für seinen großen botanischen Garten, der wirklich sehenswert ist. Die Fahrt lege ich im Economy-Zug an der geöffneten Zugtür zurück (was einem zu einen tolle Blicke auf das Umland Jakartas eröffnet, zum andere für ausreichende Kühlung sorgt.

    Präsidentenpalast am Rande des botanischen Gartens


    Bambuswald


    Blick auf eine Teil des Parks


    In Bogor soll es an über 300 Tagen im Jahr regnen, so auch heute ein heftiger Schauer


    Was nicht schlimm ist. Eine indonesische Familie lädt mich zum Essen ein


    Die Indonesier sind extrem musikalisch. Sehr viele Spielen Gitarre, und Tragen fremden Mädels Abends ein Ständchen beim Essen vor. Oder auch im der Bahn hat man häufig ein paar Musiker (Teils ganze Bands oder Karaoko-Singer), die für ein wenig Geld Musik spielen:
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 11:43 Uhr)

  5. #5
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    Cirebon (300 000 Einwohner)

    Es geht auf eine nicht so touristische Route, und ich mache mich mit dem Fernzug in der Business-Klasse auf dem Weg nach Cirebon an der Nordküste von Java. Ich bin mal davon ausgegangen, dass es in der Business eine Aircon gibt, aber das ist Fehlanzeige, und auch 2-3 Indonesier wundern sich, was den der Ausländer in hier will.
    Cirebon ist ein krasser Kontrast zu Jakarta. Geht es hier doch eher verschlafen zu. Das hier eher wenige Ausländer verkehren merkt man schnell, zieht man doch alle Blicke auf sich. Hier wird man echt von jedem einzelne mit dem bereits bekannten „Hello Mister“ gegrüßt. Cirebon bietet nicht sonderlich viele Sehenswürdigkeiten. Es gibt den alten Sultanspalast, der aber nicht sonderlich viel hergibt. Die Schwägerin des Sultans führt das dazugehörige Museum. Ein chinesischer Tempel, etliche Einkaufsstraßen und ein nettes altes Wohnviertel mit schmalen Gassen runden die Sache ab. Hier gerate ich auch auf eine Hochzeitsfeierlichkeit, zu der ich flucks eingeladen werde und auf der Bühne mit den Tänzerinnen tanzen soll. So was ist gar nicht mein Ding. Stehe nicht gerne im Mittelpunkt und schon gar nicht auf der Hochzeitsfeier anderer Leute. da mache ich mich höflich aber schnell wieder aus dem Staube.

    Unaufgeregte Kleinstadt, so auch die Bewohner:


    Einfaches Wohnviertel:


    Die Moschee. Man muss da übrigens ein wenig abgehärtet sein auf Java, ruft hier der Muezzin teils bereits kurz nach 4 Uhr am Morgen zum Gebet, und man hat häufig nicht nur eine Moschee, sonder gleich 4-5-6 die alle mit ordentlichen Lautsprecheranlagen ausgestattet sind:
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 11:47 Uhr)

  6. #6
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    Semarang (1 300 000 Einwohner)

    Weiter geht es nach Semarang, auch an der Nordküste gelegen. Diesmal schlauer reise ich nun in der Executive Class mit Liegesitzend, Aircon, und einem Sitznachbarn, der wirklich gutes Englisch spricht, und mir ein wenig den Alltag der Indonesier näherbringt.

    Semarang ist keine Schönheit, aber durchaus mal einen Abstecher wert. Unweit des Bahnhofes liegt das alte holländische Kolonialviertel. Leider wird nicht viel für den Erhalt der alten Gebäude getan, so dass diese Gebäude wohl bald Geschichte sind. In dieser Ecke ist auch der Markt, und als nächster Stadtteil Semarang Chinatown zu finden, das mit vielen kleinen chinesischen Tempeln versehen ist.

    Die koloniale Architektur verfällt leider überall (holländisches Hafenviertel):




    Sonnenuntergang über Semarang:
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 11:50 Uhr)

  7. #7
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    Solo (auch Surakarta 520 000 Einwohner)

    Und wieder unterwegs: Diesmal mit dem Minibus (Executive natürlich ;-) nach Solo, einer Stadt in Zentral Java. Solo ist eine geschäftige Stadt durch die sich ein sehr langer, breiter Boulevard zieht. Es gibt rechte viele Christen und damit auch Kirchen in Solo. 4 Wochen vor meiner Anreise ist es zu einem traurigen Zwischenfall gekommen, als islamische Extremisten eine Bombe in einer Kirche zündeten, und dabei über 20 Menschen töteten. Aber davon ist für den Ausstehenden nichts mehr zu merken. Die Christen gehen weiterhin Ihren Veranstaltungen nach. In der Stadtmitte trainiert die Jugend abends irgendwelche asiatischen Kampfkünste. Als Sehenswürdigkeiten werden 2 alte Sultanspaläste genannt. Ich schaue mir den wohl angeblich schöneren an, kann aber in dem Kasernenartigen Gebäude mit einem riesigen Pavillon im Innenhof nicht viel Sehenswertes erkennen. Es schüttet, als ab in die nächste Mall, und erst mal was essen. Abend wird eine für den Verkehr abgesperrte Fressmeile angepriesen, aber angesichts von 30-40 Fressbuden (in Indonesien Warungs genannt), die insgesamt lediglich 5 Kunden haben, speise ich doch lieber wo anders.

    Der ehemalige Palast samt Pavillion. Solo glänzt nicht unbedingt aufgrund seiner Vielzahl von Attraktionen:


    Straße in Solo:
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 11:52 Uhr)

  8. #8
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    Rotes Gesicht Yogyakarta (510 000 Einwohner, eines von 2 verbliebenen Sultanaten in Indonesien)

    Das einzige echte Highlight meiner Java-Reise. Hier bleibe ich auch gleich 6 ganze Tage. Darauf das man unablässig von Batik-Händlern (eine indonesische Handwerkskunst, bei der mit Farben (aus deutscher Herstellung, wie mir immer wieder mitgeteilt wird) auf Wachstuch schöne Bilder gepinselt werden) und Bejak-Fahrern (das ist die indonesische Fahrradrikscha) belagert wird, bin ich vorbereitet. Auf die Bejak-Fahrer reagiert man am besten gar nicht, die Batik-Händler versuchen einen in Ihre Galerien zu ziehen. Aber ersten Tag noch alle paar Meter ein Neuer, ab 2ten Tag wird es bereits etwas weniger. Am 3ten Tag fragen sich lediglich noch, was man heute so vor hat, und ab dem 4ten Tag hat man entweder mit Ihnen Freundschaft geschlossen, oder sie schauen einen nicht mehr an.

    Interessant in Indonesien, und vor allem hier in Yogya ist: Die erste Frage ist meist: Kommst Du aus Holland (übrigens auf Deutsch! Ich weiß nicht, was die Holländer davon halten sprechen die doch lieber Englisch als Deutsch!)

    Yogya bietet eine Menge zu sehen, und eine Menge zu erleben. Batik-Kunst, Marionetten-Theater, Sultanspalast und Museen, die Markthallen,. Drumherum die bedeutenden Tempelanlagen von Borobudur (buddhistisch) und Prambanan. Die Grabstätte des Vaters vom amtierenden Sultan, der ein auch heute noch hochverehrter Mensch ist, etc. ist. Kurzgesagt: hier lässt es sich eine Weile aushalten. Nur mit dem Essen bin ich auch hier nicht so ganz zufrieden. An guten Restaurants (mal abgesehen von den Touristenläden) gibt es keinen Überfluss, und die Warungs die es überall gibt bieten zwar schmackhaft aussehenden Speisen, allerding muss man überall auf dem Boden sitzend Essen, und das halte ich keine 5 Minuten aus, ohne das mir alle Knochen wehtun.

    Blick über Yogyakarta:


    Die Indonesier posieren immer gerne für ein Foto:


    Größenmässig schlage ich hier etwas aus der Art, wobei die Indonesier im allgemeinen schon größer daherkommen als die Thais:


    Die alte buddhistische Tempelanlage Borobudur:






    Auch hier wieder Schüler, die englisch lernen. Ohne das Tuch um die Hüfte kommt man hier übrigens nicht rein:


    Noch mal ein Blick herab von Borobudur:


    Straßenszenen aus Yogya:




    Die Markthalle:




    Neben den Fahrrad-Rikkschas sind hier auch noch Pferdegespanne als Transportmittel unterwegs


    Das Hindu-Heiligtum Prambanan:






    Marionettentheater, die Vorstellungen gehen über 2 Stunden, dass kann ziemlich ermüdend sein, zumal man kein Wort versteht. Die Ramayana-Sage wird kpl auf Javanesisch vorgetragen. Kaum ein Zuschauer hält das bis zum Ende durch, aber es wird einem auch nicht übel genommen, wenn man später kommt oder früher geht ;-)


    Freitag Abend in Yogya. Alles ist auf den Beinen, isst, spielt Musik:


    Wohnviertel Yogyakarta:


    Wie gesagt, Yogya ist nach wie vor ein Sultanat. Das Sultans-Wappen:


    Der amtierende Sultan. Der ist sehr hoch verehrt, und bestimmt über die Geschicke der Stadt. Die Führerin durch den Palast ließ es sich trotzdem nicht nehmen mit einem Schmunzeln auf die Captain-Spock-Ohren hinzuweisen:


    Tanzvorführung im Palast jeden Sonntag:



    Zum Grabmal des ehemaligen Sultans geht es ziemlich steil bergauf. Da ist man erst mal fertig bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit:


    Ohne diesen Anzug geht es nicht rein zum Grabmal. Steht mir gut, was?


    In Yogya gibt es einen internationl anerkannten Maler, der hier im futuristischen Bau ein Museum eingerichtet hat. Das Affandi Museum. Leider derzeit wg. Umbau geschlossen


    Bye, bye Yogya:
    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 12:24 Uhr)

  9. #9
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    Singapur

    Singapur ist eine Wahnsinns-Stadt. Das muss ich noch mal hin!!!





    Der Gründer der Stadt Singapur: Sir Thomas Stamford Raffles:




    Das weltberühmte Raffles-Hotel. Nicht ganz meine Preislage:




    In Singapur prallen viele unterschiedliche Kulturen auf einander. Chinesen, Araber, Inder und Europäer. Und alle brachten ihren Glauben und die Bauwerke um diesem zu huldigen mit.
    Hindu-Tempel:


    Moschee:


    In little India:


    Chinesischer Tempel:


    Noch eine Moschee:


    Rund um den Singapore-River spielt sich Abends das Leben ab:


    Dieses Bauwerk haut einen echt um. Das Marina Bay Sands. Hotel und Spielcasino. 4,6Milliarden Euro teuer, 340 Meter langer Dachgarten mit Pool auf 191 Meter Höhe, 2561 Zimmer. Ich hätte gerne eines davon gehabt, aber auch das war mir zu teuer gewesen.

    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 12:38 Uhr)

  10. #10
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    Thailand

    City Hall Chiang Rai / Nord-Thailand


    Chiang Rai hat eine Menge schöne Tempel:


    Etwas außerhalb von Chiang Rai: Der weiße Tempel (Wat Rong Khun), der von einem wohlhabenden Künstler gebaut wird, und noch lange nicht fertiggestellt ist:






    Geändert von Taunusianer (26.12.2011 um 12:45 Uhr)

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